Werner-Schulz-Stipendien 2025

Förderprojekt

Die Werner-Schulz-Initiative vergibt mit Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung und der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung erstmals Werner-Schulz-Stipendien. Gefördert werden zwei junge Menschen aus der Ukraine und Belarus.

Das Bild zeigt eine Grafik, auf dem mehrere stilisierte Pesonen vor einer Weltkarte miteinander interagieren.

Die Werner-Schulz-Initiative vergibt in diesem Jahr mit Unterstützung und Förderung durch die Heinrich-Böll-Stiftung und die Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung erstmals Werner-Schulz-Stipendien. Damit sollen politisch aktive Menschen gefördert werden, die die gesellschaftlichen Ziele der Werner Schulz Initiative (WSI) unterstützen und sich in herausragender Weise für zentrale und aktuelle Anliegen einer gemeinsamen europäischen Verständigungs- und Demokratie-Agenda engagieren. Insbesondere junge Menschen sollen dadurch in ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt und begleitet werden. Die ersten Werner-Schulz-Stipendiatinnen kommen aus der Ukraine und aus Belarus. 

Zlata Zhuravlova

Zlata ist 23 Jahre alt und stammt aus Dnipro in der Ukraine. Sie kam 2016 zum Studium nach Deutschland und schloss inzwischen ihren Bachelor in International Management mit Schwerpunkt Digital Marketing ab. Derzeit studiert sie Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin. Seit Beginn der russischen Vollinvasion in der Ukraine 2022 engagiert sie sich aktiv ehrenamtlich in verschiedenen Initiativen. 

Sie organisiert kulturelle und Bildungsprojekte zur Integration ukrainischer Jugendlicher in ihrem neuen deutschen Umfeld. Im Januar 2025 hat sie gemeinsam mit anderen Aktivist:innen den deutsch-ukrainischen Verein Dva Svity (Zwei Welten) gegründet und realisiert seitdem Filmvorführungen, Lesungen, Musikabende und Ausstellungen. Neben ihrem gesellschaftlichen Engagement schreibt sie Gedichte. Im November erscheint ihre erste zweisprachige Gedichtsammlung „Vorspiel“. Zur Veröffentlichung wird eine poetische Performance in ukrainischer und deutscher Sprache vorbereitet. 

„Ich freue mich sehr über das Stipendium, da es mir die Möglichkeit gibt, ein für mich äußerst wichtiges Projekt zu verwirklichen – eine Fotoausstellung über die Ukraine“, sagt Zlata. „Ich halte dieses Projekt für bedeutend und notwendig, insbesondere hier in Berlin, und bin dankbar, dass ich es mit der Unterstützung der WSI realisieren kann.“ Zlata wird während ihres Stipendiums eng vom Austausch e.V., einem Kooperationspartner der Werner-Schulz-Initiative, betreut.

Kacia

Kacia* ist belarusische Menschenrechtsaktivistin und Studentin in Deutschland. Ende 2021 gelangte die 30-jährige über verschiedene Stationen ins politischen Exil und nach Deutschland – seitdem kämpft sie von hier aus weiterhin für Menschenrechte in Belarus. Neben ihrem Studium der Sozialen Arbeit engagiert sie sich für Menschen mit Migrationshintergrund und deren Integration in Deutschland. 

Sie unterstützt aber auch die Familien politischer Gefangener in Belarus und dokumentiert die Verbrechen, Folter und Misshandlungen des belarusischen Regimes in ihrer Heimatregion weiter. „Ich glaube fest an die Kraft aktiver politischer Teilhabe, gesellschaftlicher Zusammenarbeit und des solidarischen Handelns“, sagt Kacia. „Umso mehr freue ich mich über die Chance, im Rahmen des Werner-Schulz-Stipendiums mein Projekt zu den Menschenrechten in Belarus zu verwirklichen – unter anderem mit dem Ziel, die Kämpfe der Zivilgesellschaft sowie die Geschichten politischer Gefangener und meiner Kolleginnen und Kollegen zu zeigen.“ 

Kacia wird während ihres Stipendiums eng von der Robert-Havemann-Gesellschaft, einem Kooperationspartner der Werner-Schulz-Initiative, betreut. 

*Hinweis: der vollständige Name von Kacia kann aus Sicherheitsgründen in der Öffentlichkeit nicht genannt werden.

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