Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2016

Das Programm „Europa für Bürgerinnen und Bürger“ 2016

Im Jahr 2007 hat die Europäische Kommission das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" ins Leben gerufen. Es war ein Appell an alle europapolitisch aktiven Organisationen, sich mit Engagement, Ideen und langem Atem der Aufgabe zu widmen, die Europäische Union und ihre Institutionen und Gremien, ihre Arbeitsweise und ihre Vertreter/innen den Bürgerinnen und Bürgern gegenüber sichtbarer und verständlicher zu machen. Die Aktivitäten bieten eine Plattform für die Reflexion über die andauernde Vertrauenskrise und die Zukunft des europäischen Einigungswerks im Licht seiner Geschichte Dabei wird eine ganze Bandbreite der Themen von Energiepolitik, Toleranzförderung, Flucht und Migration, Vertrauensverlust der Bürger/innen in die nationalen Regierungen wie auch in die EU-Gremien sowie die damit verbundenen Unsicherheiten in Bezug auf die persönliche Lebensgestaltung aufgefächert. In diesem Kontext werden auch die rechtspopulistischen Tendenzen in einigen Mitgliedsländern analysiert und Gegenstrategien entwickelt. Dabei wollen wir die bestehende Skepsis gegenüber den EU-Institutionen adressieren und auf die Wiedergewinnung des Vertrauens der Bürger/innen hinwirken. Europäische Werte und Bürgerrechte sind ebenfalls wichtige Themen: Die Herausforderungen der Aussen- und Nachbarschaftspolitik nach der Krise in der Ukraine, Spanien und Griechenland, die gewachsenen Herausforderungen durch die Flüchtlingskrise, sowie Geschlechterdemokratie und Schutz von Grundrechten, stehen dabei im Vordergrund.

Die Aktivitäten sind darauf ausgerichtet, den Austausch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Mitgliedsstaaten sowie zwischen Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und politischen Entscheidungsträgern und zudem mit den Vertreter/innen der EU-Gremien zu organisieren und so die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Akteure voranzutreiben. Damit wird ein wesentlicher Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zum besseren Verständnis der EU-Gremien und ihrer Arbeitsweise geleistet als Grundlage für gesellschaftspolitisches Engagement auf EU-Ebene.

Auch in diesem Jahr hat sich die Heinrich-Böll-Stiftung gemeinsam mit ihren Projektpartner/innen im Rahmen des Programms "Europa für Bürgerinnen und Bürger" (EU*BB) viel vorgenommen:

  • die Stärkung der europäischen Bürgerschaft durch Förderung der demokratischen Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger auf EU-Ebene
  • die Förderung des Verständnisses der EU, ihrer Geschichte und Vielfalt
  • die Stärkung des Geschichtsbewusstseins und des Bewusstseins für eine gemeinsame europäische Geschichte und gemeinsame Werte


Die maßgeblichen Akteure des Programms EU*BB 2016

sind die Heinrich-Böll-Stiftung mit ihrer Stiftungszentrale in Berlin, ihre Auslandsbüros in Brüssel, am Standort der EU-Kommission und vieler EU-Institutionen, in Thessaloniki/Griechenland, Prag/Tschechien, Warschau/Polen, Zagreb/Kroatien und Sarajewo/Bosnien-Herzegowina sowie die Grüne Bildungswerkstatt in Wien/Österreich. Mit dabei sind die zahlreichen Projektpartner/innen in den Mitgliedsländern der Europäischen Union.

Schwerpunkte

Europa neu denken – die Zukunft Europas

Das Arbeitsprogramm "Zukunft Europas - Europa neu denken" bündelt Aktivitäten, die in vielfältiger Weise Aspekte europäischer Politiken, sowie ihre Perspektiven und Zukunftsaussichten aufgreifen.

Europas Asyl- und Flüchtlingspolitik

In diesem Schwerpunkt des Arbeitsprogramms "Zukunft Europas - Europa neu denken" werden Aktivitäten versammelt, die in vielfältiger Weise Aspekte europäischer Asyl- und Flüchtlingspolitik aufgreifen.

Europäische Energiepolitik

Die Heinrich-Böll-Stiftung konzentriert sich im Rahmen ihres Arbeitsprogrammes 2016 auf die Nutzung und Auswirkungen der Ressource Kohle sowie die Ideen für eine europäische Energieunion.

Gleichstellungspolitik in Europa

Das Programm "Europa für Bürgerinnen und Bürger" bündelt in dem Themenbereich Geschlechterdemokratie Aktivitäten zur Toleranzförderung, Gleichstellung und Schutz von Grundrechten.

Europapolitik

Das Vertrauen in das europäische Projekt schwindet, für viele sind die Vorteile einer vertieften Europäischen Union nicht erkennbar. Dabei liegen sie auf der Hand, zum Beispiel hinsichtlich einer gemeinsamen Energie- oder Außen- und Sicherheitspolitik. Wir wollen mit unseren Veranstaltungen und Studien die Debatte über die Zukunft der EU befördern, wollen die Bürgerinnen und Bürger informieren und für eine Teilnahme an der Gestaltung der Europäischen Union gewinnen. Auf dieser Themenseite zeigen wir einen bunten und vielfältigen Kontinent mit all seinen Errungenschaften und Widersprüchen – und der allen Krisen zum Trotz gerade jenseits seiner Grenzen nach wie vor vielen als Sehnsuchtsort gilt. Kurz: Ein Europa, für das es sich zu kämpfen lohnt.

Veranstaltungen

Europäische Zeitungen zwischen Digitalisierungsdruck, Fake News und politischer Einflussnahme
Stuttgart
Filmvorführung mit anschließender Diskussion
Potsdam

Green European Journal

Das englischsprachige Green European Journal ist das Magazin der Green European Foundation (GEF).
Die im Mai 2014 erschienene achte Ausgabe mit dem Titel "The Green European Fights" (PDF) beleuchtet den Zustand der EU rund um die Wahlen zum Europäischen Parlament.
Eine zentrale Schlussfolgerungen lautet: Die Zeiten der "weichen Politik" sind vorbei, die Ära der "harten Politik" hat begonnen.

Dossier: Gleichstellungsprojekt Europa?

Zum Dossier

Die Europawahlen werden zeigen, ob das „Gleichstellungsprojekt Europa“ fortgesetzt und verbessert werden kann oder ob die meist konservativen oder rechtspopulistisch bis rechtsextremen Kräfte, die sich gegen eine emanzipative Gleichstellungspolitik wenden, die Überhand gewinnen.

Weitere Dokumentationen

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