Zentralamerika im Fokus – fragiler Status Quo der Zivilgesellschaft.

Zentralamerikanische Kunst gezeichnet vor einem pinken Hintergrund

Zentralamerika. Eine Weltengegend, die kaum in der deutschen Medienberichterstattung vorkommt. Zu ihr gehören Staaten wie Guatemala, Nicaragua, El Salvador und Honduras. Sie ist die Heimat von mehr als 50 Millionen Menschen. Nirgendwo wurden in den letzten Jahren demokratische Institutionen schneller abgebaut und zivilgesellschaftliche Strukturen stärker angegriffen als hier. Repression gegen Journalist*innen, Angriffe auf Umweltaktivist*innen, korrupte und zunehmend autoritäre Regimes: Der Kurs Zentralamerikas ist besorgniserregend. Und dennoch gibt es Akteur*innen, die dem etwas entgegensetzen – obwohl sie dafür oft einen hohen persönlichen Preis zahlen müssen.

Wie sieht Deutschland, wie die EU auf die Kämpfe um einen Erhalt der Zivilgesellschaft in Zentralamerika? Wie können die Akteur*innen von hier aus unterstützt werden? Aufmerksamkeit und Anteilnahme für die Situation in Zentralamerika war ein erklärtes Ziel einer Fachkonferenz der Heinrich-Böll-Stiftung Anfang September 2023 in Berlin. Die Konferenz war auch ein wichtiges Vernetzungstreffen von Hoffnungsträger*innen mit ihren Unterstützer*innen in Deutschland.
Der Podcaster Vincent Lindig kam hier mit Imme Scholz, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und ausgewiesene Lateinamerika Expertin, mit der Psychologin, Menschenrechtlerin und feministischen Aktivistin Sara García aus El Salvador und dem Nicaraguaner Wilfredo Miranda, der als Journalist für die Presse- und Meinungsfreiheit kämpft und inzwischen im Exil in Costa Rica lebt, ins Gespräch.

Die zentralamerikanischen Gäste berichten vom Kampf für weibliche Selbstbestimmung, für Presse- und Meinungsfreiheit, vom Einsatz gegen Umweltzerstörung und Landraub, für Demokratie und gegen diktatorische Herrschaft. Ihre Aufforderung, Zentralamerika in den Fokus zu nehmen, haben sie uns als Auftrag hinterlassen.