Presseeinladung

Wie soll die zukünftige Rolle von Gas in Europa aussehen?

Parlamentarisches Frühstück der Heinrich-Böll-Stiftung und der Deutschen Umwelthilfe

Mittwoch, 6. Juli 2022, 08:00 - 09:00 Uhr

ACHTUNG, andere Adresse:
Hopfingerbräu am Brandenburger Tor, Ebertstraße 24, 10117 Berlin

Anmeldung bis 01.07.2022 bei: Gabi Rüger, DUH, rueger@duh.de

 

Programm:

07:50 Ankunft und Kaffee
08:00 Begrüßung
Jan Philipp Albrecht, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung
Ingrid Nestle, Bundestagsabgeordnete Bündnis 90/Grüne

08:10 Keynote-Rede
Christian Maaß, Leiter der Abteilung Energiepolitik - Wärme und Effizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

08:20 Präsentation des Abschlussberichts und der politischen Empfehlungen
Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer Deutsche Umwelthilfe

08:30 Diskussion mit den Teilnehmenden
· Dekarbonisierung des Energie-, Heizungs- und Industriesektors bei schnellstmöglichem Ausstieg aus der Nutzung fossiler Gase
· Vorbereitung auf die Zukunft: Grüner Wasserstoff, Elektrifizierung, Effizienz und andere Alternativen zur Nutzung fossiler Gase
Moderation: Eva van de Rakt, Büroleiterin Heinrich-Böll-Stiftung European Union

09:00 Ende der Veranstaltung

In den letzten 18 Monaten hat das von der Heinrich-Böll-Stiftung Brüssel und der Deutschen Umwelthilfe einberufene Expert:innengremium "Expert Group on the Future Role of Gas in Europe" sechs Mal getagt. Daran nahmen hochrangige Expert:innen aus sechs verschiedenen EU-Mitgliedstaaten teil, die Think Tanks, NGO, die Gasindustrie, die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Deutschen Bundestag repräsentieren. Der Abschlussbericht der Expert:innengruppe analysiert die Schritte zur Bewältigung des Ausstiegs aus fossilem Gas als zentrale Säule der europäischen Energiewende. Er zeigt, dass Energieeffizienz, Wärmepumpen und Wasserstoff eine entscheidende Rolle dabei spielen können und müssen, fossiles Gas zu ersetzen und den Weg zu einer dekarbonisierten Zukunft zu ebnen. Während dieser Auftaktveranstaltung am 6. Juli 2022 werden die Arbeitsergebnisse der Expert:innengruppe bei einem parlamentarischen Frühstück nahe dem Bundestag vorgestellt.

Im Laufe des Projekts hat sich der gesellschaftliche Kontext des europäischen Gassektors dramatisch verändert: angefangen mit der Covid-19-Pandemie, einer anhaltenden Energiepreiskrise ab 2021 und seit Februar dieses Jahres durch Russlands Angriffskrieg in der Ukraine. Der Krieg hat die gefährliche Abhängigkeit von fossilen Gasen und die Frage der Versorgungssicherheit in den Vordergrund der politischen Debatte gerückt. Die Abhängigkeit der EU von russischen Energieimporten hat Putins Regime Möglichkeiten zur Erpressung und Destabilisierung Europas eröffnet und letztlich auch die russische Kriegsmaschinerie mitfinanziert.

Während sich die Debatte zur Reduzierung der Abhängigkeit von russischen Gasimporten durch die Drosselungen und Lieferstopps russischen Gases verschärft, darf nicht unterschlagen werden, dass wir mittelfristig ohnehin vollständig aus der fossilen Gasnutzung aussteigen müssen, um die Erderwärmung effektiv einzugrenzen. Auf Basis der Vorschläge der EU-Kommission zum REPowerEU-Paket und zur Überarbeitung der bestehenden EU-Gasregulierung werden wesentliche Weichen auf europäischer Ebene gestellt. Die Expert:innengruppe hat jedoch ein wachsendes Risiko einer grundlegenden Fehlsteuerung durch die derzeitigen Pläne identifiziert, die die Abhängigkeit von fossilen Gasen verlängern und somit das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels untergraben könnte. Der Abschlussbericht der Expert:innengruppe geht diesen Fragen auf den Grund und bietet politische Handlungsempfehlungen, um in dieser zentralen Debatte einen Beitrag für eine zukunftsfähige europäische Gaspolitik zu leisten.

Sie können sich bei Gabi Rüger (rueger@duh.de) bis zum 01. Juli für diese Veranstaltung anmelden. Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung auf 50 Teilnehmende begrenzt ist. Plätze werden auf first come, first served-Basis vergeben.


Pressekontakt
Heinrich-Böll-Stiftung
Michael Alvarez Kalverkamp
Pressesprecher
E alvarez@boell.de
T +49 (0)30 285 34-202