Lepa Mlađenović - Preisträgerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2013

Lepa Mlađenović - Preisträgerin des Anne-Klein-Frauenpreises 2013

Der Anne-Klein-Frauenpreis 2013 ging an Lepa Mlađenović, feministische Aktivistin und Intellektuelle aus Serbien. Der Preis wurde bei einem Festakt am Abend des 1. März 2013 in Berlin überreicht. Hier finden sie mehr Material zur Preisträgerin sowie zur Arbeit der Stiftung zu Frauen- und LGTBI-Rechten auf dem Balkan.  

Beiträge

Anne-Klein-Frauenpreis 2013 an Lepa Mlađenović

"Wir wollen mit dem Anne-Klein-Frauenpreis für Lepa Mlađenović ein kräftiges politisches Signal gegen Homophobie in Serbien und vielen anderen Ländern der Welt setzen und nicht nur heute solidarisch mit ihr und ihren vielen Mitstreiter/innen sein", so Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in ihrer Rede.

Von Barbara Unmüßig

Laudatio zur Verleihung des Anne-Klein-Frauenpreises an Lepa Mlađenović

Bertolt Brecht schrieb einmal: „Wir, die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit, konnten selber nicht freundlich sein.“ Nun, er kannte Lepa Mlađenović nicht. Auch wenn sie selbst erschöpft ist, findet sie immer Worte, um andere aufzumuntern, zum Lachen zu bringen, sich besser zu fühlen. Der Ethik der Differenz fügt sie die Frauensolidarität und die Ethik der Sorge um sich und um andere hinzu als Ausgangspunkt und Weg hin zu einer besseren Welt.  Von Monika Hauser

Porträt: Lepa Mlađenović

 Die Beschreibung der Frau, der 2013 der Anne-Klein-Frauenpreis verliehen wird, müsste von einem Chor von Frauenstimmen verfasst werden. Stellvertretend für all jene, die sie unterstützt hat, die sie dazu angeregt hat, zu sprechen und in sich zukehren, sowie für all jene Frauen, die sie gelehrt hat, sich zu lieben und anderen Frauen zu vertrauen. Von Adriana Zaharijević

Kurzbiografie: Lepa Mlađenović

Kurzer Überblick über das Leben der feministischen Aktivistin und Beraterin, die mit durch männliche Gewalt traumatisierten Frauen und mit Lesben arbeitet.

Der lange Weg aus der Unsichtbarkeit

In Georgien und Serbien erfahren Aktivist/innen gegen Homophobie massive Gewalt, Demonstrationen werden abgesagt. Die serbische Aktivistin Lepa Mlađenović berichtet von ihrer Arbeit und zieht einen Vergleich.

Von Steffen Kolberg

Die Politik der Frauensolidarität

"Frauensolidarität beginnt mit meiner Entscheidung, die Andere zu hören, von ihrer Erfahrung Kenntnis zu nehmen, ihre Geschichte so wahrzunehmen, wie sie es mir erzählt. Das heißt, dass ich mich bereit erklärt habe, die Erfahrung jeder Frau als gleichwertig zu erachten." Lepa Mlađenović, unsere Anne-Klein-Preisträgerin 2013, über die feministische Politik der Frauensolidarität. Von Lepa Mlađenović

Die Darstellung der LGBT-Community im serbischen Mediendiskurs

Die Diskriminierung von Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans* und Intersexuellen in der serbischen Gesellschaft nimmt nur sehr langsam ab. Einen entschiedenden Beitrag dazu leistet die nicht selten diskriminierende Berichterstattung in den Medien, die homophobe Vorurteile immer wieder neu reproduziert. Doch immer öffter schaffen es auch differenzierte Berichte zu LGBTI-Themen in die Presse. Von Jelena Višnjic

Anne-Klein-Frauenpreis

Zu Ehren Anne Kleins vergibt die Heinrich-Böll-Stiftung den Anne-Klein-Frauenpreis. Anne Klein hat als kämpferische Juristin und offen lesbisch lebende Politikerin feministische Pionierarbeit geleistet. Sie war die erste feministische Frauensenatorin in Berlin. Mit dem Preis fördern wir jährlich Frauen, die sich durch herausragendes Engagement für die Verwirklichung von Geschlechterdemokratie auszeichnen. 
Der Preis ist mit 10.000 € dotiert.

Der Anne-Klein-Frauenpreis wurde ermöglicht durch eine großzügige Schenkung Anne Kleins. Dafür herzlichen Dank!

Kontakt

Ulrike Cichon
Heinrich-Böll-Stiftung
Schumannstraße 8
10117 Berlin
T 030-28534-112
F 030-28534-5112
E cichon@boell.de

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