Anne-Klein-Frauenpreis 2013 an Lepa Mlađenović


Lepa Mladjenovic - feministische Beraterin und Aktivistin / Foto: © Biliana Rakočević
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5. Dezember 2012

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Berlin, den 6. Dezember 2012

Der Anne-Klein-Frauenpreis der grünnahen Heinrich-Böll-Stiftung geht an Lepa Mlađenović, in Serbien lebende Aktivistin für Frauen- und Menschenrechte.
Der Preis wird bei einem Festakt am Abend des 1. März 2013 in Berlin überreicht.
Er ist mit 10.000 Euro dotiert.

Der Anne-Klein-Frauenpreis wird zum zweiten Mal verliehen und geht an Lepa Mlađenović, eine mutige Frau, die ihr Leben lang gegen Gewalt und Militarismus, für Freiheit, Menschenrechte und sexuelle Selbstbestimmung kämpft. Sie inspiriert mit ihrem politischen Einsatz viele Mitstreiterinnen in Serbien, auf dem Balkan und weltweit.

In der Begründung der Jury heißt es:
"Lepa Mlađenović ist eine in Serbien lebende Intellektuelle und Aktivistin, die sich für Frieden und Menschenrechte einsetzt. Sie kämpft insbesondere für Frauenrechte und setzt sich für die Rechte der Menschen ein, deren sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität nicht den Mehrheitsnormen entspricht. Sexualisierte politische Gewalt in Kriegs- und Friedenszeiten, Gewaltprävention und Traumaarbeit sind die Schwerpunkte ihres Engagements, für das sie weit über die serbischen und regionalen Grenzen bekannt ist. Lepa Mlađenović ist Aktivistin und Mitbegründerin vieler Organisationen und Netzwerke, darunter der serbischen Friedensorganisation 'Frauen in Schwarz', ebenso wie von Arkadia und Labris, zwei Organisationen für Lesbenrechte, deren Sprecherin sie auch ist."

Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung und Juryvorsitzende, hebt hervor:
"Lepa Mlađenović ist eine herausragende Persönlichkeit, die politischen Mut und Intellektualität miteinander verbindet. Sie kombiniert konkrete Beratungsarbeit für traumatisierte Frauen mit politischer Interessenvertretung und wissenschaftlicher Arbeit. Lepa Mlađenović begibt sich immer wieder in große Gefahr. Es braucht Furchtlosigkeit, sich in Serbien für die Rechte homosexueller Menschen einzusetzen. Massive Diskriminierungen und Anfeindungen durch weite Teile der Bevölkerung und den Staat gehören dort zu den Alltagserfahrungen homosexueller Menschen."

"Der Anne-Klein-Frauenpreis will mit der Preisvergabe ein politisches Signal gegen Homophobie in Serbien und vielen anderen Ländern der Welt setzen und in praktischer Solidarität die Arbeit von Lepa Mlađenović und ihrer serbischen Mitstreiterinnen für die Rechte von Lesben unterstützen", fährt Unmüßig fort.

Die Jurybegründung, die Kurzbiografie und ein Porträt von Lepa Mlađenović finden Sie ebenso wie ein Foto der Preisträgerin zum kostenfreien Download hier www.boell.de/annekleinfrauenpreis

Kontakt:          
Ulrike Cichon, T 030-285 34-112   Email  cichon@boell.de
www.boell.de/annekleinfrauenpreis

Presse: Vera Lorenz, T 030-285 34 217, Email lorenz@boell.de