4. Europäisches Geschichtsforum 2014

Europäisches Geschichtsforum 2014

Zum vierten Mal fand am 13. und 14. November das Europäische Geschichtsforum statt. Die Tagung widmete sich dem Thema „1914-2014: Geschichte im Dienst von Krieg und Propaganda“, das sie mit dem Fokus auf die Ukraine und den Westbalkan untersuchte.

Tagungsbericht

1914 - 2014: Geschichte im Dienst von Krieg und Propaganda

Im Mittelpunkt des 4. Europäischen Geschichtsforums stand die Frage, ob und wie Europas Kriege heute in Osteuropa und auf dem Westbalkan für propagandistische Zwecke instrumentalisiert werden. Anschauungsmaterial gab es durch die Ukraine-Krise mehr als genug.

Von Maria Ugoljew

Texte zur Konferenz

Die Logik der propagandistischen Kakofonie

Auf dem 4. Europäischen Geschichtsforum ging es um einen integralen Bestandteil des Krieges: Propaganda. Meistdiskutiertes Thema war der vor hundert Jahren ausgebrochene Erste Weltkrieg.

Von Gasan Gusejnov

Die Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs in Bosnien und Herzegowina

Im Jahr 2014 wurde die gesellschaftliche Debatte in Bosnien und Herzegowina überwiegend vom 100. Jahrestag des Attentats von Sarajewo bestimmt. Ein Überblick über den Forschungsstand der bosnischen Geschichtswissenschaft und die Veranstaltungen im Land.

Von Amir Duranović

Wie in Serbien über den Ersten Weltkrieg diskutiert wird

Der 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs heizte die Gefühle in Serbien derart auf, dass man den Eindruck bekommen konnte, die Krise vom Juli 1914 wiederhole sich. Ein Überblick über die wichtigsten Weltkriegs-Mythen im Land.

Von Dubravka Stojanović

Bisherige Geschichtsforen

1. Europäisches Geschichtsforum: Geteilte Erinnerungen

Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion und Jugoslawien jährte sich 2011 zum 70. Mal. 20 Jahre nach dem Zusammenbruch beider Vielvölkerstaaten luden die Heinrich-Böll-Stiftung und das russische Wissenschaftliche Informationszentrum Memorial zu einer Tagung, um gemeinsam den Stand der Aufarbeitung zu erörtern.

Erinnerungskultur und Gedächtnispolitik

Die Behandlung zeitgeschichtlicher Themen in der Heinrich-Böll-Stiftung vermittelt historisches Wissen mit dem Anspruch, Gesellschaft, Politik und staatliche Verfasstheit als historisch bedingt zu begreifen. Wir fördern die Entwicklung individueller Freiheitsrechte und regen Debatten rund um das Thema „Gerechtigkeit" an.

Unter dem Stichwort „Vergangenheitspolitik“ ist in den letzten Jahren die NS-Vergangenheit und ihre Bearbeitung in der Nachkriegszeit thematisiert worden. Außerdem beleuchten wir die Zusammenhänge von Geschichtsdeutungen, Erinnerungspolitik und aktueller Politik. In Beiträgen zur Erinnerungskultur und Gedächtnispolitik versuchen wir ost- und westdeutschen Erfahrungen Raum zu geben.

Veranstaltungen

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Netzwerk-Tagung auf dem factory Campus in Düsseldorf
Düsseldorf