Die Vermüllung und ihre Folgen für Flora und Fauna des Roten Meeres

Die Vermüllung und ihre Folgen für Flora und Fauna des Roten Meeres

Hintergrund

Die einzigartige Unterwasserwelt des Roten Meeres ist durch Abfall bedroht. Zwischen 2006 und 2018 haben Taucher 8000 Kilo Müll vom Meeresgrund des Golfs von Akaba geholt. Auch an den Stränden wird Müll gesammelt. Doch reicht das aus?

Das Rote Meer ist einzigartig. Es ist ein schmales, tiefes Gewässer, das sich über 2000 Kilometer Länge erstreckt, nämlich von der Sinai-Halbinsel im Norden bis hin zum Golf von Aden im Süden, und so die Grenze zwischen den beiden Kontinenten Asien und Afrika markiert. Mit dem Mittelmeer ist das Rote Meer über den Sueskanal verbunden – und dadurch eine der am meisten befahrenen Wasserstraßen der Welt. Gleichzeitig gibt es dort einzigartige Biotope und zwar sowohl an den Küsten wie auch unter Wasser. Das Rote Meer gilt als einer der vielfältigsten Lebensräume der Erde. In der Region des Indischen Ozeans hat das Rote Meer die größte Vielfalt an Steinkorallen (Scleractinia), und es leben dort über 1280 Fischarten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, das Rote Meer hat den höchsten Anteil an endemischen Meeresbewohnern, denn 12,9 Prozent der Flachwasserfische und 19 von 346 Steinkorallenarten (5,5 Prozent) kommen ausschließlich dort vor.

Korallen – unterschiedliche Funktionen, vielfältiger Nutzen

Korallenriffe sind nicht bloß schön, sie sind wichtige Ökosysteme – und das im weltweiten Maßstab. Die Biodiversität in Korallenriffen ist erstaunlich hoch, und Korallen tragen zur Kalkbildung bei, wodurch die Riffe die Küsten schützen, da sie als Wellenbrecher fungieren und so die Überflutung der Küsten verhindern, Sturmschäden begrenzen, die Versäuerung des Meeres bremsen und verhindern, dass Strände weggespült werden. Außerdem sind die Riffe eine wichtige Quelle für Baumaterial sowie für Grundstoffe für die pharmazeutische und biochemische Industrie, und mittels Fischerei und Tourismus bieten sie den Menschen entlang der Küsten ein Auskommen.

In der Stadt Akaba leben heute an die 150.000 Menschen. Akaba ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Jordaniens undsein einziger Hafen  der Zugang des Landes zur Welt. Die meisten Exporte und Importe des Wüstenreichs werden hier ver- und entladen. Außerdem gibt es Strände von insgesamt 27 Kilometer Länge, was, während der Wochenenden und der Urlaubszeit, zehntausende Touristen aus dem In- und Ausland anzieht. Die vor der Küste von Akaba liegenden Korallenriffe sind über 6000 Jahre alt und enthalten wunderschöne und seltene Arten. Insgesamt 21 Tauchplätze bieten die Möglichkeit, diese Riffe über eine Strecke von 13 Kilometern, bis hin zur saudischen Küste, zu erforschen. Von den insgesamt 516 Fischarten, die es vor der Küste Akabas gibt, leben 250 in diesen Riffen, so Ehab Eid, der Vorsitzende der Royal Marine Conservation Society (JREDS), eines langjährigen Projektpartners der Heinrich-Böll-Stiftung. Im Jahr 2016 gab diese Organisation den ersten Leitfaden über giftige Lebewesen im Golf von Akaba heraus, und sie setzt sich dafür ein, dass die Korallenriffe im Golf von Akaba von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkannt werden.

