Die Erde ist verwundbar, ihre Lebensräume sind begrenzt. Doch Schadstoffe finden sich inzwischen überall – von arktischem Eis bis in die Tiefsee. Wie können wir Verschmutzung reduzieren und unseren Planeten bewohnbar halten?
Menschen, die die Erde aus dem All betrachten durften, berichten stets, wie verletzlich der Planet wirkt – eine blaue Kugel mit einer dünnen Hülle. Die Atmosphäre sehe so unvorstellbar zerbrechlich aus, als ob man sie mit einem Hauch wegpusten könnte, so beschreibt es der Astronaut Alexander Gerst.
Das Leben auf der Erde hat nur einen schmalen Bereich erobert. Die Luftschicht, in der sich das Wetter abspielt, ist acht bis 18 Kilometer stark. Die Ozeane sind im Schnitt vier Kilometer tief. Lebensspendendes Grundwasser ist in einer Tiefe bis zu zwei Kilometern anzutreffen. Der Bereich, in dem Menschen ohne technische Hilfe überleben können, ist noch kleiner.
Die Wohnung der Menschheit ist nicht groß – und sie ist weitgehend abgeschlossen. Dreck, Müll und Lärm lassen sich nicht vor die Tür kehren. Deswegen reichern sich immer mehr Schadstoffe in der Biosphäre an. Sie belasten die Umwelt, schädigen die menschliche Gesundheit und sind inzwischen überall zu finden: in arktischen Eisschilden, in tiefsten Meeresgräben und in der Muttermilch.
Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) hat die Umweltverschmutzung durch Chemikalien zur dritten großen Umweltkrise ausgerufen - neben der Klima- und der Biodiversitätskrise.
Wer die Erde bewohnbar halten will, muss Schadstoffe, soweit es geht, vermeiden. Oder durch nachhaltige, abbaubare Stoffe und Verfahren ersetzen. Wie das gehen kann, zeigt dieses Glossar für klassische Umweltgifte wie Mikroplastik, Pestizide, die Ewigkeitschemikalien PFAS und Feinstaub, aber auch für Lärm und das Klimagas CO2.