Video

40 Years After Chernobyl: History and its new reality - Chernobyl Legacy in Eastern Europe (6/6) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Panel 1: The Significance of the Chernobyl Legacy in Eastern Europe - Tatyana Novikova, M.S. in Sustainability, environmental activist and author, Senior Affiliate at Ecohome, USA - Tobias Münchmeyer, European Campaign Director, Greenpeace Germany - Olexi Pasyuk, Head of Environmental Organization “Ecoaction,” Ukraine - Tatiana Kasperski, Senior Researcher für Nuklear- und Umweltgeschichte, Södertörn Universität, Schweden Moderation: Walter Kaufmann, Heinrich Böll Stiftung „Chernobyl“ stands for far more than a reactor accident. It began on April 26, 1986, with radiation and death, the creation of an exclusion zone, and the forced short-notice resettlement of hundreds of thousands of people in the Soviet republics of Belarus and Ukraine. The catastrophe ruthlessly exposed the decay of the Soviet system. Yet the disaster also marked a profound turning point in the awareness of both Western and Eastern European societies regarding the extreme dangers nuclear energy poses to human life and the environment. In many countries, it brought ambitious nuclear power plant projects to an end and mobilized civil movements in Central and Eastern Europe. The year 1986 thus became a watershed in society’s perception of technological progress. It was no coincidence that Ulrich Beck’s Risk Society appeared that same year, giving influential expression to growing concerns about the risks of scientific and technological modernization. At the same time, Chernobyl became a defining reference point in the political identity of the Green Party, which transformed broad public support for phasing out nuclear power into a sustained political struggle. In 2026 - four decades later - the anniversary of the Chernobyl disaster is more relevant than ever. The debate over high-risk technologies has regained urgency. In its war against Ukraine, Russian forces have not only shelled the protective ‚safe confinement‘ structure surrounding the damaged reactor at Chornobyl - the Ukrainian spelling that we are going to use here when referring to the present. Russia has also occupied nuclear facilities and deliberately targeted critical infrastructure around reactors, once again playing a dangerously reckless game with nuclear safety - one that affects not only the region but extends far beyond Ukraine’s borders. The Russian nuclear industry continues to function as an effective geopolitical instrument of power. In Germany, by contrast, the issue has largely receded from public debate since the country completed its final nuclear phase-out three years ago. What remains of Chernobyl/Chornobyl? We invite you to a discussion about green history and security in Europe.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Begrüßung, Lesung und Gespräch (1/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Begrüßung: Jan Philipp Albrecht, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung Lesung und Gespräch: „Reaktoren explodieren nicht. Eine kurze Geschichte der Tschornobyl-Katastrophe“ (Kyjiw 2020, Berlin 2026) - Tine Hammer, Übersetzerin, Translit e.V. - Stanislav Dvornytskyi, Autor (online) Moderation: Robert Sperfeld, Heinrich-Böll-Stiftung „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Frank Uekötter (2/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Betrachtungen eines Jahrestags: Impulsvorträge 40 Jahre Tschernobyl - Frank Uekötter, Technik- und Umwelthistoriker, Professor an der Ruhr Universität Bochum „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Carla Reemtsma (3/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Tschernobyl und die neue Generation der Umweltbewegung - Carla Reemtsma, Klimaaktivistin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Tatiana Kasperski (4/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Das ‚friedliche Atom' als Mittel der russischen Kriegsführung - Tatiana Kasperski, Senior Researcher für Nuklear- und Umweltgeschichte, Södertörn Universität, Schweden „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Die Geschichte und ihre neue Gegenwart - Keynote Olexi Pasyuk (5/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Deja-vus in der Ukraine? Nukleare Sicherheit im russischen Angriffskrieg - Olexi Pasyuk, Geschäftsführer der Umweltorganisation „Ecoaction“, Ukraine „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Jahre Tschernobyl: Geschichte und ihre neue Gegenwart - Tschernobyl-Erbe in Europas Osten (6/7) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Talkrunde 1: Bedeutung des Tschernobyl-Erbes in Europas Osten - Tatyana Novikova, M.S. Sustainability, Umweltaktivistin und Autorin, Senior Affiliate bei Ecohome, USA - Tobias Münchmeyer, Kampagnendirektor für Europa, Greenpeace - Olexi Pasyuk, Geschäftsführer der Umweltorganisation „Ecoaction“, Ukraine - Tatiana Kasperski, Senior Researcher für Nuklear- und Umweltgeschichte, Södertörn Universität, Schweden Moderation: Walter Kaufmann „Tschernobyl" steht für weit mehr als nur einen Reaktorunfall. Alles begann am 26. April 1986 mit Radioaktivität und Tod, der Einrichtung einer Sperrzone und der kurzfristigen Umsiedlung hunderttausender Menschen in den Sowjetrepubliken Belarus und Ukraine. Das Geschehen legte den Verfall des sowjetischen Systems schonungslos offen. Die Reaktorkatastrophe markierte aber auch einen tiefgreifenden Wendepunkt im Bewusstsein der west- und osteuropäischen Gesellschaften über die extremen Gefahren der Atomenergie für Menschen und Umwelt. In vielen Ländern bedeutete sie das Ende ambitionierter Atomkraftwerksprojekte und mobilisierte Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa. Das Jahr 1986 wurde so zu einer Zäsur in der gesellschaftlichen Wahrnehmung technologischen Fortschrittes – nicht zufällig erschien im selben Jahr auch Ulrich Becks Buch „Risikogesellschaft“, die ein breites Bewusstsein für die Risiken der wissenschaftlich-technischen Modernisierung schaffte. Zugleich spielte Tschernobyl eine wichtige Rolle für die politische Identität der Grünen, die aus dem breiten gesellschaftlichen Zuspruch für einen Atomausstieg einen langjährigen politischen Kampf entwickelten. 2026 - vier Jahrzehnte später - ist der Jahrestag von Tschernobyl aktueller denn je. Die Debatte über Risikotechnologien hat an Bedeutung noch gewonnen. In seinem Krieg gegen die Ukraine beschießt Russland nicht nur die Schutzhülle um den alten Unfallreaktor in Tschornobyl, wie der namengebende Ort hier korrekt aus dem Ukrainischen transkribiert werden soll, wenn von der Gegenwart die Rede ist. Russland besetzt Anlagen und beschädigt mutwillig kritische Infrastrukturen rund um Reaktoren – wie damals ein höchst fahrlässiges Spiel mit der nuklearen Sicherheit der Menschen in der Region und auch weit über die Ukraine hinaus. Die russische Atomwirtschaft bleibt ein erfolgreiches geopolitisches Machtinstrument Russlands. Hierzulande ist es seit dem endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft vor drei Jahren eher ruhig geworden. Was bleibt von Tschernobyl/ Tschornobyl? Wir laden ein zu einer Diskussion über grüne Geschichte und die Sicherheit in Europa.

