Feminismus & Gender

Feminismus & Gender

Die Heinrich-Böll-Stiftung engagiert sich für gerechte Verhältnisse zwischen allen Geschlechtern. Sie mischt sich in Debatten ein, klärt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Analyse und Praxis, baut Netzwerke aus und erschließt neue. Dafür haben wir weltweit Programme aufgelegt und das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie gegründet. Neben aktuellen Artikeln und Veranstaltungen finden Sie hier Einstiege in unsere Themen.

Aktuelles

Veranstaltungen zu Feminismus & Gender

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Bewegungsgeschichtliche Erfahrungen von BPOC-Frauen
Berlin
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des international ausgezeichneten Fotografen Robin Hammond
Berlin
Es gibt weitere Folgetermine
Feministische Netzpolitik in der Praxis Workshops, Lectures und ein Abendpanel
Berlin
LGBTIQ* Struggles and Reproductive Rights in Africa and the Global North
Berlin

Feminismus - Definition

Feminismus ist vielfältig und variiert je nach Epoche und Gesellschaft. Die Grundannahme ist, dass alle Geschlechter nicht gleich, aber gleichwertig sind und deshalb gleiche Rechte haben sollen. Feminismus analysiert aus verschiedenen Perspektiven die Gründe, warum Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist und benennt Dominanz- und Machtverhältnisse, die das verhindern. Er setzt sich dafür ein, dass jede*r das eigene Leben auf vielfältige Art und Weise selbstbestimmt und gewaltfrei gestalten kann.

Unser Vorstand Barbara Unmüßig beschreibt ihre feministische Perspektive auf die Welt und die nächsten Projekte.

Dr. Mithu Sanyal über kultur(historische) Aspekte von Vergewaltigung, Männlichkeitsbilder und Strategien gegen sexualisierte Gewalt.

Reproduktive Rechte

Reproduktive Rechte beschreiben alle Aspekte reproduktiver Gesundheit und das sexuelle Selbstbestimmungsrecht. Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Reproduktionstechnologien – all diese und noch weitere Themen sammeln sich unter dem Überbegriff „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ (abgekürzt mit SRGR). Was zunächst etwas sperrig daherkommt, machen jedoch die diesen Themen zugrundeliegenden Menschenrechte deutlich, die nicht für alle Menschen gleichermaßen möglich und zugänglich sind.

Reproduktive Rechte werden oft verstanden als Recht auf Abtreibung und Verhütung. Schwarze Feminist*innen entwickelten einen breiteren intersektionalen Ansatz der Reproduktiven Gerechtigkeit. Welche Erfahrungen stecken dahinter? Hengameh Yaghoobifarah im Gespräch mit Emilia Roig.

Sexuelle und reproduktive Rechte

Frauenkörper sind immer wieder zentrales Ziel konservativer und fundamentalistischer Ideologie und Praxis. Der Essay bietet Hintergrundinformationen und analytische Zugänge aus einer internationalen Perspektive. Er will zu kritischen und kontroversen Debatten anregen und wirft notwendige Fragen auf.

Feministische Netzpolitik

Die Digitalisierung strukturiert unsere Gesellschaft neu. Doch häufig werden gegebene Herrschafts- und Machtstrukturen durch die neuen Technologien gestärkt oder gar verschärft. Aufgabe feministischer Netzpolitik ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung konstruktiv zu nutzen und gleichzeitig einen progressiven Ordnungsrahmen zu schaffen, der sexistische, rassistische und klassenbezogene Diskriminierung abbaut. Es geht darum, Freiräume zu weiterzuentwickeln.

Umfrage: Haters gonna hate – aber wer hasst eigentlich wen?

Über Hasskommentare wird viel diskutiert, doch wer, wie, warum überhaupt von digitaler Gewalt betroffen ist bleibt vage. Es fehlen Daten. Deshalb haben wir, in Kooperation mit dem Online-Meinungsforschungsinstitut Civey, eine Umfrage zum Thema digitale Gewalt durchgeführt.

Kollektive Rechtsmobilisierung gegen digitale Gewalt

Das deutsche Rechtssystem basiert grundsätzlich auf individuellem Rechtsschutz. Doch gerade wenn es um strukturelle Rechtsverletzungen geht, wie es zum Beispiel bei digitaler Gewalt meist der Fall ist, wäre eine kollektive Rechtsmobilisierung hilfreich. Das Paper zeigt derzeitige Möglichkeiten auf und macht Bedarfe sichtbar.

