Armes Deutschland, reiches Deutschland (2014)

Armes Deutschland, reiches Deutschland

Geschichten über die Spaltung eines Landes

Die Wirtschaftskrise in Europa hat viele Staaten hart getroffen, unzählige junge Spanier, Portugiesen oder Franzosen sehen in ihren Ländern kaum noch eine Perspektive. Deutschland ist zum Hoffnungsträger für diese europäischen Auswanderer geworden, weil es bislang offenbar relativ unbeschadet durch die Krise manövriert ist. Um hier auf jemanden zu kommen, dessen Arbeitsplatz von der Krise betroffen ist, müssen die Meisten schon recht lange überlegen.

Aber ist die Lage in Deutschland wirklich so gut? Für das Seminar „Armes Deutschland, reiches Deutschland – Geschichten über die Spaltung eines Landes“  haben Stipendiat/innen des „Medienvielfalt, anders“-Programms der Heinrich-Böll-Stiftung dieser Frage nachgespürt.

Beiträge

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Oft heißt es, in keinem anderen EU-Land seien Vermögen und Einkommen so ungleich verteilt wie in Deutschland. Doch das geben die Zahlen nicht her. Eine Vorreiterrolle hat Deutschland in Bezug auf Gleichheit aber auch nicht. Woran liegt das? Und ist Gleichheit in einer Gesellschaft überhaupt erstrebenswert?

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Das Bündnis UmFairTeilen fordert, die Vermögenssteuer einzuführen. Zwei Jahre nach der Gründung ist nichts passiert. Ralf Krämer von Verdi erklärt im Interview, warum die Arbeit so schwierig ist und es mit der Großen Koalition keine realistische Chance auf die Steuer gibt. 

Armes Deutschland

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Franz Meurer ist wohl der beliebteste Pfarrer in Köln. In seinem Gemeindegebiet kämpft er gegen Armut. Mit einer Straßenbahnfahrt durch Köln will er auf die Spaltung zwischen Arm und Reich aufmerksam machen.

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Für vielen Menschen ist die einzige Möglichkeit, nicht betteln zu müssen, eine Straßenzeitung zu verkaufen. 36 solcher Zeitungen gibt es in Deutschland. Wie geht es ihnen in Zeiten des Zeitungssterbens?

Reiches Deutschland

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Vermögen sind in Deutschland immer noch sehr ungleich verteilt. Einen großen Teil des Vermögens machen Erbschaften aus. Eine Studentin und ein Millionär berichten.

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Durch den Erfolg des Ökonomen Thomas Piketty hat die Debatte um eine Vermögenssteuer auch in Deutschland Fahrt aufgenommen. Während der Deutsche-Bank-Chef mit der Steuer sympathisiert, hält der SPD-Vorsitzende sie für nicht umsetzbar. Hat die Vermögenssteuer in Deutschland eine Chance?

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Die Sexarbeiterinnen im Hamburger Bahnhofsviertel führen ein Leben auf der Straße, geprägt von Sucht und Ausgrenzung. Der Verein Ragazza hilft ihnen, den Alltag zu bewältigen. Porträt eines Milieus.

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Tauschen ist Trend: Die Share Economy boomt, inzwischen versuchen sich auch Großunternehmen wie BMW in dem Bereich. Was bedeutet das für die ursprüngliche Idee von einer nicht-profitorientierten Wirtschaftsform?

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Im Interview spricht der Zukunftsforscher Dr. Reinhold Popp über seine Prognosen für Arm und Reich in Deutschland. Die Entwicklung der Technologie wird besonders in Zukunft eine entscheidende Rolle für den Lebensstandard spielen. Doch möglichst vielen Menschen müssen daran teilhaben können.

Junge Migrant/innen in den Journalismus

Wir möchten junge Studierende mit einem Migrationshintergrund fördern, die den Berufswunsch Journalismus haben.

Wir möchten zu mehr Vielfalt in den Medien und zu einer differenzierten Berichterstattung beitragen.

Wir möchten durch die Förderung des internationalen Austauschs, des interkulturellen Dialogs und der Vernetzung einen Beitrag zur internationalen Verständigung leisten.

Kontakt

Studienprogramm „Medienvielfalt, anders"
Kerstin Simonis

T 030-285 34 - 404
Telefonische Sprechzeiten:
Mo, Di, Do und Fr

E simonis@boell.de

Jahresprogramm

Die Schwerpunkte der Veranstaltungen für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten sind politische Bildung, interdisziplinäre Auseinandersetzung, Vernetzung, gesellschaftspolitisches Engagement sowie berufliche Qualifizierung, Persönlichkeitsentwicklung und besondere Schlüsselqualifikationen.

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