Performance: Best of Baum

Förderprojekt

BEST OF: BAUM lädt zu einer Revue der größten Baum-Momente auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ein.

Performance Best of Baum

BEST OF: BAUM lädt zu einer Revue der größten Baum-Momente auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ein. Showtime für ein Naturtalent! Wie so häufig in ihrer Arbeit setzt die Hamburger Theatermacherin und Performerin Juliana Oliveira auch in ihrer neuen Produktion Behauptung und Größenwahn als Stilmittel und Fallhöhe ein: Der Baum, der wohl berühmteste Hintergrunddarsteller, reißt sich von der Kulisse los und übernimmt die ungewohnte Hauptrolle. Neben ihm als Star des Abends spielen auch einige Göttinnen, eine wütende Kettensäge, schicksalhafte Liebespaare, Theaterblut, Kulissenteile, das Wetter und echte Bäume eine Rolle.
BEST OF: BAUM widmet sich der existentiellen Frage, wie wir die Interessen von Pflanzen vertreten können. Die Performance ist inspiriert von der Forderung des Philosophen und Phänomenologen Michael Marder, dass wir pflanzliches Leben als eine bedeutende Dimension der menschlichen Existenz anerkennen müssen.

Juliana Oliveira, die sich seit vielen Jahren mit dem Motiv des Baumes beschäftigt, inszeniert diese Arbeit in enger Kollaboration mit der Klangkünstlerin burgund t brandt, der Dramaturgin und Autorin Greta Granderath, der Kostümbildnerin Ilona Klein und dem Choreographen und Filmemacher Jonas Woltemate. Gemeinsam mit ihrem Team sucht Oliveira als Baum nach der 'richtigen Weise, im Leben zu stehen'. Natursehnsucht? Echte Bäume wird es nicht geben. Die Performance wird gerahmt von einem Vortrag der Literatur- und Kulturwissenschaftlerin und Baum-Expertin Dr. Solvejg Nitzke (TU Dresden) unter dem Titel BAUMSZENEN. ÜBER BEGEGNUNGEN MIT UNSEREN FREMDEN VERWANDTEN mit anschließendem Publikumsgespräch. Unter dem Motto „Wir leben in der Welt der Bäume, nicht umgekehrt“ untersucht Dr. Solvejg Nitzke die Beziehungen von Menschen und Bäumen in Texten und darüber hinaus. Von Ovid bis Beckett, von Tschechow bis zum New Nature Writing – Bäume und Menschen sind nie nur symbolisch verbunden, die Beziehungen sind so real und vielfältig, dass es lohnt, genauer hinzusehen.

Die Freundinnen und Freunde unterstützen das Projekt mit der Finanzierung des Rahmenprogramms.