Biografien der Autorinnen und Autoren

Neun Autorinnen und Autoren der Deutsch-Israelischen Literaturtage 2021 stellen sich vor.

 

Etgar Keret

Etgar Keret, geboren 1967, gehört zu den bekanntesten israelischen Schriftstellern seiner Generation. Er schreibt Kurzgeschichten, Graphic Novels und Drehbücher. Seine Werke wurden in vierzig Sprachen übersetzt, vielfach ausgezeichnet und mehrfach verfilmt. Kerets neuester Band Tu's nichtwurde mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet. Er lebt in Tel Aviv, wo er auch an der Universität unterrichtet. 

 

 

 

 

Terézia Mora

 Terézia Mora wurde 1971 in Sopron, Ungarn, geboren und lebt seit 1990 in Berlin. Für ihren Roman Das Ungeheuererhielt sie 2013 den Deutschen Buchpreis. Ihr literarisches Debüt, der Erzählungsband Seltsame Materie, wurde mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Für ihr Gesamtwerk wurde ihr 2018 der Georg-Büchner-Preis zugesprochen. Darüber hinaus zählt Mora zu den renommiertesten Übersetzer:innen aus dem Ungarischen.

 

 

 

 

Yoav Reiss

Yoav Reiss war mehr als 25 Jahre lang als Programm- und Herstellungsleiter bei führenden israelischen Verlagen tätig. 2018 hat er seinen Traum vom eigenen Verlag verwirklicht: Persimmon Books veröffentlicht literarische Wiederentdeckungen, vor allem aus der ersten Hälfte des 20. und des späten 19. Jahrhunderts. Im Verlagsprogramm finden sich belletristische Werke, die gesellschaftliche und politische Fragen behandeln, die auch heute noch relevant sind. Literarische Texte, die sich mit LGBTQ-Autoren befassen oder von ihnen verfasst wurden, stehen dabei besonders im Fokus und sollen aufgrund ihrer gedanklichen Tiefe, Originalität und Qualität den anspruchsvolleren Leserinnen und Lesern in hebräischer Sprache zugänglich gemacht werden.

 

Maayan Eitan

Maayan Eitan hat Vergleichende Literaturwissenschaft in Israel und in den USA studiert. Love, ihr erster Roman, erschien 2020 in Israel und wurde ein Bestseller. Ihre Arbeiten werden regelmäßig in israelischen und US-amerikanischen Literaturzeitschriften veröffentlicht. Maayan Eitan lebt in Tel Aviv und arbeitet derzeit an ihrem zweiten Roman.

 

 

Lisa Krusche

Lisa Krusche wurde 1990 in Hildesheim geboren und studierte Kunstwissenschaften. Sie veröffentlichte in mehreren Zeitschriften und Anthologien. 2019 war sie Stadtschreiberin in Hall in Tirol und erhielt für ihren Text Heul dochden Radio-Essay-Preis. Ein Jahr später wurde ihr der Deutschlandfunk-Preis zugesprochen. Unsere anarchistischen Herzen" ist ihr erster Roman. Lisa Krusche lebt in Braunschweig.

 

 

 

 

Lizzie Doron

 

Lizzie Doron, 1953 in Tel Aviv geboren, lebte in einem Kibbuz, bevor sie Sprachwissenschaft studierte und Schriftstellerin wurde. 2007 wurde Doron mit dem Jeanette-Schocken-Preis ausgezeichnet und erhielt 2018 - zusammen mit Mirjam Pressler - den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung. Ein Jahr später war sie Friedrich Dürrenmatt Gastprofessorin für Weltliteratur an der Universität Bern. Lizzie Doron lebt in Tel Aviv und Berlin.

 

 

Odeh Bisharat

 

Odeh Bisharat, 1958 geboren, war vier Jahre lang Generalsekretär der arabisch-israelischen Hadash-Partei. Heute schreibt er für die Tageszeitung Haaretz wie auch für mehrere arabische Webseiten. Bisharat hat bisher drei Romane auf Arabisch veröffentlicht, von denen Die Straßen von Zatuniaund Doniains Hebräische übersetzt wurden. Für seine Prosa erhielt er 2017 den Preis des israelischen Kulturministeriums. Er lebt im Norden Israels. 

 

 

Antje Rávik Strubel

Antje Rávik Strubel, geboren 1974 in Potsdam, absolvierte eine Buchhandelslehre und studierte Amerikanistik, Psychologie und Literaturwissenschaften in Berlin und New York. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der Literaturhäuser 2019. Antje Rávik Strubel hat am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig gelehrt und Texte u.a. von Joan Didion, Virginia Woolf und Lena Andersson aus dem Englischen und Schwedischen übersetzt.

 

Julia Fermentto-Tzaisler

Julia Fermentto-Tzaisler wurde 1984 geboren und studierte jüdisch-amerikanische und jiddische Literatur. Ihre Arbeiten wurden in Israel, Deutschland, Polen, Großbritannien und in den Vereinigten Staaten veröffentlicht. Ihr Debütroman Safarierschien 2011 in Israel und wurde ein Bestseller. Ihr zweiter Roman By the Orange Orchardgewann den Ministry of Culture Award for Young Authors.
 

 

 

Dmitrij Kapitelman

 

Dmitrij Kapitelman, 1986 in Kiew geboren, kam im Alter von acht Jahren als jüdischer Kontingentflüchtling nach Deutschland. Er studierte Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Leipzig und absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München. Heute arbeitet er als Journalist und Schriftsteller. Sein erster Roman Das Lächeln meines unsichtbaren Vaterserschien 2016 und gewann den Klaus-Michael Kühne-Preis.

 

 


Branchentreff

Kerstin Malka-Winter studierte Bibliotheks- und Informationswissenschaft und Linguistik in Berlin und Tel Aviv. Seit 14 Jahren arbeitet sie für das Goethe-Institut Israel, wo sie sich schwerpunktmäßig mit Literaturarbeit und Übersetzungsförderung beschäftigt. Außerhalb ihrer Tätigkeit am Goethe-Institut arbeitet sie derzeit an ihrer ersten Übersetzung eines Romans aus dem Hebräischen ins Deutsche.

Yoav Reiss war mehr als 25 Jahre lang als Programm- und Herstellungsleiter bei führenden israelischen Verlagen tätig. 2018 hat er seinen Traum vom eigenen Verlag verwirklicht: Persimmon Books veröffentlicht literarische Wiederentdeckungen, vor allem aus der ersten Hälfte des 20. und des späten 19. Jahrhunderts. Im Verlagsprogramm finden sich belletristische Werke, die gesellschaftliche und politische Fragen behandeln, die auch heute noch relevant sind. Literarische Texte, die sich mit LGBTQ-Autoren befassen oder von ihnen verfasst wurden, stehen dabei besonders im Fokus und sollen aufgrund ihrer gedanklichen Tiefe, Originalität und Qualität den anspruchsvolleren Leserinnen und Lesern in hebräischer Sprache zugänglich gemacht werden.

Thomas Sparr studierte Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg, Marburg und Paris und war an der Hebräischen Universität in Jerusalem und am dortigen Leo Baeck Institut tätig. Später leitete er den Jüdischen Verlag und war Cheflektor des Siedler Verlags. Heute ist er Editor-at-Large für den Suhrkamp Verlag. Bei Berenberg erschien 2018 „Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem“, 2020 wurde „Todesfuge. Biographie eines Gedichts“ (DVA) veröffentlicht. Demnächst erscheint sein neues Buch „Hotel Budapest, Berlin ... Von Ungarn in Deutschland“ (Berenberg).