Kommunalpolitische Repräsentation und gesellschaftliche Vielfalt

Repräsentation ist das grundlegende, gleichwohl nicht spannungsfreie Gestaltungselement moderner Demokratien. Sie steht für die Vertretung und Bündelung von Grundüberzeugungen und gruppenspezifischen Interessen durch Parteien sowie Parlamente im politischen Prozess. Repräsentation spiegelt sich zudem in der Frage, wer diese Überzeugungen und Interessen repräsentiert. Herausforderungen für die repräsentative Demokratie resultieren unter anderem aus der zunehmenden Individualisierung und Interessenvielfalt in der Gesellschaft. Zudem steigt der Wunsch vieler Bürger:innen nach politischer Unmittelbarkeit und Selbstwirksamkeit.

Aktuell

In welcher Weise repräsentiert sich gesellschaftliche Vielfalt auf der kommunalen Ebene? Welches Ausmaß und welche Folgen haben Anfeindungen gegen Inhaber:innen eines kommunalen politischen (Ehren-)Amtes? Inwieweit greifen Repräsentation und Bedrohung ineinander?

In Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit der Universität Duisburg-Essen und der Fernuniversität Hagen entsteht hierzu eine umfängliche empirische Studie. Diese erhebt verschiedene Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt und liefert Erkenntnisse zur Repräsentation sozialer und kultureller Pluralität. Zudem werden etwaige Schwierigkeiten der Amtsausübung durch Bedrohungserfahrungen thematisiert und in den Kontext verschiedener Repräsentationsdimensionen gesetzt.

Die folgende drei Dimensionen gesellschaftlicher Vielfalt finden im Rahmen der Studie besondere Beachtung:

  • die politische Repräsentation von Frauen,

  • die politische Repräsentation von Personen mit Migrationsgeschichte und von BPoC (Black and People of Color),

  • die politische Repräsentation einer sozialen Vielfalt.

Die Studie konzentriert sich auf die Situation in deutschen Großstädten (≥ 100.000 Einwohner:innen) und berücksichtigt auch deren unterschiedliche sozio-ökonomische Situation.

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