Da die Stadt Akaba schnell wächst und ihre Strände zum Teil privatisiert werden, droht den Tauchplätzen und den Riffen Gefahr, weshalb man in Jordanien neue Ansätze verfolgt, um die Riffe zu bewahren und gleichzeitig Touristen in die Region zu bringen. Im Jahr 2012 wurden Korallen von Meeresforschern umgesiedelt, und zwar von den beiden am weitest südlich gelegenen Tauchgebieten in den neuen Meerespark von Akaba, zu dem die Öffentlichkeit seit 2018 Zugang hat. Ziel ist es, so Korallenriffe, die im Lauf der letzte Jahrzehnte zurückgegangen waren, zu vergrößern und wiederzubeleben. Nedal Al-Ouran, Leiter des Bereichs Environment, Climate Change and DRR (Disaster Risk Reduction) beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der als Wissenschaftler an der Umsiedelung beteiligt war, erklärte, die Korallen hätten die Maßnahme nicht nur gut überstanden, sie seien seither auch um bis zu fünf Zentimeter pro Jahr gewachsen.

Um nicht nur Taucher, sondern auch Fische und Korallen in diese Gebiete zu bringen, wurden zudem Schiffswracks zu Touristenmagneten, bieten sie doch Korallen einen guten Lebensraum.  Vor Akaba wurden bereits zwei Schiffe und ein Tankbehälter zu künstlichen Riffen gemacht, und im Jahr 2017 versenkte man zu diesem Zweck sogar ein Flugzeug. Das älteste dieser Wracks, die Cedar Pride, sank bereits 1985, und heute ist sie komplett von Korallen besiedelt und äußerst fischreich.

Obwohl sich aber die Korallen im Golf von Akaba als sehr widerstandsfähig erwiesen haben, droht ihnen Gefahr durch Klimawandel, Verschmutzung und Müll.

Die Vermüllung des Meeres – ein weltweites Problem

Die Vermüllung des Meeres gehört weltweit zu den größten menschengemachten Problemen, durch welche Lebensräume im Meer und die Flora und Fauna dort geschädigt werden. Die Anrainer des Roten Meers sind hierbei keine Ausnahme und haben tagtäglich mit dieser Frage zu tun. Zum Müll im Meer gehört alles von Menschen hergestellte oder verarbeitete Material, das im Meer landet, beziehungsweise das von Land und Meer aus ins Wasser gelangt. Bevor er sich an der Küste oder am Meeresboden ablagert, kann solcher Müll lange Wegstrecken zurücklegen.

Müll kann dabei auch aus der Fischerei stammen, von Booten und Schiffen, von Ölbohrplattformen und aus anderen Quellen auf oder im Meer (UNEP, 2019).

Über 80 Prozent des Mülls, der ins Meer gelangt, stammt jedoch vom Festland (PERSGA/UNEP, 2008; Mehlhart und Blepp, 2012). Hierzu gehören gewerblicher sowie Hausfestmüll, Müll aus Abwasser, Müll, den Menschen am Strand zurückgelassen haben, oder Müll von illegalen Kippen. Leichter Festmüll, zum Beispiel Plastiktüten, spielt dabei eine besondere Rolle, wird dieser doch oft ins Meer geweht. Zudem gelangt Festmüll über Bäche, Flüsse, Regen- und Abwasserkanäle ins Meer.

Plastik, als Material für Dinge des täglichen Gebrauchs, wiegt wenig, ist biegsam und langlebig und lässt sich in eine Vielzahl von Formen bringen, wodurch es zu einem der global am meisten genutzten Feststoffe wurde. Zwischen 1950 und 2016 ist die Produktion von Plastik um das 223-fache gestiegen, nämlich von 1,5 Millionen Tonnen auf über 335 Millionen Tonnen (Plastics Europe, 2017). Entsprechend hat das Bevölkerungswachstum zusammen mit der unkontrollierten Produktion von Plastik dazu geführt, dass mehr und mehr Plastik in den Meeren landet und mittlerweile weltweit zwischen 60 und 80 Prozent des Mülls ausmacht, der ins Meer gelangt (Derraik, 2002). Im Golf von Akaba zeigte sich bei Putzaktionen, welche von Tauchern der Royal Marine Conservation Society (JREDS) durchgeführt wurden, dass im Roten Meer über 57 Prozent des Mülls aus Plastik besteht.

