Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf

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Workshop 3: "Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf"

Kurzbericht zu Workshop 3

  1. Der frühkindlichen Bildung muss endlich die Aufmerksamkeit zuteilwerden, die ihr in Bezug auf ihre Bedeutung für Bildungsgerechtigkeit im Lebenslauf zukommt. Für die Politik bedeutet dies neben dem erfolgten und weiterzuführenden quantitativen Ausbau im Kita-Bereich nun auch eine Qualitätsoffensive für gute Kitas zu starten. Wertschätzung und Anerkennung für die in der frühkindlichen Bildung geleistete Arbeit, die für die Gesellschaft von höchster Relevanz ist, sollten auch über eine bessere Bezahlung und eine gute Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern gesteigert werden.
  2. Über stärkere individuelle Förderung auf allen Stufen der Bildungskette kann die Zahl der Bildungsverlierer verringert werden. Auch angesichts des demografischen Wandels muss verhindert werden, dass Bildungsungerechtigkeit, Chancen- und Perspektivlosigkeit weiterhin von Generation zu Generation vererbt werden.
  3. Die Politik muss die Unterfinanzierung von Bildung, Wissenschaft und Forschung durch eine neue Prioritätensetzung beenden: Die bildungspolitischen Sonntagsreden müssen in die Tat umgesetzt werden. Es fehlt nicht an Daten, Analysen oder Erkenntnissen, sondern an konsequentem politischem Handeln, das Investitionen in eine gute Zukunft stärker gewichtet.
  4. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, unsere Bildungsinstitutionen wieder in die Lage zu versetzen, ihre Aufgaben und Pflichten wahrnehmen zu können, statt sie zu überfordern und mit Klagen und Ansprüchen zu überhäufen. Dazu gehört auch, ihnen wieder das Gefühl zu verleihen, dass sie etwas verändern können, dass sie eine Rolle spielen, dass wir sie schätzen, weil wir sie brauchen.