Nie wieder ist jetzt

Jüdisches Leben und Antisemitismus in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023

Der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober war eine historische Zäsur. Viele Jüdinnen und Juden fühlen sich in unserem Land nicht mehr sicher. Das hat uns veranlasst, uns in diesem Dossier mit der aktuellen Realität jüdischen Lebens in Deutschland zu beschäftigen. Wir wollen unterschiedlichen Stimmen Raum geben, alten und neuen Ressentiments nachgehen und aufzeigen, was für ein ziviles, solidarisches und empathisches Miteinander getan werden kann.

Menschen zuhören

Die Angst begann am 7. Oktober 2023

Ein menschenverachtendes Ereignis, das den Nahostkonflikt verschärft und weltweit Reaktionen hervorgerufen hat, in denen antisemitischen Parolen laut und offen skandiert wurden. Auch für viele Jüdinnen und Juden in Deutschland hat sich die Welt verändert. Ich habe mit Mimi, Marguerite und Yotam gesprochen und wollte wissen, wie sie ihren Alltag erleben. Heute - zwei Jahre nach ihren Gesprächen mit der Filmemacherin Yael Reuveny für die Filmreihe «Systemrelevant».

Aufgeschrieben von Annette Maennel

Report #Nahostkonflikt, Bildungsstätte Anne Frank

Die TikTok-Intifada – Der 7. Oktober & die Folgen im Netz

Seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 spielen soziale Netzwerke eine vielfach unterschätzte Rolle bei der Verbreitung von Terrorpropaganda, Falschinformationen, Israelhass, Antisemitismus und Verschwörungsnarrativen. Die Bildungsstätte Anne Frank legt in ihrem Report den Schwerpunkt auf TikTok und schildert die drastischen Auswirkungen auf die politische Meinungsbildung der jungen Zielgruppe.

Stefan Lauer (Hg.), Nicholas Potter (Hg.)

Judenhass Underground
Antisemitismus in emanzipatorischen Subkulturen und Bewegungen

Mit Beiträgen u.a. von Timo Büchner, Riv Elinson, Ruben Gerczikow, Max Kirstein, Stefan Lauer, Nikolas Lelle, Konstantin Nowotny, Monty Ott, Annica Peter, Nicholas Potter, Jan Riebe, Merle Stöver, Anastasia Tikhomirova, Tom Uhlig und Lilly Wolter.

 

David Solomon: Die gesamte jüdische Bibel in einer Stunde - Heinrich-Böll-Stiftung

video-thumbnail Direkt auf YouTube ansehen

Thumbnail-Foto: Stephan Röhl, CC BY-SA 2.0

Vortrag „Die gesamte jüdische Geschichte in einer Stunde" 

David Solomon aus Melbourne ist mit seinen Vortragsperformances längst zum Popstar der Wissenschaft geworden. Sein Vortrag „Die gesamte jüdische Geschichte in einer Stunde", den er 2012 bei uns in der Stiftung gehalten hat, spannt den Bogen von den Anfängen des jüdischen Volkes bis in die Gegenwart. Wer sich in kurzer Zeit einen Überblick über die Geschichte des jüdischen Volkes verschaffen will, ist hier genau richtig (Video ist englisch).

Erinnerungskultur

Exkurs: Jüdisches Leben in der DDR

Ich glaube, daß die Zahl der Antisemiten nicht größer, aber auch nicht geringer ist, als sie im Jahr 1933 war. Ihr Vorhandensein bedeutet nicht unbedingt den Beginn eines Rückfalls. Aber […] erst wenn antisemitische Äußerungen als gesellschaftlich diffamierend gelten […], ist die Gefahr überwunden.
Heinrich Böll, 1960

Hinweis

Das Dossier wird in den kommenden Monaten um weitere Perspektiven ergänzt.
Darüber hinaus arbeiten wir derzeit an einem Dossier, das die gesellschaftlichen Debatten in Deutschland seit dem 7. Oktober aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten soll. Auch damit wollen wir einen Beitrag zu einer demokratischen, wertebasierten und respektvollen Dialogkultur leisten.

Nahostkonflikt

Auf den Seiten unseres Referats Naher Osten und Nordafrika finden Sie Analysen und aktuelle Beiträge zum Thema.

Jetzt lesen!

Redaktion: Annette Maennel