Die drei wichtigsten Sorten Plastikmüll, auf die man in der Regel stößt, sind Großmüll wie beispielsweise Plastiktüten, mittelgroßer Müll wie Flaschenverschlüsse sowie Mikromüll wie Plastikkügelchen aus der Industrie oder von zerriebenen Plastikgegenständen (Derraik, 2002; Eriksen, 2010). Die Plastikkügelchen, die man in Akaba am Strand findet, stammen meist aus verschütteter Fracht vom Hafen, und die größte Zahl davon findet man, wegen der vorherrschenden Strömungen und Winde, an Stränden mit Nord-Süd-Ausrichtung (Abu-Hilal & Al Najjar, 2009). Da diese Verschmutzung anhält, haben Untersuchungen mittlerweile weltweit Plastikteilchen im Wasser, im Boden und selbst im Verdauungstrakt, den Atemwegen und im Gewebe von Meeresbewohnern nachgewiesen (Alshawafi u.a., 2018; Wright und Kelly, 2017; Derraik, 2002; Gordon, 2011).

Einige jener Gebiete, die am stärksten verschmutzt sind, liegen nahe von Hafenanlagen und in Gebieten, in denen es schwierig ist, Müll einzusammeln. In Akaba gibt es nahe den Riffs besonders viele schwere Metalldosen, da diese sich auf dem Meeresboden ablagern, wo sie sich meist nur schwer erreichen lassen.

Müllarten und ihr Anteil am Müll im Meer. Die Zahlen beruhen auf Müll der zwischen 2005 und 2018 von Tauchern im Auftrag der Roy — Bildnachweise

Folgen der Vermüllung im Roten Meer

Umwelt und Leben im Roten Meer leiden unter der Vermüllung. Da es viele verschiedene Arten von Müll im Meer gibt, sind auch die Auswirkungen jeweils unterschiedlich. Plastik zerfällt beispielsweise in kleine Teile, welche dann von Tieren verschluckt werden und so in die Nahrungskette gelangen können – möglicherweise auch auf unseren Teller. Manche Arten von Plastik zerfallen außerdem zu Bisphenol A (BPA), und manche Forscher gehen davon aus, dass diese Substanz, die ihrer Struktur nach dem Östrogen ähnelt, den Hormonhaushalt stören kann. In einer neueren Untersuchung wurden Störungen des Nervensystems nachgewiesen sowie Missbildungen bei Embryos von wirbellosen Meeresbewohnern.

Die meisten von uns bekommen den Müll im Meer erst dann zu Gesicht, wenn er am Strand angespült wird; dieser unangenehme Anblick stört Strandbesucher. Man schätzt, dass sich der wirtschaftliche Schaden, der durch die Vermüllung der Meere entsteht, allein in der Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und für die Branchen Fischerei, Schifffahrt und Tourismus auf jährlich 1,265 Milliarden US-Dollar beläuft (APEC Marine Resources Conservation Working Group, 2009).

Der Fischfang kann im Meer zu Umweltproblemen führen – ob und in welchem Ausmaß, das hängt stark ab vom verwendeten Gerät, den jeweiligen natürlichen Bedingungen, den Arten, die befischt werden, sowie von dem Können und der Redlichkeit der Fischer. Abgesehen davon, dass durch den Fischfang der Fischbestand sinkt, sind viele Meereslebewesen auch von den Nebenwirkungen betroffen, beispielsweise von verlorenem Fanggerät – und das vor allem dann, wenn dieses aus Plastik besteht. Fangleinen und Netze zählen zum schädlichsten Plastikmüll, denn sie verheddern sich in Korallenriffen und können diese zerstören, wenn versucht wird, sie wieder einzuholen. Verlorenes Gerät kann für Meeresbewohner auch eine tödliche Falle sein, da sie sich darin verfangen und sich dabei verletzen können oder gar verhungern, ersticken und sterben. Diese Art des unbeabsichtigten Fangs nennt man „Geisterfischfang‟ (Ghost Fishing).

