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Close to Home / Karov la bayit

Lesedauer: 3 Minuten

 

6. November 2008

Israel 2005, 90 min, Regie: Dalia Hager / Vidi Bilu

Für ihren Militärdienst müssen die beiden achtzehnjährigen Mädchen Smadar und Mirit in den Straßen Jerusalems Streife gehen. Ihre Aufgabe ist es, vorbeigehende Palästinenser anzuhalten, ihre Ausweispapiere zu kontrollieren und die persönlichen Daten aufzunehmen. Die beiden sind vor allem mit sich selbst beschäftigt – mit ihren Schwärmereien, Trennungen von Freunden und der vielschichtigen Beziehung, die sich zwischen den beiden entwickelt. Bis sich eines Tages die politische Realität Jerusalems in ihr Leben drängt.

Die Regisseurin ist anwesend.

Die Regisseurinnen:
Dalia Hager
wurde am 9. April 1963 in Givatayim, Israel, geboren. Von 1983 bis 1986
studierte sie Produktion an der School of Cinema and Television der Universität Tel Aviv,
1993 studierte sie Drehbuch bei dem amerikanischen Drehbuchautor Robert McCay. Seitdem
ist sie als Drehbuchautorin, Produzentin, Journalistin und Dozentin tätig.

Filmographie
1987: Dvora Bertonov
1991: A Summer at Erica's
2005: Close to Home

Vidi Bilu wurde am 6. Januar 1959 in Jerusalem geboren. Von 1983 bis 1985 studierte sie Fotografie am Hadassah College. 1986 nahm sie am Beit Zvi ein Filmstudium auf und schloss 1989 im Fach Regie ab. Seither drehte sie diverse Werbefilme für die israelische staatliche Lotterie Mifal Hapayis, die G. Yafit Corporation und die israelische Grüne Partei und war als Cutterin und Produzentin tätig.

Filmographie
1993: Thirty Times Four
1995: Monologues
2002: Yes or No (eine Folge)
2005: Close to Home


Buch und Regie: Dalia Hager/ Vidi Bilu
Kamera: Yaron Scharf
Musik: Yontan Bar Giora
Schnitt: Joelle Alexis
Tonschnitt: Itai Elohev/ Aviv Aldema
Produzenten: Marek Rosenbaum/ Itai Tamir
Produktion: Transfax Film Production (Tel Aviv)

Mit: Smadar Sayar, Naama Schendar, Irit Suki, Katja Zimbris u.a.

 
 

Pressestimmen

  • Der Film schafft es, die beiden Charaktere ganz normal und glaubhaft darzustellen, auch abseits ihres Militärdienstes - und gleichzeitig, ohne dick aufzutragen, den Nahost-Konflikt in seinen alltäglichen Auswirkungen zu zeigen. Sehenswert!
    Jutta Luise Oechler in: ZDF.de, 10.02.2006
     
  • Der Film will nichts erklären, er zeigt nur aus der Nähe einen Ausschnitt, wie wir ihn in den Medien nur von fern zu sehen kriegen. Nach dem Film hasst man keine Palästinenser und keine Juden, man kann sich aber das Leben beider viel besser vorstellen.
    Yvonne Otter in: Zeit.de, 15.02.2006
     
  • Leichtfüßig und doch schmerzhaft manifest illustriert "Close to Home" die Schizophrenie des israelischen Alltags: die Demütigung der Kontrollierten, die Absurdität einer aufgeklärten, konsumorientierten Gesellschaft, die sich im Vertrauen auf die Macht des Militärs eine Normalität vorgaukelt. Den Punkt, an dem sich das Hinterfragen zu erübrigen scheint. Wenn nämlich die nächste Bombe wieder so tut, als ginge es einfach nicht anders.
    Kirsten Riesselmann in: taz, 15.2.2006
     
  • Even down to supporting roles, there's hardly a weakly drawn character, and by movie's end there's a feeling of having gotten to know everyone involved. Sayar and Schendar show a natural chemistry together, and Suki, in perhaps the hardest role, manages to bring a discreet humour to Dubek that makes it pretty clear where the filmmakers stand on the situation depicted.
    Derek Elley in: Variety.com, 10.02.2006