Drogen, Dollar, Demokratie










Drogenhandel & Globalisierung in Mexiko und Brasilien


24. Oktober 2008



Heinrich-Böll-Stiftung, Karoline Hutter, Pressesprecherin
Schumanstraße 8, 10117 Berlin-Mitte, gegenüber dem Deutschen Theater;
Fon: 030-285 34 - 202 Fax: 030-285 34 - 494
Mobil: 0160-365 77 22
E-mail: hutter@boell.de

Datum/Ort:
28./29. Oktober 2008 (Di: Mexiko/Mi: Brasilien), jeweils ab 19.00 Uhr
Beletage der Heinrich Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin-Mitte
Eintritt frei

U.a. mit
José Rosaio Marroquín Farrera
, Centro ProDH, Mexiko-Stadt
Manuel Perez Rocha, Institute for Policy Studies, Washington
Ivan Briscoe, FRIDE/ehem. Herausgeber engl. Ausgabe El Pais, Madrid
Ignacio Cano, Laboratorio de Análise da Violencia, Rio de Janeiro

 

Der Drogenkrieg in Lateinamerika gerät außer Kontrolle: Schon heute verzeichnet die Region die weltweit höchste Mordrate. Die Jahreseinnahmen der Drogenkartelle sind mit rund 235 Milliarden Euro größer als das Bruttoinlandsprodukt in den meisten lateinamerikanischen Staaten.

Einer der größten Drogenumschlagplätze ist Mexiko. Allein 2008 kamen fast 4.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Drogenkrieg ums Leben. Der mexikanische Präsident Felipe Calderon kämpft mit einer Politik der „harten Hand“ gegen die Drogenkartelle, die den Staat unterwandern - und wird von den USA darin finanziell und logistisch unterstützt.

Auch Brasilien hat sich zu einer der wichtigsten Drehscheiben des internationalen Drogenhandels entwickelt. Das Amazonasgebiet dient den Drogenhändlern als Transitraumfür den Transport in Richtung Europa. Die im Südosten gelegenen Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo werden als Absatzmarkt genutzt. Zunehmend sind auch pramilitärische Gruppen in den Drogenhandel involviert.

Weitere Infos zu den beiden Veranstaltungen unter:
https://www.boell.de/calendar/VA-viewevt-de.aspx?evtid=5658

 

Für Interviews stehen u. a. folgende internationalen Gäste zur Verfügung:

Jose Rosaio Marroquin Farrera, Centro ProDH, Mexiko-Stadt, ist Menschenrechtsexperte und dokumentiert die Menschenrechtsverletzungen, die auf das Konto des mexikanischen Militärs gehen; landesweit sind rund 36 000 Soldaten im Einsatz, um die Drogenkartelle zu bekämpfen

Manuel Perez Rocha, Institute for Policy Studies, Washington, gilt als Experte für die US-Beziehungen
zu Mexiko und bewertet das milliardenschweren Paket zur Drogenbekämpfung, das die USA und Mexiko
aktuell verhandeln

Ignacio Cano, Laboratorio de Análise da Violencia, Rio de Janeiro, ist Autor einer aktuellen Studie über Drogenhandel und Milizen in Rio de Janeiro; er arbeitet zu den Themen Gewalt, Öffentliche Sicherheit
und Menschenrechte in Brasilien

Fachkontakt: Annette von Schönfeld, Fon 030-28534-325, E-mail vonschoenfeld@boell.de