DossierClean it up! Müll in Nahost & Nordafrika

Strände voller Plastik - und kein Ende in Sicht: um 70 Prozent soll das weltweite Müllaufkommen bis zum Jahr 2050 steigen, sagt eine Studie der Weltbank, wenn es so weitergeht. Höchste Zeit, Müll zu reduzieren, zu verwerten, zu vermeiden. Hier stellen wir Entwicklungen und Initiativen aus der Region vor.

Libanon

Die große Müllkrise 2015 bewegte Beirut und brachte viele Menschen auf die Straße. Hat die Politik daraus gelernt und kümmert sich nun?

Marokko

Marokko hat, wie viele andere Länder auch, ein Müllproblem. Vor allem Plastikmüll verschmutzt die Strände. Das Plastiktütenverbot soll ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Doch funktioniert es?

Yassine Mazzout leitet die erste Müllkooperative Marokkos. Im Video erzählt er, wie es dazu kam und erklärt die drei Arbeitsschritte des Betriebs.

100.000 €So teuer kann ein Verstoß gegen das Verbot von Plastiktüten in Marokko werden.

Tunesien

Müll und seine Herausforderungen werden auch in Tunesien angegangen. Was Zigarettenkippen, Badelatschen, die Bürgermeisterin von Tunis und eine Jugendorganisation damit zu tun haben, erfahren Sie hier.

Palästina und Jordanien

Israel

Israels Müllaufkommen nimmt seit Jahren stetig zu - zum Leidwesen der Menschen. Wohin damit?

Wenn Müll zum Gesundheitsrisiko wird – Israel muss neue Wege finden

Bisher werden knapp 80% des kommunalen Festmülls auf Deponien gelagert, die sich immer weiter ausbreiten. Für Mensch und Natur können die Deponien schwerwiegende Folgen haben: neben Gestank- und Staubentwicklung kann es zu Methangasemissionen kommen und die Gefahr, dass Boden und Grundwasser kontaminiert werden, steigt. Die israelische Regierung hat nun einen Plan entwickelt, mit dem sie bis 2030 mehr Abfall recyclen und weniger deponieren. Einige NGOs organisieren Sensibilisierungskampagnen und Diskussionsrunden auf Augenhöhe mit der Bevölkerung, um diese auf Abfall und seine Folgen aufmerksam zu machen.

653 kg Abfallwerden in Israel jährlich pro Kopf produziert.

Mehr zum Thema

Auf der Welt werden jährlich 300 Millionen Tonnen Plastik produziert, etwa zwei Prozent davon, ungefähr 8 Millionen Tonnen, landen im Meer. Um die Verschmutzung zu reduzieren, kann jede/r etwas beitragen: weniger Verpackungen aus Plastik nutzen und auf Alternativen ausweichen. In Berlin gibt es mit "Original Unverpackt" bereits ein Lebensmittelgeschäft, das auf Plastikverpackungen verzichtet.

Der Meeresatlas: Daten und Fakten über unseren Umgang mit dem Ozean