Clean it up! Müll in Nahost & Nordafrika

DossierClean it up! Müll in Nahost & Nordafrika

Strände voller Plastik - und kein Ende in Sicht: um 70 Prozent soll das weltweite Müllaufkommen bis zum Jahr 2050 steigen, sagt eine Studie der Weltbank, wenn es so weitergeht. Höchste Zeit, Müll zu reduzieren, zu verwerten, zu vermeiden. Hier stellen wir Entwicklungen und Initiativen aus der Region vor.

Müll, Wut, Selbstinitiative

Einführung

In vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas sind die Probleme mit der Müllentsorgung so gravierend, dass sie die Leute auf die Straße bringen. Die Hoffnung auf eine nachhaltige Abfallwirtschaft kommt von lokalen und privaten Initiativen.

Von Meret Michel
Unter 10% des Mülls in der Region wird recycelt.

Aktuell

Libanon

Die große Müllkrise 2015 bewegte Beirut und brachte viele Menschen auf die Straße. Hat die Politik daraus gelernt und kümmert sich nun?

"Clown me" in ist eine libanesischer Theatergruppe, die mit interaktiven Performances auf soziale Ungerechtigkeiten aufmerksam macht.

Marokko

Marokko hat, wie viele andere Länder auch, ein Müllproblem. Vor allem Plastikmüll verschmutzt die Strände. Das Plastiktütenverbot soll ein erster Schritt in die richtige Richtung sein. Doch funktioniert es?

Yassine Mazzout leitet die erste Müllkooperative Marokkos. Im Video erzählt er, wie es dazu kam und erklärt die drei Arbeitsschritte des Betriebs.

100.000 €So teuer kann ein Verstoß gegen das Verbot von Plastiktüten in Marokko werden.

Marokko: Ein (anderer) Tag am Meer

Untersuchung

Von März bis August 2018 haben 40 freiwillige Helfer/innen mit unserer Unterstützung Müll an 26 Stränden der Atlantik- und Mittelmeerküste Marokkos untersucht. Sie haben 36.280 verschiedene Abfälle eingesammelt - der übwiegende Teil ist Plastikmüll.

Tunesien

Müll und seine Herausforderungen werden auch in Tunesien angegangen. Was Zigarettenkippen, Badelatschen, die Bürgermeisterin von Tunis und eine Jugendorganisation damit zu tun haben, erfahren Sie hier.

Tunesien: Gemeinsam gegen Müll

Ausstellung

Suad Abderrahim, die Bürgermeisterin der Hauptstadt Tunis, fordert eine „Tiefenreinigung“ für ihre Stadt, um das Müllproblem zu bewältigen. Neben der Entsorgung müssen dabei auch Lagerung, Wiederverwendung, Recycling und Müllvermeidung mitgedacht werden.

Von Philipp Wagner

Endstation Meer? Das Plastikmüllprojekt

Ausstellung

Die Ausstellung „Endstation Meer? – Das Plastikmüllprojekt“ macht sichtbar, in welchen unterschiedlichen Formen Plastikmüll im Meer zu finden ist. Es werden Folgen und Lösungen künstlerisch dargestellt.

Von Philipp Wagner

Eine Pfadsuche für den Umgang mit Plastikmüll

Green Lecture

Es scheint ein Widerspruch zu sein: Wirtschaftliches Wachstum und Umweltschutz. Doch die junge tunesische Demokratie ringt um Lösungen, die beides vereint.

Von Dr. Heike Löschmann, Nidhal Attia

Palästina und Jordanien

Die Vermüllung und ihre Folgen für Flora und Fauna des Roten Meeres

Hintergrund

Die einzigartige Unterwasserwelt des Roten Meeres ist durch Abfall bedroht. Zwischen 2006 und 2018 haben Taucher 8000 Kilo Müll vom Meeresgrund des Golfs von Akaba geholt. Auch an den Stränden wird Müll gesammelt. Doch reicht das aus?

Von Mohammad Al-Tawaha , Clara Geiger

Vorstellungen von Projekten aus Palästina

Projekte

Mit der Sensibilierung gegenüber Plastikverschmutzung und den folgenden Konsequenzen steigt auch das Interesse der Menschen, daran etwas zu ändern. Wir präsentieren vier Projekte aus Palästina, die sich für eine saubere Welt einsetzen, indem sie recyclen, upcyclen und wiederverwenden.

Von Sandra Nenninger

Mehr zum Thema

Auf der Welt werden jährlich 300 Millionen Tonnen Plastik produziert, etwa zwei Prozent davon, ungefähr 8 Millionen Tonnen, landen im Meer. Um die Verschmutzung zu reduzieren, kann jede/r etwas beitragen: weniger Verpackungen aus Plastik nutzen und auf Alternativen ausweichen. In Berlin gibt es mit "Original Unverpackt" bereits ein Lebensmittelgeschäft, das auf Plastikverpackungen verzichtet.