Fellowships für Journalist*innen 2020 „Lebenswirklichkeiten von LGBTIQ in Europa“

Fellowship

Die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans*-, Inter*- und queeren Menschen (LGBTIQ) sind weltweit umkämpft. Noch immer sind LGBTIQ in vielen Ländern Gewalt, Anfeindungen und Ressentiments ausgesetzt und noch immer steht Homosexualität in über 70 Ländern unter Strafe. Die Heinrich-Böll-Stiftung verleiht deshalb in diesem Jahr drei Journalismus-Fellowships für Journalist*innen und Blogger*innen, um die politischen, sozialen und rechtlichen Lebensbedingungen von LGBTIQ zu analysieren und ihre Geschichten zu erzählen, die oft kein Gehör finden.

Person, die am Laptop schreibt

Doch wie steht es um ihre Rechte und ihre Lebenswirklichkeiten in Europa? Während in einigen EU-Ländern in den letzten Jahren viel passiert ist, beispielsweise die Eintragung des dritten Geschlechts in den Niederlanden, Malta und Deutschland, und die Gleichstellung der Ehe von Homosexuellen in 15 europäischen Ländern, erleben wir in vielen EU-Ländern auch einen „Backlash“. Gerade in einer Zeit sich erstarkender rechtskonservativer und rechtspopulistischer Kräfte, bleiben LGBTIQ weiter Zielscheibe von Diskriminierung.

Das Leben von LGBTIQ-Menschen in Europa ist vielschichtig und divers. Wir wollen LGBTIQ in Europa eine Stimme geben und ihre Lebenswirklichkeiten kennenlernen.

Die Heinrich-Böll-Stiftung verleiht deshalb in diesem Jahr drei Journalismus-Fellowships für Journalist*innen und Blogger*innen, um die politischen, sozialen und rechtlichen Lebensbedingungen von LGBTIQ zu analysieren und ihre Geschichten zu erzählen, die oft kein Gehör finden.

Unsere Fellowships

Das Fellowship richtet sich an Journalist*innen oder Blogger*innen, die in deutschsprachigen Medien in drei Beiträgen (Print, Online oder Audio) über die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von LGBTIQ innerhalb Europas berichten möchten. Dabei entscheiden die Autor*innen selbst über das Thema und den Rechercheort (bzw. Land). Die sich daraus ergebende Reportage soll anschließend in deutschsprachigen Medien publiziert werden und wird ebenfalls auf der Homepage der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht.

Das Fellowship umfasst:

  • Recherche- und Reisehonorar in Höhe von 2000 Euro.
  • Unterstützung bei der Organisation von Interviews (die Reise soll bis 30. August 2020 abgeschlossen sein*)
  • Das Reisehonorar wird zur Hälfte vor Antritt der Reise gezahlt, das restliche Honorar nach Veröffentlichung der drei Artike

*Aufgrund der Corona-Pandemie muss die Reisezeit verschoben werden, voraussichtlich bis spätestens 31.12.2020. Dies wird individuell mit den Fellows abgestimmt. 

Bewerben können sich Journalist*innen bzw. Blogger*innen, die freiberuflich tätig sind, sich für das Thema interessieren und darüber berichten möchten. Die Artikel oder Hörbeiträge sollen in einschlägigen deutschsprachigen Medien platziert werden. Wir freuen uns über Bewerber*innen, die bereits Expertise mitbringen oder zuvor zum Thema gearbeitet haben und auf Bewerbungen von Menschen mit Migrationsgeschichte und aus der LGBTIQ-Community.

Eine aussagekräftige Bewerbung enthält folgende Unterlagen:

  • Lebenslauf (1 Seite)
  • Formelles Anschreiben (1 Seite, Motivation, Qualifikation, Erfahrung)
  • Ausführlicher Recherchevorschlag für alle drei Artikel/ Hörbeiträge (insgesamt 1-2 Seiten), der auf folgende Kriterien eingeht:
    • Vorschlag zur geplanten Storyline, Vorschlag zu Interviewpartner*innen, Planung zur Veröffentlichung
    • Reisedaten (Ort und Zeitraum, Minimum von 5 Reisetagen)
  • zwei aktuelle Arbeitsproben

Deadline verlängert!
Fragen und Bewerbungen bitte bis 30. April 2020 an Claudia Rothe, Referat EU/ Nordamerika Heinrich-Böll-Stiftung.