Friedensfilmpreis 2016: Die Jury

Friedensfilmpreis 2016: Die Jury

Die Jury des Friedensfilmpeises 2016 — Bildnachweise

Am 11. Februar beginnt die Berlinale 2016. Die siebenköpfige Jury des Friedensfilmpeises sichtet rund 30 Filme und sucht nach Werken mit friedenspolitischem Inhalt und herausragender ästhetischer Umsetzung.

Die Mitglieder der Jury sind:

Helgard Gammert ist ausgebildete Medienpädagogin und arbeitete in verschiedenen Filmgremien. 1979 kam sie aus Mannheim nach Berlin und kaufte das Bali-Kino.

Der eigentliche Name 'Bahnhofslichtspiele' war den früheren Betreibern zu lang und sie verkürzten ihn zum Inselnamen „Bali“. Helgard Gammert entwickelte hier die Idee eines außergewöhnlichen Kinder- und Jugendprogramms konsequent weiter.

 

Lena Müller ist Filmemacherin und Produzentin. Ihr vielfach ausgezeichneter Dokumentarfilm DRAGAN WENDE – WEST BERLIN (Max Ophüls Preis 2013) lief weltweit auf über 50 Festivals, im TV und im Kino. Derzeit betreut sie bei BBC Worldwide die Dokumentarfilm-Koproduktionen mit Deutschland und Frankreich.
Die Deutsch-Jugoslawin Lena Müller wuchs in (West-)Berlin und Paris auf.

Nach einem Studium in Philosophie, Politikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Oxford arbeitete sie zunächst in einem Belgrader Think Tank für Menschenrechte und entwickelte zahlreiche Bürgerrechts- Projekte. Zugleich wandte sie sich als Produzentin und Schauspielerin dem Film und Theater zu. Sie gründete ein Berliner Film- und Theater-Kollektiv, produzierte Kurz- und Dokumentarfilme, arbeitete als Stoffentwicklerin und im Weltvertrieb für RISE AND SHINE. Sie absolvierte ihren Master in Filmwissenschaften am Kings College London und gründete 2009 die Produktionsfirma von.müller.film, mit der sie derzeit sowohl dokumentarische als auch fiktive Stoffe entwickelt.

 

Teboho Edkins, geboren 1980 in den USA, wuchs in Lesotho, Süd-Afrika, und in Deutschland auf. Er studierte Bildende Kunst an der Universität von Kapstadt, gefolgt von einem weiteren Studium in le Fresnoy, Frankreich (Nationales Studio für zeitgenössische Kunst) und beim Regieprogramm an der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) in Berlin.

Seine Filme laufen auf Festivals, im Fernsehen, in Museen und wurden von privaten Kunstsammlungen erworben. Sein letzter Film "Coming of Age" hatte auf der Berlinale 2015 seine Uraufführung und ist auf Festivals weltweit ausgezeichnet worden.

 

Yael Reuveny, geboren und aufgewachsen in Israel, studierte Regie an der Sam Spiegel Film & Television School in Jerusalem. Seit ihrem Abschluss im Jahr 2005 lebt und arbeitet Yael sowohl in Israel als auch in Deutschland.
Im Jahr 2009 Premiere des 30-minütigen Films " TALES OF THE DEFEATED " bei Visions du Réel in Nyon, der mehrere Auszeichnungen gewann (u.a. erster Preis Jerusalem Film Festival, Discovery Award und DEFA Award beim Filmfestival Cottbus).

2013 Premiere ihres ersten abendfüllenden Dokumentarfilms "FAREWELL, HERR SCHWARZ " ("Schnee von gestern"), der seitdem mehrere Preise gewann, darunter die Auszeichnung Herausragender deutscher Dokumentarfilm beim Dokfilmfest Leipzig und Bester Dokumentarfilm beim Haifa International Film Festival. "Farewell, Herr Schwarz" wurde für den Ofir (den „israelischen Oskar“) nominiert und gewann den Israeli Documentary Filmmakers Award. Der Film lief in Israel, Deutschland, den Vereinigten Staaten und der Schweiz und fand bei der Kritik und beim Publikum großen Anklang.

 

Matthias Coers arbeitet als unabhängiger Filmemacher und Soziologe. Als freiberuflicher Journalist und Kameramann produziert er Fotos, Texte und Videos u.a. mit Gewerkschaften, Mieterorganisationen oder der AIDS-Hilfe.

Er kooperiert mit partizipativen Initiativen und organisiert Veranstaltungsreihen zu den Schwerpunkten Stadtentwicklung, Soziale Infrastruktur und Erinnerungskultur.

Seit der Premiere des Dokumentarfilms ”Mietrebellen – Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt“ im Frühjahr 2014 hat er über 160 Film- und Vortragsveranstaltungen in über 50 Städten abgehalten. In z.B. Moskau, Neapel oder Wien wurde auf Einladung von wissenschaftlichen Konferenzen, politischen Organisationen oder dem Goethe-Institut den Bürger/innen und Fachpublikum vom nachbarschaftlichen Engagement in den Kiezen der Metropole Berlin berichtet.

Der in Co-Regie produzierte erste Langfilm wird auf internationalen Filmfestivals gezeigt, hat in Berlin über 200 Kinoaufführungen, Projektionen in 20 Ländern und erhält derzeit die Untertitelung in die siebte Sprache. Matthias Coers ist seit langem tätig für das European Media Art Festival. Derzeit arbeitet er filmisch zu Transition Town Ruhrgebiet und der Geschichte des Antifaschismus in Westdeutschland.

 

Ulrike Gruska arbeitet als Pressereferentin für Reporter ohne Grenzen in Berlin. Als Osteuropa-Korrespondentin hat sie vorher lange aus Ländern  berichtet, in denen kritische Journalisten verfolgt werden: aus Russland  und dem Südkaukasus, Ex-Jugoslawien und Belarus.

Ulrike Gruska hat in  Hamburg Politische Wissenschaft mit Schwerpunkt Osteuropa studiert und
bei der Märkischen Allgemeinen Zeitung in Potsdam volontiert. Sie war Redakteurin beim Netzwerk für Osteuropaberichterstattung n-ost in Berlin  und bei deutschsprachigen Zeitungen in der Wolgaregion. 2010 erschien  ihr Buch „Zeit für Moskau“, 2013 der ROG-Bericht „Der Kreml auf allen
Kanälen“.

 

Michael Kotschi hat Kamera an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin studiert. Die zahlreichen Spiel- und Dokumentarfilme für TV und Kino, bei denen er die Kamera führte, liefen auf vielen Festivals weltweit und haben Preise gewonnen, wie z.B. Bastian Günthers „Houston“, der 2013 beim Sundance Film Festival seine Premiere feierte.

Michael Kotschi arbeitete darüber hinaus als Produktionsleiter für Werbung und Industriefilm. Seit 2011 ist er Teil der Produktionsfirma jucca film. Mit seinem Debüt als Produzent, „Short for Vernesa B.“, gewann er zahlreiche Preise auf internationalen Festivals.

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