Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege

Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege

Texte über Antiromaismus und historische Lokalrecherchen zu und von Roma, Romnja, Sinti und Sintezze in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien
10. Aug. 2016 von Kathrin Krahl und Antje Meichsner (Hg.)
Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Kostenlos
pdf
Veröffentlichungsort: www.weiterdenken.de
Veröffentlichungsdatum: Juli 2016
Seitenanzahl: 254
Lizenz: CC-BY-NC-ND 3.0
ISBN: 978-3-946541-08-0

Der Sammelband "Viele Kämpfe und vielleicht einige Siege" versammelt Aufsätze von Autor/innen aus Aktivismus und Selbstorganisierung, Wissen­schaftler/innen, politische Bildner/innen, Künstler/innen, Community-­Arbeiter/innen und politische Kämpfer/innen. Es ist ein Kompendium, das ausgehend vom so gut wie nicht beschriebenen weißen Papier der Geschichte der Roma und Romnja und deren Verfolgung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Tschechien (in deutscher Sprache) einen Ausgangspunkt setzen möchte.

Wir haben uns auf die Suche begeben und Autor/innen gewinnen können, die uns in ihre wissenschaftliche Arbeit, ihren Aktivismus oder ihre Lebensrealitäten Einblick geben. Die lokalen Beiträge haben wir mit Stimmen überregionaler Autor/innen erweitert, um ein breiteres Bild von Roma-Aktivismus aufzuzeigen.

Das Buch ist bei der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen erschienen.

 

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

1. Aktivismus: Wut und Organisation

  • Isidora Randjelović: „Show me your archive and I will tell you who is in power.“ Das Feministische Archiv RomaniPhen
  • Marika Schmiedt: Romaexperte
  • Hamze Bytyçi: Rassismus ist Antiziganismus ist Faschismus
  • Petra Čagalj-Sejdi: Romano Sumnal – Rom_nja-Aktivismus in Leipzig
  • Ivana Mariposa Čonková: Wir Rom_nja nehmen die Forderung nach Integration aus der Position der Unterdrückung wahr
  • Miroslav Brož: Konexe zu Besuch bei Nachfahren der Überlebenden des Konzentrationslagers von Lety u Písku
  • Jozef Míker, Gruppe Gegen Antiromaismus: Černí, bílí, spojme síly! Politischer Aktivismus von Rom_nja in Tschechien
  • Gruppe Gegen Antiromaismus, Kathrin Krahl: Was Rom_nja fordern und wofür sie kämpfen soll gehört werden

2. Geschichte: Verfolgung und Kontinuität

  • Ceija Stojka: Auschwitz ist mein Mantel
  • Markus Pape: Das KZ Lety u Písku und die deutsche Mitverantwortung für eine würdige Gedenkstätte
  • Michael Möckel, Claudia Pawlowitsch: Beobachtungen und Skizzen zur institutionalisierten Verfolgung im Nationalsozialismus – eine lokalhistorische Quelle aus Dresden
  • Kristina Wermes: Das Schicksal der Leipziger Sintifamilie Deußing
  • Alexander Rode: Sinti, Roma und die Stadt Leipzig
  • Pascal Begrich: „Auf dem bisherigen Platze waren sie dem bewohnten Ortsteile zu nahe.“ Die Stadt Magdeburg und die Verfolgung der Sint_ezze und Rom_nja im Nationalsozialismus
  • Daniela Schmohl: Rom_nja und Sint_ezze in der SBZ und DDR. Ausgrenzung, (Nicht-) Entschädigung und Wahrnehmung
  • Michal David: Wenn das klappt, muss es gut sein, Part Eins   

3. Gegenwart: Gewalterfahrungen und Widerstand

  • Autor_innenkollaborativ (Sarah Münch, Gabriela Constantin, Mariana Tudor, Tudor Marin, Alexandru Cociu, Adriana Mitu (Name geändert), Petruţa Spătaru, Nicuşor, Mircea Sandu (Name geändert), Doina Spătaru): „Ich wollte nicht mehr niedrig sein.“ Erzählungen rumänischer Rom_nja aus Halle/Saale
  • Markus Pape, Jörg Eichler: „Die Leute sind froh, wenn sie darüber mit jemandem reden können.“ – Rechtsvertretung für Opfer rassistischer Gewalt in Tschechien
  • Michael_a Wermes: Sachsen – ruhiges Hinterland? Rassistische Vorfälle der letzten Jahre: Klingenhain, Triebel, Leipzig-Volkmarsdorf
  • Torsten Hahnel: „Zwanzig Jahre Ruhe und dann kommen sie wieder zusammen, die Nazis.“ Wiedererstarken rechter Strukturen auf der Silberhöhe in Halle (Saale)
  • Hannah Eitel: Erinnerung an den Porrajmos: Vergessen oder verdrängt? Zur antiromaistischen Schuldabwehr in der postnationalsozialistischen Gesellschaft

4. Kunst: Musik und Arbeit

  • Sandra Selimović, Simonida Selimović (Mindj Panter): Mindz panther
  • Antje Meichsner: Zeitgenössische Musik und Widerständigkeit von Romn_ja und Sint_ezze
  • Hamze Bytyçi: #Antiziganist_IN Hilton 437 – eine interaktive Radio-Theater-Performance im  Maxim-Gorki-Theater Berlin
  • Antje Meichsner, Delaine Le Bas, Hamze Bytiçi, André Jenő Raatzsch: Rom_nja im Kunstbetrieb – Auszüge aus einer Sendung des Radio RomaRespekt
  • Michal David, Barbora Matysová, Kateřina Sidiropulu Janků: Wenn das klappt, muss es gut sein, Part Zwei: Nachkriegsmigration von Rom_nja nach Nordböhmen und das Kunstprojekt ‚Khatar San?’
  • Frauke Wetzel: 9841 – ein Denkmal für Johann Rukeli Trollmann in Dresden
  • Hannah Greimel: Die mit den Löwen kämpfen. Von der Ignoranz der deutschen Asylpolitik und denen, die ihr widerstehen: die Rapper Kefaet, Selamet und Hikmet Prizreni
  • Rosa Klee: Lustig ist das Digitalnomaden-Leben? Fragen zum ‚strukturellen Antiromaismus’
  • Martin G. Schroeder: Der Makel der Anderen. Normalisierung über Lohnarbeit und Nationalstaat als Strategie intersektionaler Diskriminierung

5. Bildung: Verstrickungen und Anregungen

  • Kathrin Krahl, Jörn Ellger: Lolitschai – Verniedlichung und unverurteilte weibliche Täterschaft im Nationalsozialismus
  • Jana Müller, Antje Meichsner: Lokalhistorische Spurensuche, das Zeitzeugenarchiv und historische Jugendbildungsarbeit – die Erinnerungsarbeit des AJZ e.V. Dessau
  • Kristina Wermes: Stolpern aus Prinzip
  • Kerem Atasever, Susanne Gärtner: Antiromaismus ist exemplarisch
  • Michael_a Wermes: Kommentierte Bibliographie zum Thema Antiromaismus
  • Playlist zu zeitgenössischer Musik und Widerständigkeit von Romn_ja und Sint_ezze

Autor_innenverzeichnis

0 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben

Neuen Kommentar schreiben