Monopoly in Afrika?

Monopoly in Afrika?

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Investitionen und nachhaltige Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent

Wir befinden uns mitten im sogenannten "Deutschen Afrika Jahr". Initiativen unterschiedlicher Ministerien wie der "Marshallplan mit Afrika", der "Compact mit Afrika" oder die Initiative "Pro!Afrika" rücken den Kontinent in den Fokus. Bei aller Unterschiedlichkeit der verschiedenen Papiere und Initiativen stehen zwei Themen im Mittelpunkt: Investitionen sowie Flucht- und Migration. Sie beinhalten allerdings kaum zukunftsweisende Vorschläge wie Entwicklung in Afrika sozial-ökologisch nachhaltiger und inklusiver gestaltet werden kann.

Mit diesem Dossier wollen wir unsere vielfach genannten aber so selten gefragten afrikanischen Partnerinnen und Partner zu Wort kommen lassen. Neben der Dokumentation unserer zweitägigen Fachkonferenz unter dem Titel "Monopoly in Afrika?" vom 30./31. Mai 2017 erwarten Sie weitere Artikel, Interviews und Videos.

Die G20-Strategien für Afrika und der Blick aus afrikanischer Perspektive: Marshallplan mit Afrika, Compact mit Afrika – doch was wollen Afrikaner/innen?
Barbara Unmüßig

Beiträge aus "Perspectives Afrika" 2/2017: Infrastrukturentwicklung in Afrika

Perspectives 02/2017: Den Menschen (zurück) ins Zentrum stellen - Infrastrukturentwicklung in Afrika

Über 600 Millionen Menschen in Afrika, das sind beinahe zwei Drittel der Bevölkerung des Kontinents, haben keinen Zugang zu Strom; die Hälfte hat keinen Zugang zu Trinkwasser. Die zweite Ausgabe der Perspectives Afrika 2017 beleuchtet die Infrastrukturentwicklung in verschiedenen Ländern und untersucht auch, wie demokratische Teilhabe aussehen kann und welche Rolle Menschen- sowie Umweltrechte im wirtschaftlichen Strukturwandel des Kontinents spielen sollten.

Videointerviews

 Dr. Carlos Lopes

Afrikanerinnen und Afrikaner sollten nicht als Hilfsempfänger, sondern als Hauptakteure bei der Anpassung an den Klimawandel betrachtet werden. Sie gestalten die Geschicke ihres Kontinents.

Ikal Angelei

Es ist unerlässlich, dass Gemeinden vor großen Infrastrukturprojekten informiert und eingebunden werden – und sie so auch deren Auswirkungen verstehen.

Mthunzi Mdwaba

Es ist sehr bedauerlich, dass Südafrika das einzige afrikanische Land in der G20 ist. Das ist unfair im Vergleich zu Europa und dem amerikanischen Kontinent.

Dr David Ndii

Europa sollte sich mit der Tatsache vertraut machen, dass es um Investmentchancen in Afrika mit vielen weiteren Ländern konkurrieren muss.

Stimmen aus dem Senegal

Senegal ist eines der fünf ersten afrikanischen Ländern, die in der "Compact with Africa" Initiative der deutschen G20 Präsidentschaft mitwirken. In Dakar melden sich Mitglieder der "Koalition senegalesischer Zivilgesellschaftsorganisationen zu Entwicklungsfinanzierung" (COFID) zu Wort und fordern eine Beteiligung der senegalesischen Zivilgesellschaft sowie des nationalen Privatsektors bei der Realisierung der "Compact" Initiative in ihrem Land.

Ein Marshallplan für Nigeria?

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Auf der Seite unseres Büros in Abuja. finden Sie nigerianische Stimmen, die Entwicklungswege für einen deutschen Marshallplan mit Afrika, einen Compact mit Afrika oder andere internationale Kooperationsrahmen vorschlagen. Der Schwerpunkt liegt auf praktikablen Lösungen, die tatsächlich die Mehrheit der Bürger erreichen.

Video-Aufzeichnung der Konferenz am 30./31. Mai 2017

Begrüßung und Einführung - Barbara Unmüßig, Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung
Keynote - Dr. Carlos Lopes, Professor an der Universität von Cape Town

Begrüßung - Claudia Simons, Referentin Afrika
Einführung: G20 und Afrika - Nancy Alexander, Programmdirektorin Economic Governance and G20, Heinrich-Böll-Stiftung, Washington D.C.
Panel 1: Reality Check! - Welche Auswirkungen haben Investitionsprojekte in Afrika?

Panel 2: Welches Engagement ist wünschenswert?

Gespräch: Was eigentlich braucht Afrika?

Panel 3: Was soll und kann Deutschland leisten?

Was Sie noch intreressieren könnte...

Böll.Thema 01/2017: Die G20 am Scheideweg

Dieses Boell.Thema wirft einen Blick auf die G20, stellt die Organisation vor, aber auch ihre Kritiker, die in Hamburg auf einem „Gipfel der globalen Solidarität“ mobilmachen wollen, um die Versäumnisse und Fehler der G20 zu nennen und für eine gerechtere Welt zu demonstrieren.