Konferenzdossier: Vom Umgang mit autoritären Systemen

Vom Umgang mit autoritären Systemen - 16. Außenpolitische Jahrestagung

Die 16. Außenpolitische Jahrestagung findet am 18. und 19. Juni 2015 statt: Die Strahlkraft demokratischer Ordnung lässt weltweit nach. Wie also könnte heute eine demokratische Außenpolitik jenseits von bewaffnetem ‚regime change‘ und blanker Interessenpolitik aussehen? Mit welchen Strategien zwischen Konflikt und Kooperation kann demokratische Außenpolitik autoritären Regimen begegnen? Braucht es eine stärkere Allianz der Demokratien oder sollten wir gegenüber illiberalen Systemen auf „Wandel durch Annäherung“ setzen? Welche Aufgaben müssen liberale Demokratien dabei zu Hause erledigen?

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Reader: Vom Umgang mit autoritären Systemen

Texte und Beiträge zu aktuellen Herausforderungen für demokratische Außenpolitik - mit Beiträgen von: Johannes Gerschewski, Ulrike Guérot, Walter Russell Mead, John Keane, Joscha Schmierer, Ralf Fücks, Christopher Walker, Angela Köckritz, Josef Braml, Franziska Brantner

Beiträge

Debattenbeiträge

Was ist heute Demokratie?

Politik ist zu einer Sache der Form verkommen: Doch mehr Partizipation schafft den Front National nicht aus der Welt, mehr Transparenz entmachtet Orbán nicht. Eigentlich geht es um Macht, Werte und die Suche nach Alternativen. Ein Streifzug durch den europäischen Demokratie-Diskurs.

Von Ulrike Guérot

Die USA am Rande der Ukraine-Krise

Die Krise in der Ukraine interessiert Washington nur peripher. Sie ist Europas Problem – aber auch Chance für eine zukunftsorientierte Energiepolitik.

Von Josef Braml

Zum Umgang mit autokratischen Staaten

Die autokratische Herrschaft basiert auf drei Säulen, die die staatliche Ordnung stabilisieren. Der herausgehobenen Bedeutung von weicher Repression muss sich die deutsche und europäische Außenpolitik bewusst sein, wenn sie sich dem Ziel der weltweiten Stärkung von Demokratie verschreibt.

Von Johannes Gerschewski

Europas Rolle in der Welt

Die bisherigen außen- und sicherheitspolitischen Ansätze der westlichen Gemeinschaft haben wenig überzeugende Antworten auf jüngste Herausforderungen gebracht. Dies gilt in unterschiedlichem Maße sowohl für die Dimension der Finanz- und Schuldenkrisen als auch für die Zukunft der transatlantischen Allianz und die Umwälzungen in der arabischen Welt.

Darüber hinaus fordert die außenpolitische Neuorientierung der USA hin zum asiatisch-pazifischen Raum die Außenpolitik Europas dazu auf, mehr internationale Verantwortung zu übernehmen. Wir sollten verhindern, dass Europa wegen eines unzureichenden Gestaltungswillens in der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik zum Nachzügler der Neuen Weltordnung wird.

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