Globale Energieordnung: Quo vadis Europa?
Wie kann die EU mit dem globalen Süden und China eine gerechte Energiewende gestalten, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen?
Zitat der Folge
„Die neue Energiekooperation muss sich in ihrer Struktur unterscheiden, nicht nur in ihrer Rhetorik. Sie muss auf Augenhöhe beruhen, nicht auf Unterordnung.“
Gabriel Boric, ehemaliger Präsident von Chile
Episodenbeschreibung
Zwischen fossiler Machtdemonstration der USA, Chinas Vorsprung bei sauberen Technologien und Europas Suche nach einer eigenen Strategie stellt sich eine zentrale Frage: Wie kann die EU gemeinsam mit Ländern des globalen Südens eine nachhaltige, sichere und gerechte Energiezukunft aufbauen? Im Mittelpunkt dieser Folge von böll.podcast stehen Debatten und Reden vom Berlin Forum on Global Cooperation der Heinrich-Böll-Stiftung, bei dem Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über neue Energiepartnerschaften, industrielle Wertschöpfung, geopolitische Abhängigkeiten und die Rolle Chinas in der globalen Energiewende diskutierten. Das Berlin Forum findet jährlich in Kooperation mit dem Seminar für Ländliche Entwicklung (SLE) der Humboldt Universität statt.
Die Folge fragt, wie Europa seine Lieferketten absichern kann, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen, warum Partnerschaften mit dem globalen Süden nur auf Augenhöhe funktionieren und weshalb eine pragmatische China-Strategie für die Klimapolitik unverzichtbar ist. Es geht um Rohstoffe, Wertschöpfung, Energie-Souveränität und die politische Herausforderung, Klimaschutz, Sicherheit und globale Gerechtigkeit zusammenzudenken.
Kapitel mit Zeitmarkierungen
• (00:00) – Einführung: Energiegeopolitik zwischen USA, China und Europa
• (02:30) – Das Berlin Forum: Electrotech-Revolution vs. fossile Energiedominanz
• (07:27) – Der Krieg im Iran und die Fragilität des fossilen Energiesystems
• (10:30) – Gute Nachrichten: Die globale Energiewende gewinnt an Fahrt
• (13:47) – Europas Dilemma: Abhängigkeit von China bei Schlüsseltechnologien
• (17:13) – Der globale Süden als strategischer Partner
• (22:59) – Partnerschaft auf Augenhöhe: Was der globale Süden wirklich fordert
• (28:56) – Europas Strategie gegenüber China: Konkurrenz, Kooperation
Unsere Gesprächspartner*innen
Jürgen Trittin • ehemaliger Bundesumweltminister, Deutschland
Gabriel Boric • ehemaliger Präsident von Chile
Jennifer Morgan • ehemalige Staatssekretärin und Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik, Deutschland
Olumide Abimbola • Executive Director, Africa Policy Research Institute (APRI)
Adriana Abdenur • Co-President, Global Fund for a New Economy; ehemalige Sonderberaterin für internationale Angelegenheiten der Präsidentschaft Brasiliens
Reporterin der Folge: Sarah Ribbert - Referentin für globale Kooperation und Transformation, Heinrich-Böll-Stiftung
Produktion: Kevin Caners
Host: Mandy Schielke
Hintergründe auf boell.de
• Studie mit Germanwatch: [🔗 https://www.boell.de/de/2026/05/15/complementary-cooperative-or-competitive-eus-and-chinas-engagement-global-net-zero]
• Berlin Forum on Global Cooperation: [🔗 https://www.boell.de/en/global-cooperation]
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Gebündelt und auf den Punkt gebracht: böll.podcast ist das neue Podcastformat der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier sprechen unsere Hosts Mandy und Jule jede Woche mit Gäst*innen über Politik, Gesellschaft und Umwelt. Es geht um Ideen, Konflikte und Fragen, die uns heute bewegen und unser Morgen prägen. Jede Folge eröffnet neue Blickwinkel und lädt dazu ein, gemeinsam weiterzudenken.
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