40 Years After Chernobyl: History and its new reality - Keynote Olexi Pasyuk (5/6) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Déjà vus in Ukraine? Nuclear Safety in the Russian War of Aggression - Olexi Pasyuk, Director, Center for Environmental Initiatives "Ecoaction", Ukraine „Chernobyl“ stands for far more than a reactor accident. It began on April 26, 1986, with radiation and death, the creation of an exclusion zone, and the forced short-notice resettlement of hundreds of thousands of people in the Soviet republics of Belarus and Ukraine. The catastrophe ruthlessly exposed the decay of the Soviet system. Yet the disaster also marked a profound turning point in the awareness of both Western and Eastern European societies regarding the extreme dangers nuclear energy poses to human life and the environment. In many countries, it brought ambitious nuclear power plant projects to an end and mobilized civil movements in Central and Eastern Europe. The year 1986 thus became a watershed in society’s perception of technological progress. It was no coincidence that Ulrich Beck’s Risk Society appeared that same year, giving influential expression to growing concerns about the risks of scientific and technological modernization. At the same time, Chernobyl became a defining reference point in the political identity of the Green Party, which transformed broad public support for phasing out nuclear power into a sustained political struggle. In 2026 - four decades later - the anniversary of the Chernobyl disaster is more relevant than ever. The debate over high-risk technologies has regained urgency. In its war against Ukraine, Russian forces have not only shelled the protective ‚safe confinement‘ structure surrounding the damaged reactor at Chornobyl - the Ukrainian spelling that we are going to use here when referring to the present. Russia has also occupied nuclear facilities and deliberately targeted critical infrastructure around reactors, once again playing a dangerously reckless game with nuclear safety - one that affects not only the region but extends far beyond Ukraine’s borders. The Russian nuclear industry continues to function as an effective geopolitical instrument of power. In Germany, by contrast, the issue has largely receded from public debate since the country completed its final nuclear phase-out three years ago. What remains of Chernobyl/Chornobyl? We invite you to a discussion about green history and security in Europe.

