Ein Sommermärchen? Rückblicke auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland

Ein Mädchen hält beim Public Viewing in Köln die deutsche Flagge empor
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Ein Mädchen hält beim Public Viewing in Köln die deutsche Flagge empor

WM 2006: Einen ganzen Monat scheint die Sonne über dem Land. Die Deutschen, seit Jahrzehnten für ihre Zurückhaltung bei der Verwendung nationaler Symbole wie der Nationalfahne bekannt, trugen nun ihre Nationalfahne offen zur Schau: an gefühlten Millionen von Autos und Fahrrädern flatterten Deutschland-Wimpel, junge Frauen und Männer malten sich die Deutschlandfahne auf die Wangen und feierten in den Straßen.

Das offizielle FIFA-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" schien Wirklichkeit. Und die deutsche Bundesregierung attestierte der WM 2006, neben einem unbestrittenen internationalen Imagegewinn, auch makroökonomische Erfolge.

Ist das die Wahrheit, wie wir sie in den Erzählungen über "Deutschlands Sommermärchen" finden? Nicht ganz.

Christian Russau gibt in seinem Text einen Überblick über Sinn, Unsinn, Kosten und Nutzen der Fußball-WM 2006 in Deutschland. Hierbei beleuchtet der Autor auch die damalige Gesetzeslage, Gesetzesänderungen sowie das nationale WM-Sicherheitskonzepts im Rahmen des FIFA-Diktats. Sein Artikel ist Teil des Buchs "Copa para quem e para quê?" (Weltmeisterschaft für wen und für was?) der Heinrich-Böll-Stiftung Brasilien – einer Vergleichsstudie über die Fußballweltmeisterschaften in Deutschland, Südafrika und Brasilien. Die Studie ist im April 2014 auf Portugiesisch erschienen und wird in Kürze auch in Englisch zur Verfügung stehen. Weitere Informationen unter: info@br.boell.org.

Christian Russaus Arbeit "Ein Sommermärchen? … Rückblicke auf die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland" gibt es hier zum Download.