Cover: Theater und Netz / Illustration - 3 Holzfäller/innen haben Baum gefällt. Der Baum ist symbolisch ein Mittelfinger, die Wurzel am Handballen unter der Erde
Band 15

Theater und Macht

Beobachtungen am Übergang

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«Machtmissbrauch» scheint derzeit das Dauerthema, wenn es um Theater geht. Skandale allerorten? Nicht nur.
Kreativer Wandel ist vielerorts bereits im Gange, und im Gefüge des Betriebs verschiebt sich etwas. Was genau passiert und was sich verändert – dem will diese Publikation nachgehen.

Die Beiträge zeigen einige der Machträume, in denen sich das Theater bewegt, und benennen Beispiele für korrekte Führung, einbeziehende Leitung und empathisches Zusammenarbeiten. Abgerundet wird der Band von Fragebögen, auf die zehn Intendant*innen und Leitungsteams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Antworten geben. Sie erlauben einen Einblick in die Arbeitsweisen und Strukturen unterschiedlich aufgestellter Theater – und in die alltägliche Herausforderung, die ihre Leitung darstellt.

Ein Sammelband unter redaktioneller Leitung von Sophie Diesselhorst, Christiane Hütter, Elena Philipp und Christian Römer

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und nachtkritik.de in Zusammenarbeit mit weltuebergang.net


Inhaltsverzeichnis

Vorwort 7

I BEOBACHTUNGEN AM ÜBERGANG

Christian Koch und Hartmut Welscher
Patriarchendämmerung – Über den reformbedürftigen Machtbegriff
am Theater
11
Lisa Jopt und Anselm Weber im Interview
Der Faktor Mensch – Die Aktivistin und der Intendant über Mitbestimmung und Machtverteilung im Theater 19
Cornelia Fiedler
Popcorn zur Folter – Wie politische Macht auf der Bühne verhandelt wird 27
Patrick Wildermann
Wer ist hier der Boss? – Machtgebrauch in der Kulturpolitik am Beispiel Berlin 33
Sophie Diesselhorst
Wem gehört die Kunstfreiheit? – Theater-Ensembles kämpfen in Offenen Briefen um mehr Mitbestimmung 39
Leonie Adam
In den Gängen von Zement – Von der praktischen Durchdringung materialistischer Verhältnisse 45
Christian Römer
Das verflixte «Als-Ob» – Behauptungen auf und neben der Bühne 49
Victoria Kure-Wu und llona Stuetz
Das Unbekannte bleibt unbekannt – Ein Außenblick auf die bürgerlichen Rituale des Theaters 53
Nishant Shah
Fürsorge als Waffe – Wie Kunst- und Kulturinstitutionen sich weigern, ihre Machtstrukturen zu demontieren 59
Leyla Ercan
Liebesgrüße nach Paris – Fünf Fragen zum Diversitätsvorstoß an der größten Oper der Welt 67
Georg Kasch
Das Fehlende performen – Wie das «Deutsche Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music» Kanon und Repräsentation infrage stellt 75
Katharina Haverich und Holger Heißmeyer
Unendliche Weiten – Eine Expedition in die Welt der Avatare 79

II AUS DER PRAXIS DER MITBESTIMMUNG

Esther Boldt
Testläufe der Demokratisierung – Mitbestimmungsmodelle der 1970 er Jahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin und am Schauspiel Frankfurt 86
Andreas Altenhof im Interview
«Bei uns steht das Haus im Vordergrund» – An der Neuköllner Oper gibt es seit 1977 eine institutionalisierte Teamleitung 93
Stefan Dohr und Knut Weber im Interview
Basisdemokratie im Wolfsrudel – Bei den Berliner Philharmonikern ist das Ensemble der Chef 99
Jörg Pohl im Interview
«Lotsen, keine Captains» 107
Als Schauspieler in der Vierer-Leitung am Theater Basel
Anna Fries, Laura Naumann und Marielle Schavan vom Theaterkollektiv «Henrike Iglesias» im Interview
Beziehung als Nährboden – Vom Arbeiten im Kollektiv 115

III ACHT FRAGEN AN ZEHN INTENDANT/INNEN

André Bücker
Staatstheater Augsburg 123
Franziska Werner
Sophiensæle Berlin 127
Julia Wissert
Schauspiel Dortmund 131
Iris Laufenberg
Schauspielhaus Graz 135
Isabella Vértes-Schütter
Ernst Deutsch Theater Hamburg 138
Daniel Ris
Burgfestspiele Mayen 142
Roland May
Theater Plauen-Zwickau 146
Kathrin Mädler
Landestheater Schwaben 149
Dieter Ripberger und Peer Mia Ripberger
Zimmertheater Tübingen 152
Benjamin von Blomberg, Katinka Deecke und Nicolas Stemann
Schauspielhaus Zürich 156

Anhang
Die Autorinnen und Autoren 163
Die Intendantinnen und Intendanten (Fragebögen) 169

Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
Mai 2021
Herausgeber
Heinrich-Böll-Stiftung und nachtkritik.de in Zusammenarbeit mit weltuebergang.net
Seitenzahl
176
Sprache der Publikation
deutsch
ISBN / DOI
978-3-86928-233-6
Schlagworte
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