Reproduktive Gerechtigkeit

Reproduktive Gerechtigkeit ist eine Zusammenführung von reproduktiven Rechten und sozialer Gerechtigkeit. Ein intersektionales aktivistisches Konzept, was in den 1990er Jahren von Schwarzen Frauen in den USA begründet wurde. Reproduktive Gerechtigkeit umfasst demnach nicht nur Schwangerschaftsabbrüche, sondern auch Bevölkerungspolitik, Verhütungspolitik, Familien- und Rollenbilder, Reproduktionstechnologien, Geburt und vieles mehr.

Reproduktive Rechte reichen oft nicht aus. Um eine reproduktive Gerechtigkeit zu erreichen, braucht es mehr als Selbstbestimmungsrechte auf dem Papier. Das möchten wir mit diesem Schwerpunkt sichtbar machen.

Factsheets: Reproduktive Rechte weltweit

Podcasts

Women fight for reproductive rights

Women and girls just want to have fundamental human rights! That’s what we hear in this podcast. Yet many states restrict their reproductive rights and regulate abortion alongside murder in their criminal codes.This podcast takes us to Ireland to find out how they managed to liberalise a very strict 8th amendment. We learn about 11-year old Lucia, an Argentine denied her right to abortion, and about how Malawi is dragging its abortion laws out of the 1800s. Final stop is China where despite continued forced abortions and strict family policies women are discovering their human rights.

Mein Bauch gehört mir – aber wie viel ist er wert?

Leihmutterschaft ist ein globales Geschäft geworden.Für viele Paare ist es die einzige Hoffnung auf ein Kind, für viele Frauen die einzige Chance Geld zu verdienen.Es wird kompliziert, wenn es um Leihmutterschaft geht: Was ist mit dem gerechtfertigten Wunsch vieler Paare auf ein Kind? Welchen emotionalen und körperlichen Belastungen sind die Leihmütter ausgesetzt? Welchen emotionalen und finanziellen die Wunscheltern? Wie sieht die rechtliche Situation aus: Wer ist die legale Mutter des Kindes? Welche Staatsbürgerschaft hat es dann? Vanessa Loewel macht sich auf die Suche nach Antworten.

Kampf für sichere und legale Abtreibungen

In zwölf Wochen straffrei bleiben, bleibt das Stigma einer Straftat. Es ist eine Gesetzgebung, die Patient*innen und Ärzt*innen kriminalisiert - mit negativen Folgen für die medizinische Versorgung.Noch wesentlich dramatischer ist die Situation natürlich in Ländern, in denen Abtreibungen fast ausnahmslos verboten sind. In diesem Jahr haben uns vor allem die Nachrichten aus Irland, Argentinien und Polen bewegt: Vanessa Loewel hat mit Aktivistinnen aus diesen drei Ländern gesprochen, sowie mit den Expertinnen Stephanie Schlitt und Peggy Piesche des Gunda-Werner-Instituts.

Reproduktive Gerechtigkeit Weltweit