Weltweit werden immer mehr hochgiftige Pestizide in der Landwirtschaft eingesetzt, obwohl die Folgen für die Biodiversität und für die Gesundheit von Pflanzen, Tieren und Menschen gravierend sind.

1. Immer mehr Pestizide
Der Einsatz von Pestiziden steigt weltweit, obwohl die gesundheitlichen und ökologischen Folgen lange bekannt sind. Die internationalen Ziele zum Schutz der Biodiversität können nur erreicht werden, wenn ihre Nutzung von Pestiziden deutlich verringert wird. Jährlich kommt es weltweit zu rund 385 Millionen Pestizidvergiftungen. Vor allem Menschen im globalen Süden, die auf dem Land arbeiten, sind betroffen. Pestizide, die in Europa aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen sind, werden dennoch hier produziert und in andere Länder exportiert. Auch deutsche Unternehmen beteiligen sich an diesem Geschäft. In der EU existieren strenge Kriterien für die Zulassung von Pestiziden. Die schädlichen Auswirkungen von Pestiziden auf ganze Ökosysteme werden dabei jedoch nicht berücksichtigt. Pestizidwirkstoffe bleiben meist nicht dort, wo sie ausgebrachtwerden. Sie können versickern, verwehen oder durch die Luft sehr weit transportiert werden – manche bis zu 1.000 Kilometer weit.
2. Unkrautvernichtungsmittel auf Platz Eins
Herbizide werden gegen ungewollte Pflanzen ausgebracht und sind die meist genutzte Wirkstoffgruppe. Insektizide wirken gegen schädliche Insekten – häufig schon in kleinsten Mengen und auch bei den Insekten, die nicht gemeint sind.
3. Pestizid vergiften die Menschen
Jährlich kommt es weltweit zu rund 385 Millionen Pestizidvergiftungen. Vor allem Menschen im globalen Süden, die auf dem Land arbeiten, sind betroffen.
4. Verbotene Pestizide werden trotzdem exportiert
Pestizide, die in Europa aus ökologischen oder gesundheitlichen Gründen nicht zugelassen sind, werden dennoch hier produziert und in andere Länder exportiert. Auch deutsche Unternehmen beteiligen sich an diesem Geschäft.
5. Pestizide wirken über ihr Ziel hinaus
In der EU existieren strenge Kriterien für die Zulassung von Pestiziden. Die schädlichen Auswirkungen von Pestiziden auf ganze Ökosysteme werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.
6. Pestizide verbreiten sich ungezielt
Pestizidwirkstoffe bleiben meist nicht dort, wo sie ausgebracht werden. Sie können versickern, verwehen oder durch die Luft sehr weit transportiert werden – manche bis zu 1.000 Kilometer weit.
7. Pestizide sind in unserem Essen
Pestizidrückstände in Lebensmitteln können gesundheitsschädlich sein. Trotz des Versuchs, sich weltweit zu einigen, weichen die erlaubten Höchstwerte von Land zu Land stark voneinander ab.
8. Ohne Pestizide gibt es mehr Vielfalt
Auf langjährig ökologisch bewirtschafteten Flächen, auf denen keine chemisch-synthetischen Pestizide eingesetzt werden, wachsen 17-mal so viele unterschiedliche Pflanzen wie auf Flächen, die erst wenige Jahre zuvor auf ökologische Landwirtschaft umgestellt wurden.
9. Es geht auch natürlich!
Nützlinge sind die NATÜRLICHEN FEINDE VON SCHÄDLINGEN. Sie zu fördern, kann dabei helfen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren.
10. Junge Menschen wollen eine Veränderung
Junge Menschen fordern, dass sich die Regierung stärker dafür einsetzt, dass weniger Pestizide genutzt werden. Besonders giftige Pestizide sollten verboten werden.
11. Sauberes Wasser
Der Schutz von sauberen Wasser und der biologischen Vielfalt sind jungen Menschen besonders wichtig. Sie wollen nicht, dass diese durch Pestizide belastet oder gefährdet werden.
12. Internationale Abkommen
In einigen Regionen der Welt werden bereits weniger Pestizide eingesetzt und besonders gefährliche Pestizide verboten. Doch einen verbindlichen internationalen Vertrag zur Reduktion von Pestiziden gibt es bislang nicht.