Antifeminismus

Anti-Feminismus umfasst verschiedene gesellschaftliche Strömungen, die sich gegen Feminismus, Frauenbewegungen, universale Geschlechtergleichheit oder das Konzept "Gender“ richten. Geschlechterforschung wird als unwissenschaftlich bekämpft. Anti-Feminist*innen fordern die Abschaffung der Gleichstellungspolitik und mobilisieren gegen sexuelle Vielfalt und Selbstbestimmung. Sie äußern sich dabei oft beleidigend, verunglimpfend oder verdrehen Tatsachen.

Was ist eigentlich Antifeminismus? Tarik Tesfu hat ein paar Antworten parat.

Demokratie braucht Feminismus

Dossier
Warum feministische Errungenschaften gegen Angriffe verteidigt werden müssen. Ein Online-Schwerpunkt des Gunda-Werner-Instituts.

Geschlechtergerechtigkeit

Gleichberechtigte soziale und politische Teilhabe ist für uns ein zentraler Anspruch. Dazu zählen neben einer geschlechtergerechten sozialen Grundsicherung insbesondere eine gerechte Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen, Bildung und Arbeit, inklusive öffentliche Institutionen und Infrastrukturen sowie die geschlechtergerechte Aufteilung und Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Betreuung, Sorge- und Pflegetätigkeiten.

Alleinerziehende besser unterstützen

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Empirische Untersuchungen zeigen deutlich, dass ausfallender, unregelmäßiger oder nicht in voller Höhe gezahlter Kindesunterhalt ein großes Problem für viele Alleinerziehendenhaushalte darstellt. Eine Reform würde die finanzielle Situation vieler Alleinerziehendenfamilien verbessern.

Geschlechterdemokratie

Wir streiten für gleiche Repräsentation und politische Teilhabe aller Geschlechter in Politik, öffentlichen Institutionen und Wirtschaft. Gleichzeitig geht es um das Empowerment von Frauen, sich in die Gestaltung der öffentlichen Belange einzumischen und Strukturen, die das verhindern, zu verändern. Geschlechterdemokratie und Geschlechtergerechtigkeit bedingen sich gegenseitig, da demokratische Einmischung soziale und politische Voraussetzungen hat und sich mit Machtverhältnissen befassen muss. Wir setzen uns für die Überwindung von Dominanz, Fremdbestimmung und Gewalt zwischen den Geschlechtern ein.

LGBTI

Menschen sollen sich frei für ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entscheiden können. Die Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter*-Menschen (LGBTI) gehört daher zum Selbstverständnis der Heinrich-Böll-Stiftung. In unserer nationalen und internationalen Arbeit fordern wir den Schutz der Menschenrechte von LGBTI-Personen und setzen uns aktiv gegen Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ein.

Weitere Artikel zu Feminismus & Gender

Mexiko: Attacken im Internet

Interview

Netzfeminismus ist ein Thema, das momentan weltweit für Aufruhr sorgt – auch in Mexiko. Ein Interview mit der Aktivistin Eve Alcalá von der feministischen Onlineplattform Luchadoras über Strategien der digitalen Ermächtigung.

Von Elena von Ohlen

Anne-Klein-Frauenpreis 2018: Laudatio von Tom Koenigs

Rede

„Das Wort kann eine Waffe sein, aber auch eine heilende, versöhnende Kraft.“ In seiner Laudatio würdigt Tom Koenigs den Einsatz für den Frieden der Preisträgerinnen Jineth Bedoya und Mayerlis Angarita.

Von Tom Koenigs

Weitere Publikationen zu Feminismus & Gender

Perspectives Asien: Politik des Essens

In Zeiten globalisierter Nahrungsmittelmärkte geraten traditionelle Arten der Nahrungsmittelproduktion zunehmend unter Druck. Die Auswirkungen auf Ernährung und Leben der Menschen sowie mögliche Auswege aus den daraus entstehenden Konflikten behandelt unsere fünfte englische Ausgabe von „Perspectives Asia“.

"Gender raus!" 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik

Angriffe gegen Feminismus, sexuelle Selbstbestimmung und Geschlechterforschung haben stark zugenommen. Die gemeinsam vom Gunda-Werner-Institut und der Rosa-Luxemburg-Stiftung herausgegebene Broschüre „Gender raus!“ Zwölf Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender-Kritik“ bietet verständliche Argumente und Anregungen, wie antifeministische Behauptungen und Parolen entlarvt und richtiggestellt werden können.

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