Cover: Theater und Netz / Illustration - 3 Holzfäller/innen haben Baum gefällt. Der Baum ist symbolisch ein Mittelfinger, die Wurzel am Handballen unter der Erde
Band 15

Theater und Macht

Beobachtungen am Übergang
Kostenlos

«Machtmissbrauch» scheint derzeit das Dauerthema, wenn es um Theater geht. Skandale allerorten? Nicht nur.

Kreativer Wandel ist vielerorts bereits im Gange, und im Gefüge des Betriebs verschiebt sich etwas. Was genau passiert und was sich verändert – dem will diese Publikation nachgehen.

Die Beiträge zeigen einige der Machträume, in denen sich das Theater bewegt, und benennen Beispiele für korrekte Führung, einbeziehende Leitung und empathisches Zusammenarbeiten. Abgerundet wird der Band von Fragebögen, auf die zehn Intendant*innen und Leitungsteams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz Antworten geben. Sie erlauben einen Einblick in die Arbeitsweisen und Strukturen unterschiedlich aufgestellter Theater – und in die alltägliche Herausforderung, die ihre Leitung darstellt.

Ein Sammelband unter redaktioneller Leitung von Sophie Diesselhorst, Christiane Hütter, Elena Philipp und Christian Römer

Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung und nachtkritik.de in Zusammenarbeit mit weltuebergang.net


Produktdetails
Veröffentlichungsdatum
Mai 2021
Herausgegeben von
Heinrich-Böll-Stiftung und nachtkritik.de in Zusammenarbeit mit weltuebergang.net
Seitenzahl
176
Sprache der Publikation
deutsch
ISBN / DOI
978-3-86928-233-6
Inhaltsverzeichnis

Vorwort 7

I BEOBACHTUNGEN AM ÜBERGANG

Christian Koch und Hartmut Welscher

Patriarchendämmerung – Über den reformbedürftigen Machtbegriff

am Theater
11

Lisa Jopt und Anselm Weber im Interview

Der Faktor Mensch – Die Aktivistin und der Intendant über Mitbestimmung und Machtverteilung im Theater 19

Cornelia Fiedler

Popcorn zur Folter – Wie politische Macht auf der Bühne verhandelt wird 



Patrick Wildermann

Wer ist hier der Boss? – Machtgebrauch in der Kulturpolitik am Beispiel Berlin



Sophie Diesselhorst

Wem gehört die Kunstfreiheit? – Theater-Ensembles kämpfen in Offenen Briefen um mehr Mitbestimmung 



Leonie Adam

In den Gängen von Zement – Von der praktischen Durchdringung materialistischer Verhältnisse 



Christian Römer

Das verflixte «Als-Ob» – Behauptungen auf und neben der Bühne 

Victoria Kure-Wu und llona Stuetz

Das Unbekannte bleibt unbekannt – Ein Außenblick auf die bürgerlichen Rituale des Theaters 



Nishant Shah

Fürsorge als Waffe – Wie Kunst- und Kulturinstitutionen sich weigern, ihre Machtstrukturen zu demontieren 



Leyla Ercan

Liebesgrüße nach Paris – Fünf Fragen zum Diversitätsvorstoß an der größten Oper der Welt



Georg Kasch

Das Fehlende performen – Wie das «Deutsche Museum für Schwarze Unterhaltung und Black Music» Kanon und Repräsentation infrage stellt



Katharina Haverich und Holger Heißmeyer

Unendliche Weiten – Eine Expedition in die Welt der Avatare 

II AUS DER PRAXIS DER MITBESTIMMUNG

Esther Boldt

Testläufe der Demokratisierung – Mitbestimmungsmodelle der 1970 er Jahre an der Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin und am Schauspiel Frankfurt



Andreas Altenhof im Interview

«Bei uns steht das Haus im Vordergrund» – An der Neuköllner Oper gibt es seit 1977 eine institutionalisierte Teamleitung 



Stefan Dohr und Knut Weber im Interview

Basisdemokratie im Wolfsrudel – Bei den Berliner Philharmonikern ist das Ensemble der Chef



Jörg Pohl im Interview

«Lotsen, keine Captains» 



Als Schauspieler in der Vierer-Leitung am Theater Basel

Anna Fries, Laura Naumann und Marielle Schavan vom Theaterkollektiv «Henrike Iglesias» im Interview

Beziehung als Nährboden – Vom Arbeiten im Kollektiv

III ACHT FRAGEN AN ZEHN INTENDANT/INNEN

André Bücker

Staatstheater Augsburg 



Franziska Werner

Sophiensæle Berlin



Julia Wissert

Schauspiel Dortmund 



Iris Laufenberg

Schauspielhaus Graz



Isabella Vértes-Schütter

Ernst Deutsch Theater Hamburg



Daniel Ris

Burgfestspiele Mayen



Roland May

Theater Plauen-Zwickau



Kathrin Mädler

Landestheater Schwaben



Dieter Ripberger und Peer Mia Ripberger

Zimmertheater Tübingen



Benjamin von Blomberg, Katinka Deecke und Nicolas Stemann

Schauspielhaus Zürich 

Anhang

Die Autorinnen und Autoren 

Die Intendantinnen und Intendanten (Fragebögen) 

Schlagworte
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