Enteignung oder Infotopia? Google Books und die Zukunft des Wissens

Matthias Spielkamp auf dem Google Books KongressMatthias Spielkamp auf dem Google Books Kongress. Urheber: Stephan Röhl. Creative Commons LizenzvertragDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Google will mit seinem Buchprogramm Millionen von Büchern zugänglich machen. Wissen für alle oder Quasi-Monopol? Dieser Frage ging die Veranstaltung "Enteignung oder Infotopia? " am 2. Oktober in Berlin nach.

Google will der Menschheit mit seinem Buchprogramm Millionen von Büchern zugänglich machen - auch Bücher, die vergriffen sind oder deren Urheberrechtsschutz abgelaufen ist. Nie war die Verheißung des „Wissens für alle" so groß. Und nie war die Gefahr größer, einem Quasi-Monopolisten zu überlassen, was die Aufgabe öffentlicher Daseinsvorsorge sein sollte. Was steckt hinter dem Google-Books-Settlement? Was bedeutet es für Leser, Bibliotheken und Urheber? Im Oktober soll ein US-Gericht über die Zukunft der Bücher entscheiden. Wird es, darf es das auch für deutsche Leser, Autoren und Verlage tun? Selten war die Lage unübersichtlicher - und wohl nie zuvor war ein einzelnes Verfahren wichtiger für die Zukunft des Zugangs zu Wissen als dieses.

Einen Liveblog von der Veranstaltung finden Sie hier.
 

Das Programm:

Grußworte, Einführungen und Panels

  • Dr. Andreas Poltermann, Heinrich-Böll-Stiftung
  • Dr. Christoph Bartmann, Goethe-Institut
  • Matthias Spielkamp, iRights.info

Teil I. Was bedeutet das Google Book Settlement für Leser, Autoren und Bibliotheken?

  • Dr. Nils Rauer, Fachanwalt im Bereich Immaterialgüterrecht Lovells LLP, Frankfurt

Teil II. Was tut die Bundesregierung?

  • Dr. Irene Pakuscher, Leiterin des Referats Urheber- und Verlagsrecht im Bundesministerium der Justiz

Teil III. Zwischen Konzentration und Innovation: Digitale Geschäftsmodelle von Verlagen.

  • Dr. Joerg Pfuhl – Vorsitzender der Geschäftsleitung der Verlagsgruppe Random House, München
  • Stefan Keuchel, Pressesprecher von Google Deutschland
  • Jan Meine, Meine Verlag, Leipzig
  • Moderation: Dr. Andreas Poltermann, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Teil IV. Zwischen Vergütung und Vermarktung: Autorschaft in der Netzökonomie

  • Peter Glaser, Autor, Berlin
  • Wolfgang Schimmel, Sekretär im Fachbereich Medien bei ver.di, Stuttgart
  • Dr. Florian Cramer, Willem de Kooning Academie, Rotterdam
  • Moderation: Jan Engelmann, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

Teil V. Zwischen Daseinsvorsorge und Monopolbildung: Wie regeln wir den Zugang zu Wissen?

  • Prof. Gabriele Beger – Staatsbibliothek Hamburg, Vorsitzende des deutschen Bibliotheksverbands
  • Dr. Christoph Bruch – Mitglied der Steuerungsgruppe im Aktionsbündnis «Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft»
  • Dr. Arnd Haller – Leiter der Rechtsabteilung von Google Deutschland, Hamburg
  • Andreas Steinhauser, Technikchef von Wizpac, Berlin
  • Moderation: Matthias Spielkamp – iRights.info, Berlin
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