Zukunft der EU-Integration und der Globalisierung

Zukunft der EU-Integration und der Globalisierung

Roundtable «Zukunftswerkstatt Deutschland»
Cover: Zukunft der EU-Integration und der Globalisierung
03. Jul. 2017 von Andreas Maisch
Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
Veröffentlichungsort: www.boell.de
Veröffentlichungsdatum: Juni 2017
Seitenanzahl: 18

 

Die EU-Integration und die Globalisierung haben eine Gemeinsamkeit: Beide Projekte stehen unter Druck, wie Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, in seiner Eröffnungsrede erläuterte. Hüther warnte davor, die Gefahr durch Globalisierungsgegner zu unterschätzen. Schon die erste Globalisierungswelle ab 1870 habe 1914 mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs geendet.

Schon um 1900 herum konnten sich Ökonomen kaum vorstellen, dass sich die Globalisierung angesichts der starken internationalen Netzwerke, des technischen Fortschritts und der globalen Kapitalanlagen zurückdrehen ließe. Doch die Geschichte lehre, dass eine Abwendung von der Globalisierung eine Gefahr sei, sagte Hüther.

Sowohl die EU-Integration als auch die Globalisierung seien auf gewisse Weise Projekte des Westens. Die EU und die Internationalisierung seien mit Aufklärung, Gewaltenteilung, Demokratie, Freiheit und der Herrschaft des Rechts verbunden. Auch Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sieht die Globalisierung massiv herausgefordert.

Neu sei, dass nicht autoritäre Mächte die Globalisierung herausfordern, sondern dass der Widerstand aus dem Inneren Europas und der USA komme. Der Ausgang des Brexit-Referendums und die Wahl von US-Präsident Donald Trump mit seinem protektionistischen Programm zeigten, dass die Vorbehalte der Menschen gegen Freihandel und transnationale Integration wachsen.

Es sei wichtig, auf dem gemeinsamen Fachgespräch mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln zu fragen: Was ist schief gelaufen? Das Fachgespräch solle milieuübergreifende Dialoge vertiefen und weitere anstoßen.

Der Bericht beruht auf einem Fachgespräch, das am 25. Januar 2017 in der Heinrich- Böll-Stiftung in Berlin stattfand. Das Fachgespräch ist Teil einer gemeinsam vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln und der Heinrich-Böll-Stiftung verantworteten Reihe, die sich unter der Überschrift «Zukunftswerkstatt Deutschland» gesellschaftlichen und ökonomischen Zukunftsfragen zuwendet.

 

Inhaltsverzeichnis:

  • Zusammenfassung
  • Einführung: Globalisierung gestalten
  • Thema 1: Brexit: Folgen für die europäische Integration und die deutsche Wirtschaft
  • Thema 2: Stehen wir vor einem Ende der Globalisierung – was ist falsch gelaufen?
  • Format Roundtable «Zukunftswerkstatt Deutschland»
  • Der Autor
  • Impressum

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