Büro Tbilissi - Region Südkaukasus

Büro Tbilisi - Region Südkaukasus
Teaser Image Caption
Das Team südlicher Kaukasus

Zurzeit arbeitet das Regionalbüro schwerpunktmäßig in den folgenden Bereichen

Demokratische politische Kultur und Partizipation

Öffentliche Debatten und Mitbestimmung sind essenziell für die demokratische Entwicklung in einer Gesellschaft. Auch im Südkaukasus soll dafür Raum und Bewusstsein geschaffen werden: Die jährlich stattfindende Green Academy richtet sich beispielsweise an junge Intellektuelle, Aktivist/innen sowie Studierende und vermittelt politische und demokratische Bildung aus einer grünen und geschlechterdemokratischen Perspektive. Um das generell mäßige Niveau geschichtswissenschaftlicher Forschung in der Region anzuheben, unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung schwerpunktmäßig Formate und Bildungsmaßnahmen, die den Bereich der Geschichtsaufarbeitung erweitern und vertiefen.

Geschlechterdemokratie

Frauen und sexuelle Minderheiten sehen sich in allen Ländern der Region Unterdrückung und Gewalt ausgesetzt – im öffentlichen und vor allem im häuslichen Bereich. Geschlechtergleichheit und Geschlechtervielfalt benötigen eine breite und intensive Diskussion in der Öffentlichkeit. Die Heinrich-Böll-Stiftung Südkaukasus betreut eine eigene Website zu Geschlechterthemen und fördert Kleinprojekte, Veranstaltungsreihen und Publikationen in regionalen Sprachen, wie die Buchreihe Who is afraid of Feminism?, in deren Rahmen auch ein Dokumentarfilm entstanden ist.

Energie- und Klimapolitik

Die Verknüpfung von Umweltproblemen mit Menschenrechtsschutz und sozio-ökonomischen Gesichtspunkten stellt eine besondere Herausforderung dar. Die Heinrich-Böll-Stiftung versucht einen Beitrag zu einem transparenten und demokratischen Energiesektor sowie einer nachhaltigen und fairen Nutzung der Ressourcen zu leisten.

Regionaldialog

Die sogenannten „eingefrorenen“ Konflikte um Berg-Karabach, Südossetien und Abchasien bergen nachwievor ein hohes Konfliktpotenzial. Gezielt unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung zivilgesellschaftliche Akteure, die zu einer Deeskalation und friedlichen Konflikttransformation beitragen und somit eine Alternative zu nationalistischen und militaristischen Ausrichtungen darstellen. Die Bereitstellung von Kommunikationskanälen, Information, Erfahrungs- und Wissensaustausch stehen dabei im Vordergrund.

Über die direkte Projektunterstützung hinaus versteht sich die Heinrich-Böll-Stiftung als Vermittler von politischer Bildung und des fachlichen Austausches zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur/innen, Expert/innen und Entscheidungsträger/innen. Neben Buchveröffentlichungen, der regelmäßigen Organisation von öffentlichen Diskussionen, Runden Tischen und Vorlesungen, stellen die Web-Dossiers des Büros ein wirksames mehrsprachiges Instrument zur Bereitstellung von Informationen und Bildung dar. Analysen und Diskurse zur Lage in den südkaukasischen Ländern können damit nicht nur regional, sondern auch international zur Verfügung gestellt werden.

Leitung
Nino Lejava

Kontakt
Region Südlicher Kaukasus
Heinrich-Böll-Stiftung
Zovreti Str. 38, Tbilisi 0160, Georgien

Telefon: +995 322 38 04 67/68
Fax: +995 322 912 897
E-Mail: info@ge.boell.org