40 Years After Chernobyl: History and its new reality - Keynote Tatiana Kasperski (4/6) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
The 'Peaceful Atom' as a Tool of War in Russia's Invasion of Ukraine - Tatiana Kasperski, Senior Researcher on Nuclear and Environmental History, Södertörn University, Sweden „Chernobyl“ stands for far more than a reactor accident. It began on April 26, 1986, with radiation and death, the creation of an exclusion zone, and the forced short-notice resettlement of hundreds of thousands of people in the Soviet republics of Belarus and Ukraine. The catastrophe ruthlessly exposed the decay of the Soviet system. Yet the disaster also marked a profound turning point in the awareness of both Western and Eastern European societies regarding the extreme dangers nuclear energy poses to human life and the environment. In many countries, it brought ambitious nuclear power plant projects to an end and mobilized civil movements in Central and Eastern Europe. The year 1986 thus became a watershed in society’s perception of technological progress. It was no coincidence that Ulrich Beck’s Risk Society appeared that same year, giving influential expression to growing concerns about the risks of scientific and technological modernization. At the same time, Chernobyl became a defining reference point in the political identity of the Green Party, which transformed broad public support for phasing out nuclear power into a sustained political struggle. In 2026 - four decades later - the anniversary of the Chernobyl disaster is more relevant than ever. The debate over high-risk technologies has regained urgency. In its war against Ukraine, Russian forces have not only shelled the protective ‚safe confinement‘ structure surrounding the damaged reactor at Chornobyl - the Ukrainian spelling that we are going to use here when referring to the present. Russia has also occupied nuclear facilities and deliberately targeted critical infrastructure around reactors, once again playing a dangerously reckless game with nuclear safety - one that affects not only the region but extends far beyond Ukraine’s borders. The Russian nuclear industry continues to function as an effective geopolitical instrument of power. In Germany, by contrast, the issue has largely receded from public debate since the country completed its final nuclear phase-out three years ago. What remains of Chernobyl/Chornobyl? We invite you to a discussion about green history and security in Europe.

40 Years After Chernobyl: History and its new reality - Welcome, Reading and Discussion (1/6) - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen
Beschreibung
Welcome: - Jan Philipp Albrecht, Co-President, Heinrich Böll Stiftung Reading and Discussion: “Reactors Don’t Explode. A Brief History of the Chernobyl Disaster” (Kyiv 2020, Berlin 2026) - Tine Hammer, Translator, Translit e.V. - Stanislav Dvornytskyi, Author (online) Moderation: Robert Sperfeld, Heinrich-Böll-Stiftung „Chernobyl“ stands for far more than a reactor accident. It began on April 26, 1986, with radiation and death, the creation of an exclusion zone, and the forced short-notice resettlement of hundreds of thousands of people in the Soviet republics of Belarus and Ukraine. The catastrophe ruthlessly exposed the decay of the Soviet system. Yet the disaster also marked a profound turning point in the awareness of both Western and Eastern European societies regarding the extreme dangers nuclear energy poses to human life and the environment. In many countries, it brought ambitious nuclear power plant projects to an end and mobilized civil movements in Central and Eastern Europe. The year 1986 thus became a watershed in society’s perception of technological progress. It was no coincidence that Ulrich Beck’s Risk Society appeared that same year, giving influential expression to growing concerns about the risks of scientific and technological modernization. At the same time, Chernobyl became a defining reference point in the political identity of the Green Party, which transformed broad public support for phasing out nuclear power into a sustained political struggle. In 2026 - four decades later - the anniversary of the Chernobyl disaster is more relevant than ever. The debate over high-risk technologies has regained urgency. In its war against Ukraine, Russian forces have not only shelled the protective ‚safe confinement‘ structure surrounding the damaged reactor at Chornobyl - the Ukrainian spelling that we are going to use here when referring to the present. Russia has also occupied nuclear facilities and deliberately targeted critical infrastructure around reactors, once again playing a dangerously reckless game with nuclear safety - one that affects not only the region but extends far beyond Ukraine’s borders. The Russian nuclear industry continues to function as an effective geopolitical instrument of power. In Germany, by contrast, the issue has largely receded from public debate since the country completed its final nuclear phase-out three years ago. What remains of Chernobyl/Chornobyl? We invite you to a discussion about green history and security in Europe.

Zum Warenkorb hinzugefügt: