30. Friedensfilmpreis an The Look of Silence

30. Friedensfilmpreis an The Look of Silence

Urheber/in: The Look of Silence. All rights reserved.

Der 30. Friedensfilmpreis geht an The Look of Silence von Joshua Oppenheimer. In der Begründung der Jury heißt es:

"Mehr als eine Million Menschen wurden in Indonesien nach dem Militärputsch von 1965 grausam und willkürlich umgebracht. Verbrechen, die nie aufgearbeitet noch geahndet wurden. Über die Täter drehte Joshua Oppenheimer bereits den preisgekrönten Dokumentarfilm "The Act of Killing". In seinem neuen Film "The Look of Silence " wechselt er die Perspektive. Adi, der Bruder eines der Ermordeten, sucht den Kontakt mit den Tätern und befragt sie zu ihren Taten. Oppenheimer gelingt es auf ergreifende Weise, ein gesellschaftliches Tabu aufzubrechen. Entstanden ist ein Film über die Abgründe menschlicher Grausamkeit und über die hoffentlich ebenso große Fähigkeit zur Versöhnung. Die tödliche Stille lässt sich durch Nachfragen überwinden. Das öffnet Opfern und Tätern die Chance zum Weiterleben in einer versöhnten Welt. Das ist eine einfache, aber so sehr wichtige Botschaft des Films." 

Filmdaten 
The Look of Silence
Dänemark / Norwegen / Finnland / Indonesien / Großbritannien 2014, 99 Min
Regie: Joshua Oppenheimer
gezeigt im Berlinale Special

Die Jury
Andreas Altenhof, Helgard Gammert, Claudia Gehre,  Anna Sofie Hartmann, Michael Kotschi, Lena Müller, Katrin Schlösser, Ruth Marianne Wündrich-Brosien, Martin Zint

Der Preis
Der Friedensfilmpreis ist mit 5.000 Euro und einer Plastik des Künstlers Otmar Alt dotiert. Er wird gestiftet von der Initiative Friedensfilmpreis:  Heinrich-Böll-Stiftung, Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW), der Friedensinitiative Zehlendorf  sowie dem Weltfriedensdienst e.V.

Mehr Informationen: www.boell.de/friedensfilmpreis

Neben dem Friedensfilmpreis 2015 hat die Jury eine lobende Erwähnung für "Flotel Europa" ausgesprochen. Der Dokumentarfilm von Vladimir Tomic zeigt Flüchtlinge nicht als Objekte unserer Ängste oder Mildtätigkeit, sondern als selbstbewusste Subjekte ihres Handelns.

Der Regisseur im Gespräch

Die Laudatio von Katrin Schlösser lesen Sie hier.

Preisverleihung und Vorführung des Preisträgerfilms: 
Sonntag, den 15. Februar 2015, 17 Uhr im Babylon, Berlin-Mitte
Laudatio: Katrin Schlösser, Filmemacherin, Professorin an der Kunsthochschule für Medien in Köln, Mitglied der Friedensfilmpreisjury
Gedanken zu 30 Jahren Friedensfilmpreis: Ulrich Gregor, Filmhistoriker, Gründer des Berlinale Forums

Achtung, Pressekarten für die Verleihung nur über den Pressekontakt des Friedensfilmpreises: 

Martin Zint, zint@wfd.de
Berlinale Akkreditierungen gelten nicht!

 

Presse Heinrich-Böll-Stiftung:
Vera Lorenz, E-Mail lorenz@boell.de
 

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