Wenn Plastikmüll ins Meer gelangt, können Meeresbewohner ihn verschlucken, da sie ihn für Nahrung halten. Ein berühmtes Beispiel ist die Seeschildkröte, die eine weiße Plastiktüte für eine Qualle hält, denn die Ähnlichkeit ist groß. Außerdem schlucken Tiere Plastik, wenn dieses an ihrer eigentlichen Nahrung hängt, wodurch Nährwert verloren geht und es zu Verdauungsproblemen oder sogar zum Tod kommen kann.

Die Folgen, welche Müll im Meer auf bedrohte Arten in der Region hat, weil sich Tiere darin verfangen oder ihn fressen, sind noch weitgehend unerforscht. Für Meeressäugetiere ist jedoch der Tod durch Ertrinken eine große Bedrohung (PERSGA, 2006), und man geht davon aus, dass es durch Geisterfischfang häufig dazu kommt.

Der Kampf gegen Müll im Meer – Das Beispiel von JREDS

Ein erster Schritt, die Vermüllung des Meeres verringern, besteht darin, den Menschen das Problem bewusst zu machen, damit sie ihr Verhalten ändern können. Außerdem müssen Gesetze zum Schutz der Umwelt verschärft und muss dafür gesorgt werden, dass diese Gesetze auch umgesetzt und eingehalten werden. Schließlich muss Müll angemessen entsorgt oder recyclt werden, und von Anfang an sollte – speziell bei der Verpackung – weniger Plastik verwendet werden. Durch all diese Maßnahmen ließe sich die Menge des Mülls im Meer verringern. Nur wenn die Vermüllung des Meeres zurückgeht und die Umwelt wirksam gemanagt wird, lässt sich der einzigartige Lebensraum des Roten Meeres erhalten.

Die Royal Marine Conservation Society of Jordan (JREDS), ein Projektpartner der Heinrich-Böll-Stiftung, setzt sich hierfür im Golf von Akaba ein, und versucht dort, die Lebenswelt im Meer zu schützen und zu erhalten.

Die Mitglieder von JREDS beteiligen sich an einer jährlich stattfindenden Putzaktion, im Rahmen des „Clean Up The World‟-Programms, welches unter der Schirmherrschaft der UNEP steht, und an dem weltweit 35 Millionen Menschen teilnehmen. In der Region Akaba ist JREDS für dieses Programm zuständig. Durchgeführt wird das Programm in der Regel gemeinsam mit Interessenvertretern wie Behörden, nicht-staatlichen Einrichtungen, Nicht-Regierungsorganisationen (NROs) und zivilgesellschaftlichen Gruppen sowie Schulen und Tausenden von Freiwilligen. Eine Reihe von Veranstaltungen dient dazu, Bewusstsein über die Verschmutzung des Meeres im Golf von Akaba zu schaffen und zu vertiefen. Hierzu gehören Bildungsprogramme, Putzaktionen an Stränden und im Meer, Wettbewerbe für die originellsten Recycling-Methoden sowie Seminare zur Müllvermeidung. Im Jahr 2014 führte JREDS in der jordanischen Hauptstadt Amman eine Ausstellung durch mit dem Titel „Endziel Meer‟, bei der Kunstwerke gezeigt wurden, welche aus insgesamt fünf Tonnen Müll hergestellt worden waren, die man bei verschiedenen Putzaktionen im Rahmen des „Clean Up The World‟-Programms aus dem Meer gefischt hatte. Schüler wie die Allgemeinheit bekamen so zu Gesicht, welch gewaltige Mengen Müll schon an kleinen Strandabschnitten gefunden werden.

Durch die alljährlichen Putzaktionen ist der Müll an den Küsten des Golfs von Akaba zurückgegangen. Trotz aller Anstrengungen muss der Kampf gegen die Vermüllung des Meeres jedoch weitergehen, hat sie doch drastische Folgen für die Lebenswelten im Meer, für unser aller Gesundheit und für die Wirtschaft.

