Dossier: Die Macht von Gerüchten im Nahen Osten

Dossier: Die Macht von Gerüchten im Nahen Osten

Gerüchte schweißen zusammen und treiben gleichzeitig Keile zwischen Menschen oder Bevölkerungsgruppen. Sie zerstören Ansehen, Glaubwürdigkeit oder sogar Leben. Manche Gerüchte entstehen aus einem Missverständnis und verselbständigen sich in rasender Geschwindigkeit. Andere werden bewusst gestreut, um der eigenen Position mehr Legitimität zu verleihen – oder zumindest die Glaubhaftigkeit der jeweils anderen Seite zu unterminieren. Ganz hilflos ist man der Verbreitung von Gerüchten jedoch nicht ausgesetzt: Während das Internet den meisten als Hauptursache dafür gilt, dass Gerüchte sich immer schneller verbreiten, ist es gleichzeitig auch ein Instrument, das erlaubt, sie schneller zu entlarven. Ein Dossier über die soziale Funktion von Gerüchten in Syrien und im Libanon.

Eine kleine Anthropologie des Gerüchts

Ausgeschmückte, übertriebene oder frei erfundene Erzählungen verbreiten sich wie Lauffeuer, seid wir uns Geschichten erzählen. Durch die sozialen Netzwerke sind sie mächtiger als je zuvor.

Von Omar Brousky

Syrien

Die Geschichte des politischen Gerüchts in Syrien

Yassin Al Haj Saleh hat die Wirkung politischer Gerüchte in Assads Syrien am eigenen Leib erlebt. Ein persönlicher Blick auf die unterschiedlichen Formen des Gerüchts und seine Nutzung durch das Regime.

Von Yassin al-Haj Saleh

Die Bilderstürmer

Drei Jahre nach Beginn der Revolution nehmen in Syrien Frust und Fehlschläge zu - viele Orte gleichen Massengräbern. Wie die syrische Bevölkerung Baschar al-Assad von einem Gott in einen bloßen Sterblichen verwandelt hat.

Von Dima Wannous

Publikation

Perspectives Middle East #7: Rumours

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Rumours serve as a medium through which unfulfilled hopes or unspecific fears can be voiced. They bond and drive a wedge between people and population groups at the same time. An issue about the social function of rumours.

Libanon

Psychologische Kriegsführung im libanesischen Bürgerkrieg

Der Libanon ist ein gespaltenes Land mit vielen Fernseh- und Radiosendern. Und mit Bürgern, die es lieben, sich über Facebook, Whatsapp und Twitter auszutauschen. In solch einem Umfeld können Gerüchte leicht außer Kontrolle geraten. Sie können sogar einen Bürgerkrieg befeuern.

Von Christina Förch Saab

Einführung

Unsere Arbeit im Nahen Osten und in Nordafrika

Einführung

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist in der Region Nahost und Nordafrika mit insgesamt fünf Büros in Tel Aviv, Ramallah, Beirut, Tunis und Rabat vertreten. Von dort aus fördert sie Partnerprojekte in Israel, Palästina, Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Tunesien und Marokko. Das Iran-Programm und die Ägyptenarbeit der Stiftung werden von Berlin aus gesteuert. Mehr...

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