9. Europäisches Geschichtsforum: Verborgene Erinnerung?

Frauen im Zweiten Weltkrieg in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Rollenbilder, Gewalterfahrungen, Tabus

Im Mai 2020 fand das 9. Europäische Geschichtsforum als Fishbowl-Talk im Internet statt. Die Tagung widmete sich dem Thema "Verborgene Erinnerung? Frauen im Zweiten Weltkrieg in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Rollenbilder, Gewalterfahrungen, Tabus".

Film

Unbekannte Partisanin, von Adela Jusič

Nach dem 2. Weltkrieg wurden in Jugoslawien Partisan*innen, deren Namen nicht bekannt waren, unter Grabsteinen begraben. Anstelle eines Namens waren nur die Worte "Unbekannter Partisane" eingraviert.

Die Künstlerin schuf eine Replik eines solchen Grabsteins mit Worten: Unbekannte Partisanin und stellte sie in den Park im Zentrum von Sarajevo. Bis heute haben keine städtischen Behörden oder Medien dem Grabstein Beachtung geschenkt. Er befindet sich immer noch an der gleichen Stelle.

Konferenz-Dokumentation

Konferenz-Mitschnitt

Panel 1: Frauen im 2. Weltkrieg: Emanzipation durch (Selbst-) Mobilisierung?

Panel 1: Women in World War II: Emancipation through (self)mobilization?

Панель 1: Женщины во Второй мировой войне: эмансипация через (само)мобилизацию?

Panel 2: Gewalterfahrungen: Zwischen Aufarbeitung und Tabuisierung

 

Panel 2: Experiences of violence: Between dealing with the past and tabooization

Panel 2: Опыт насилия: между осмыслением и табуированием

Konferenz-Archiv

Über das "Europäische Geschichtsforum"

Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrem russischen Partner, dem Wissenschaftlichen Informationszentrum Memorial, gemeinsam begonnene Initiative „Europäisches Geschichtsforum“ hat das Ziel, v.a. jüngeren Historiker*innen, Mitarbeiter*innen von Museen, Medien und Nichtregierungsorganisationen aus Ost-, Südost- und Westeuropa die Gelegenheit zum Austausch zu geben. So soll ein gesamteuropäischer Diskurs zu Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik vorangebracht werden. Das Forum richtet sich zugleich an alle, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat kritisch mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihrer Vermittlung beschäftigen.

In Kooperation mit Memorial.

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