JREDS hat darüber hinaus im Golf von Akaba zusammen mit Tauchern zwischen 2006 und 2018 über 8000 Kilo Müll vom Meeresboden entfernt. Dazu kam ein Projekt, bei dem JREDS für die gesamten Region und in Zusammenarbeit mit Jordanien, Ägypten, Saudi-Arabien, dem Sudan und Dschibuti untersuchte, wie sich Müll im Roten Meer und an seinen Küsten ausbreitet und welche Folge diese Vermüllung hat. Teil dieses Projekts mit einjähriger Laufzeit waren 15 Putzaktionen an fünf beliebten Tauchpunkten, bei denen insgesamt 603 Kilo Müll an Land und 487 Kilo Müll vom Meeresboden eingesammelt wurden.

JREDS betreibt darüber hinaus ein Programm für nachhaltige Entwicklung, bei dem die folgenden drei Maßnahmen entsprechend der von der Stiftung für Umwelterziehung (FEE) formulierten Grundsätze umgesetzt werden. Dies sind, erstens, das Programm „Blaue Flagge‟, bei dem Strände auf freiwilliger Basis nach ökologischen Kriterien zertifiziert werden, um so für gute Wasserqualität, Sicherheit und Gesundheit zu sorgen. Zweitens gibt es das Programm „Grüner Schlüssel‟, bei dem Tourismusbetriebe nach ökologischen Kriterien zertifiziert werden, um nachhaltigen Tourismus und Umweltbewusstsein zu fördern. Drittens sind da die „Öko-Schulen‟, ein weltweites Bildungsprogramm in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit. JREDS arbeitet im Rahmen dieser Programme mit sieben Stränden, 30 Hotels und über 108 Schulen in Jordanien zusammen, mit dem Ziel, besonders umweltverträgliche Ansätze zu fördern und die Lebenswelt des Meeres zu schützen.

In den vergangenen zwei Jahren haben JREDS und die Heinrich-Böll-Stiftung Palästina & Jordanien in Akaba gemeinsam zwei Seminare durchgeführt, an denen örtliche Umweltaktivisten und -organisationen teilnahmen. Beim diesjährigen Seminar standen auf dem Programm Punkte wie die Folgen der Vermüllung des Roten Meers, Ansätze zum Umweltmanagement vor dem Hintergrund der Strategien im jeweiligen Land sowie  zivilgesellschaftliches Engagement und Bürgerinitiativen vor Ort. Darüber hinaus wurden umweltbewusst arbeitende Institutionen in Akaba besucht und eine Bootstour unternommen zu den einzigartigen Korallenriffen und ihrer Lebenswelt, damit die Teilnehmenden sehen konnten, welche Folgen die Verschmutzung konkret hat. Schließlich packten die Teilnehmenden selbst mit an und beteiligten sich an einer Putzaktion an einem der stark verschmutzten Strände von Akaba, wo sie in kurzer Zeit säckeweise angespülten Plastikmüll einsammelten.

Die Vermüllung des Meeres bleibt ein Problem, und um daran etwas zu ändern, muss nicht nur die erforderliche Infrastruktur verbessert werden – Recyclingprogramme, Sammelstellen, nachhaltige Müllentsorgung und effiziente Lieferketten –, sondern es geht auch um Aufklärung, ein stärkeres Verantwortungsgefühl bei Verbrauchern und Herstellern, bessere wirtschaftliche Anreize für umweltfreundliches Handeln wie Gebühren und Steuern, und zudem müssen bestehende Umweltgesetze auch durchgesetzt werden und muss der bereits vorhandene Müll weiterhin aus dem Meer und von den Küsten entfernt werden.

Menge des Mülls nach Gewicht, die zwischen 2006 und 2018 jährlich von Tauchern der Royal Marine Conservation Society vom Meeresb — Bildnachweise



Dieser Beitrag ist Teil unseres Dossiers "Clean it up! Müll in Nahost und Nordafrika".


Quellen

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