Unter den europäischen Staaten besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass sie den „europäischen Pfeiler“ innerhalb der NATO stärken müssen. Diese Studie klärt die Bedeutung des Konzepts und zeigt auf, welche Maßnahmen für die Umsetzung erforderlich wären.
Deutsche Rüstungsexporte sind derzeit zweifach umstritten: auf nationaler Ebene fehlt eine transparente und kohärente Entscheidungsprozedur, die Exportgenehmigungen nachvollziehbar macht, und auf europäischer Ebene werden die Exportrichtlinien der EU nicht hinreichend umgesetzt. Auf dem Weg zu einer europäischen Verteidigungsunion müssen daher sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene Korrekturen erfolgen, um Rüstungsexporte rechtlich präziser zu regulieren, die Kontrollfunktion der Parlamente zu stärken und den Endverbleib exportierter Waffen genauer zu beobachten.