Dokumentation: (K)ein Frühling für Frauen?

Dokumentation: (K)ein Frühling für Frauen?

Street Art von Alaa Awad. Photo: Carmel Delshad, Ägypten. All rights reserved.

Der Einsatz von sexualisierter Gewalt als Waffe in politischen Umbruchsituationen ist ein globales Problem, das seit dem Krieg in Jugoslawien zunehmend internationale Aufmerksamkeit erfahren hat. Die Bandbreite der Gewalt ist groß und reicht von Nötigung und Einschüchterung bis hin zu Massenvergewaltigungen und sexueller Versklavung.

Frauen sind aber auch aktive Gestalterinnen politischen Wandels. Dies zeigt sich auch in den Transformationsprozessen in den arabischen Ländern, wo Frauen unverzichtbare Akteurinnen in Revolutionen und politischen Konflikten sind. Die Art und Weise, wie Frauen und insbesondere von sexualisierter Gewalt Betroffene am demokratischen Wandel und am Wiederaufbau beteiligt sind, ist für einen stabilen und dauerhaften Frieden entscheidend.

Bei unserer zusammen mit AMICA e.V. veranstalteten Konferenz vom 11. und 12. Dezember stand neben einer Bestandsaufnahme der Erkenntnisse zum globalen Phänomen der sexualisierten Gewalt besonders der Austausch zwischen Praktiker/innen im Vordergrund. Erfahrungen aus dem Balkan und dem Nordkaukasus wurden ebenso mit einbezogen wie die Frage nach der Perspektive der internationalen Akteure. Hier finden Sie eine Dokumentation der Konferenz sowie Interviews mit Konferenzteilnehmerinnen.

Dokumentation

Bericht: (Kein) Frühling für Frauen?

Profitieren die Frauen von den Umwälzungen in der arabischen Welt? Sexuelle Übergriffe und Gruppenvergewaltigungen sprechen dagegen. Auf der Konferenz „(Kein) Frühling für Frauen?“ diskutierten Expert/innen und Praktiker/innen am 11. und 12. Dezember 2013 über Ausmaß, Ursachen und Prävention von sexualisierter Gewalt.

Von Jannis Hagmann

Eröffnungsrede: (K)ein Frühling für Frauen?

"Auch wenn es heute mehr Aufmerksamkeit gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt gibt, wird sie immer noch viel zu häufig tabuisiert", betont Barabara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in Ihrer Rede zur Konferenz "(K)ein Frühling für Frauen?".

Von Barbara Unmüßig

Interviews

Amal Elmohandes: "Eine soziale Epidemie“

Vergewaltiger kommen in Ägypten oft ungestraft davon. Das verharmlose sexualisierte Gewalt, sagt Amal Elmohandes von der Aktivist/innen-Gruppe „Nazra for Feminist Studies“. Trotz neuer Rechte in der überarbeiteten Verfassung sieht sie für Frauen schwere Zeiten bevorstehen.

Von Jannis Hagmann

Galerie

Feminismus & Gender

Wir wollen Geschlechterthemen politisieren, unsere Kräfte bündeln, vorhandene Netzwerke ausbauen und neue erschließen sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Analyse und Praxis klären. Dafür haben wir Programme in allen Regionen der Welt aufgelegt und das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie gegründet. Auf der Website des Instituts finden Sie Analysen, Publikationen, Hinweise auf Veranstaltungen und Aktionen sowie Angebote zum Gendertraining.