Deutsch-Israelische Perspektiven auf Utopie: Die Deutsch-Israelischen Literaturtage in Israel

Deutsch-Israelische Perspektiven auf Utopie: Die Deutsch-Israelischen Literaturtage in Israel

In Kooperation mit dem Goethe Institut und dem Van Leer Jerusalem Institut lädt das Israel-Büro der Heinrich-Böll-Stiftung zu mehreren Veranstaltungen in Jerusalem und Tel Aviv ein.

Heinrich Bar TalksUrheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung Israel. All rights reserved.

Die Deutsch-Israelischen Literaturtage 2017 stehen im Kontext unzähliger Jahrestage weltweit, welche allesamt verbunden sind mit alternativen gesellschaftlichen Visionen.

Vor 120 Jahren, im Jahre 1897, veranstaltete Theodor Herzl den ersten Zionistischen Kongress in Basel, bei dem er seine Vision von einem Judenstaat, den, welchen Herzl in seinem Werk Altneuland beschrieb, als ein gerechtes Zusammenleben zwischen der jüdischen und arabischen Bevölkerung skizziert.

20 Jahre später, oder exakt vor 100 Jahren, fand die Russische Oktoberrevolution statt, welche Gleichheit und Gerechtigkeit für alle versprach, jedoch in einem totalitären System endete.

Auch 1967 markierte einen historischen Punkt für viele Länder: Nachdem Israel im Krieg von 1967 siegte, besetzte es die heutige Westbank, Gaza, Ostjerusalem, den Golan und die Sinai-Halbinsel. Im selben Jahr wurde Benno Ohnesorg von der Polizei bei einer Demonstration in Berlin erschossen. Die Entscheidung den Täter frei zu lassen radikalisierte einen großen Teil der Studentenbewegung.

Ebenfalls 1967 wird in Bolivien Che Guevara ermordet.

Zum aller ersten Mal wird eine Gruppe israelischer und deutscher Autor/innen vom 4. bis zum 6. Dezember 2017, nach Eröffnung des sogenannten “Utopia Festivals”, zusammentreffen. Nach einem internen Workshop werden die Autor/innen beider Nationen über die Themen Utopien/ Dystopien diskutieren. Danach laden wir herzlichst zu zwei Podiumsdiskussionen ein, welche in Jerusalem am 05. Dezember und in Tel Aviv am 06. Dezember stattfinden, bei denen die Autor/innen kennengelernt, Fragen gestellt und mitdiskutiert werden kann.

Das Event in Tel Aviv wird als Bar Talk abgehalten, welche mehrfach jährlich stattfinden und bereits viele interessante Debatten angeregt haben.

Autor/innen aus Deutschland:

  • Nora Bossong
  • Emma Braslavsky
  • Michael Wildenhain
  • Peter Schneider

Autor/innen aus Israel:

  • Ilana Bernstein
  • Avivit Mishmari
  • Boaz Lavie
  • Igal Sarna

 

Zum Facebook-Event:

 

Das Projekt ist eine Kooperation des Goethe Instituts Israel mit der Heinrich-Böll-Stiftung Israel und dem Van Leer Jerusalem Institut.

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