Symposium zum Weltfrauentag, 8. März 2026
Man Enough to Care
Gemeinsam sind wir stärker
Aktuelle Entwicklungen zeigen, wie tief patriarchale Strukturen in die Gesellschaft wirken. Wenn sie bröckeln, entsteht Raum: für Fürsorge, für ein anderes Miteinander und für „Care“ als Haltung.
Wir laden ein, Gleichstellung als gemeinsame Aufgabe und als Gewinn für alle Geschlechter zu diskutieren. Freut euch auf einen Praxistag mit Keynotes, Panels, Workshops und Musik. Expert*innen aus Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur laden zum Zuhören, Mitdenken und Diskutieren ein und zeigen, wie festgefahrene Männlichkeitsnormen unser Zusammenleben auf allen Ebenen prägen – und wie viel Veränderung möglich ist, wenn Feminismus nicht als Verlustgeschäft für „Männer“ gesehen wird, sondern als echter Gewinn.
Feminismus braucht Männer – und Männer brauchen Feminismus.
Kontakt
E-Mail: jana.heyde@boell.de
Programm
13:15 - Impuls I "Sorgearbeit ist politisch!" Jutta Allmendinger
14:00 - Impuls II "Warum Feminismus gut für Männer ist" Jens van Tricht
14:30 - Diskussion "Man Enough to Care oder Warum Strukturwandel nur gemeinsam geht"
15:30 - Pause
16:00 - Parallele Workshops
17:30 - Networking und Imbiss
18:45 - Konzert Robert Stadlober
Das Programm zum Download (PDF)Care is Political - Care-Arbeit ist mehr als Sorgearbeit: sie ist zentral für eine gerechte Gesellschaft. In ihrer Keynote zeigt Jutta Allmendinger, warum Care-Arbeit immer auch politisch ist, wie sie ungleich verteilt wird und welche Verantwortung alle tragen, um Strukturen von Ungleichheit zu verändern. Wie kann Care neu gedacht und gesellschaftlich aufgewertet werden?.
Exportschlager: Patriarchat!? – Koloniale Gewalt, Rassifizierung und Geschlechterpolitik
Dieser Workshop beleuchtet die enge Verflechtung von kolonialer Gewalt, Rassifizierung und Geschlechterpolitik. Der Workshop zeigt, wie koloniale Herrschaft weiße, patriarchale Männlichkeit als globale Norm etablierte, kolonialisierte Männer rassifizierte und diese Bilder bis heute Politik, Medien und Migrationsdebatten prägen. Zugleich wird deutlich, warum echte Gleichstellung ohne Dekolonisierung nicht möglich ist.
Die Krieger des Patriarchats – Rechtsextremismus, Männlichkeitswahn und Antifeminismus
Autor und Journalist Tobias Ginsburg, der seit Jahren undercover unter Fanatikern recherchiert, nimmt in diesem Workshop die enge Verbindung von Rechtsextremismus, Männlichkeitswahn und Antifeminismus in den Blick. Welche Feindbilder werden konstruiert, welche politischen Zwecke verfolgt und welche Versprechen gegeben? Wie funktionieren die faschistischen Männlichkeitsideale – und warum entfalten sie gerade heute wieder, auch im Mainstream, so große Anziehungskraft.
Puppen haben keine Väter - warum wir mit der Gleichstellung im Kinderzimmer beginnen müssen
Der Workshop beleuchtet, wie stereotype Rollenbilder in Familie, Kita, Schule und Medien reproduziert werden und welche Auswirkungen sie auf Kinder haben. Gemeinsam reflektieren wir eigene Prägungen, diskutieren Männlichkeitsnormen und erarbeiten praxisnahe Strategien für eine gendersensible Bildungsarbeit. Ziel ist es, Handlungsspielräume aufzuzeigen und Kinder jenseits einengender Rollenbilder zu begleiten. Im Workshop werden u. a. Mental-Load-Tests vorgestellt und konkrete Impulse für die pädagogische Praxis gegeben.
Feminismus für den Mann von Heute
Wokeshop über Männerbünde, Männerfantasien und Kritische Männlichkeit
Wie können wir kritisch über Männlichkeit sprechen? Welche Privilegien genießen Männer nur deshalb, weil sie männlich sind? Wieso ist strukturelle Ungleichheit in Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien für Männer oft gar kein Thema? Und sollten wir statt Frauenquoten nicht besser Männerlimits festlegen, damit sich Männer endlich angesprochen fühlen?
Der Wokeshop mit dem Männlichkeitsforscher Christoph May - Detox Masculinity Institute – richtet sich an alle Menschen und möchte vor allem Männer und männlich sozialisierte Personen ansprechen.
Männerwahlrecht: Jetzt! – Welche Möglichkeiten haben Männer ihre Rollen neu zu wählen
Welche Möglichkeiten haben Männer heute bereits, ihre Rolle neu zu wählen – und warum nutzen sie sie so selten? Eine spielerische und zugleich tiefgehende Session über Handlungsspielräume. Eine Analyse internalisierter patriarchaler Muster wie Leistungsdruck, emotionale Vermeidung und Abwertung von Carearbeit. Mit Tools, um im Alltag anders zu handeln. Ein Einstiegsworkshop über Statusangst, Privilegien und den Mythos der „Entmachtung“. Er zeigt, wie Männer unter patriarchalen Erwartungen leiden und was sie durch Gleichstellung real gewinnen: Nähe, Entlastung, Sinn und Verbundenheit.
17:30 Networking und Imbiss
20:00 Uhr Ausklang und Ende