Was ist los mit der Mittelschicht?

Zur Krise eines Sehnsuchtsortes

9. Februar 2011

Veranstaltung vom 07.02.2011

Spricht man heute über die Mittelschicht, spricht man immer häufiger über prekäre Arbeitsverhältnisse, über die Angst vor dem sozialen Abstieg, über unsichere Perspektiven für die Kinder. Zuletzt sorgte die Diagnose für Aufsehen, dass die Mittelschicht schrumpft. Ist die nivellierte Mittelstandsgesellschaft, lange Zeit das Selbstbild der Bundesrepublik schlechthin, endgültig passé?
 
Folgende Fragen wurden auf der Veranstaltung diskutiert:

  • Was ist dran an der Krise der Mittelschicht in Deutschland? Wie real sind die Befürchtungen vor dem sozialen Abrutschen? Wie sieht es in anderen europäischen Gesellschaften aus?
  • Welche Wirkung hat es, wenn die gesellschaftliche Mitte als Ziel gesellschaftlicher Aufstiegsaspirationen unattraktiv wird?
  • Wo laufen heute die Grenzen zwischen den gesellschaftlichen Schichten? Gibt es ein Abschotten der Mitte gegenüber einer sich verfestigenden Unterschicht? Welche Strategien werden dabei verfolgt?
  • Ist die Mittelschicht nicht in der Lage, ihre Interessen politisch durchzusetzen – obwohl sich die Politik doch stark auf die Vermeintliche Mitte ausrichtet?
  • Kann es so etwas wie die „Mittelschicht“ überhaupt noch geben, angesichts der kulturell immer vielfältiger werdenden Gesellschaft?

Mit:

  • Berthold Vogel - Universität Kassel, Autor „Wohlstandskonflikte. Soziale Fragen, die aus der Mitte kommen“
  • Ulrike Herrmann - taz, Autorin „Hurra, wir dürfen zahlen“
  • Moderation: Jürgen Kaube – FAZ


Fachkontakt:
Stephan Ertner
Referent Bildung & Wissenschaft
Heinrich-Böll-Stiftung
E-Mail: ertner@boell.de
Fon: 030/28534-410

Tipp:

Das Dossier zum Thema "Was ist der deutsche Traum? Bildung - Integration - Aufstieg"