Die Yogyakarta Prinzipien

Menschenrechte für LSBTI

Im Jahr 2006, hat eine internationale Gruppe angesehener Menschenrechtsexpert_innen in Yogyakarta, Indonesien, die Yogyakarta-Prinzipien ausgearbeitet. Die „Prinzipien zur Anwendung der Menschenrechte in Bezug auf die sexuelle Orientierung und die geschlechtliche Identität“ verfolgen ein normatives Ziel: ein gemeinsames Verständnis darüber aufzuzeigen, wie internationale Menschenrechte konkret auf die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) anzuwenden sei. Die Prinzipien waren das erste Dokument dieser Art.

Wir sprechen mit einigen Autor_innen über die Bedeutung dieses Dokuments, seine Auswirkungen und mögliche Weiterentwicklungen für die Zukunft.

Dieser Schwerpunkt ist Teil unseres einführenden Dossiers „Feminismus & Gender".

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Hintergrund

Anstoß für die Yogyakarta Prinzipien gaben dokumentierte Menschenrechtsverletzungen aufgrund sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität einer Person. Dazu gehörten u.a. außergerichtliche Morde, Folter, Misshandlung, sexuelle Übergriffe, und viele weitere schwerwiegende Diskriminierung in Verbindung mit anderen Menschenrechten.

Obwohl UN-Menschenrechtsmechanismen die Verpflichtung der Staaten bekräftigen, alle Menschen vor Gewalt zu schützen, war die internationale Antwort auf derartige Verletzungen fragmentiert und inkonsistent. Daraus war das Bedürfnis entstanden, das sich eine einheitliche und umfassende Systematik zur Anwendung der internationalen Menschenrechtsnormen auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität zum Ziel setzte.

Wir danken APCOM für die Nutzung ihres Erklär-Videos "From Yogyakarta with Love".

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