AfriqUPrising! Demokratie- und Protestbewegungen in Afrika

Hier kommen afrikanische Aktivist/innen zu Wort, die am 26. und 27. April 2017 in der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin zu Gast waren.

Africa is uprising! Von Äthiopien bis in den Senegal, vom Sudan bis nach Südafrika formiert sich politischer Protest.Tausende Menschen gehen auf die Straße, twittern und bloggen für mehr Demokratie, Selbstbestimmung und gegen autoritäre Regierungen. So unterschiedlich die Ursachen für die Proteste auch sind, sie sind Ausdruck einer wachsenden Frustration über gebrochene Versprechen, die Bereicherung politischer Eliten und die Unterwanderung demokratischer Institutionen. Von den Protesten hören wir in Deutschland allerdings kaum etwas.

Dies wollen wir mit diesem Dossier ändern. In Videointerviews und Textbeiträgen zeigen wir, welche Visionen die Aktivist/innen für eine bessere Zukunft in ihren Ländern haben, mit welchen Mitteln sie ihre Bewegungen ausbauen  – und nicht zuletzt, wie eine deutsche und europäische Afrikapolitik aussehen sollte, um die Demokratiebewegungen in Afrika zu unterstützen.

Trailer "Protestbewegungen in Afrika"

Twitterwall #AfriqUPrising

Thiat, Rapper und Aktivist bei "Y'en a marre" ("Fed Up"), Senegal

Wir haben ein großes Problem mit den Medien: Im Senegal gibt es überall Waffen, aber niemand fragt woher sie kommen. Niemand fragt nach den Ressourcen, die von unserem Kontinent gestohlen werden. 7-Jährige bewaffnet mit Kalaschnikoffs arbeiten in Minen, in denen das Koltan gewonnen wird, dass Konzerne aus den USA, China und Europa brauchen. Die Medien aber schweigen.
Thiat

Zacharia Mampilly, Politik-Professor am Vassar College, USA

Wir müssen überdenken, was Demokratie eigentlich bedeutet. Eine echte Demokratie verbessert die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen für Menschen.
Zacharia Mampilly

Fred Bauma, Aktivist La LUCHA, DR Kongo

Meine Vision ist, ein neues Kongo aufzubauen, in dem die Menschen frei und sich ihrer Macht bewusst sind. Und die diese Macht nutzen, um die politische Agenda in ihrem Land mitzubestimmen und zu setzen.
Fred Bauma

Linda Masarira, Aktivistin bei #21DaysofActivism, Simbabwe

Wir haben zu lange geschwiegen. Wir müssen aktiv werden und sicherstellen, dass eine neue Regierungsführung eingesetzt wird, die sich verantwortungsbewusst für die Belange der Bevölkerung in Simbabwe einsetzt.
Linda Masarira

Teddy Mazima, Foto-Reporter und Aktivist, Burundi

Als die Regierung 2015 vier Radiostationen niederbrannte, waren die Sozialen Medien die einzige Möglichkeit, der Welt zu sagen, was in Burundi geschieht. Es war die einzige Möglichkeit, das Schweigen zu brechen.
Teddy Mazima

Podcast

Aufzeichnung vom 24. April 2017

Bildergalerie der Veranstaltung "AfriqUPrising! Demokratie- und Protestbewegungen in Afrika"

AfriqUPrising! Protest- und Demokratiebewegungen in Afrika | Heinrich-Böll-Stiftung

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