Schwerpunkt
Erinnerung im Wandel
Wir, die deutsche Gesellschaft, sind auch eine Erinnerungsgemeinschaft. Im Zentrum unseres kritischen Geschichtsbewusstseins stehen die Massenverbrechen, allen voran des Dritten Reiches, aber auch der DDR und zunehmend jene des Kolonialismus im Kaiserreich. Gleichzeitig war unsere Gesellschaft nie homogen und wird durch immer vielfältigere historische Erfahrungen geprägt, die um Anerkennung im kollektiven Gedächtnis ringen, während generationelle Wechsel und neue Medien neue Herausforderungen, Perspektiven und Formate hervorbringen.
Der Wandel und die Pluralisierung der Erinnerungskultur werden derzeit intensiv diskutiert. Doch was bedeutet das konkret? Welche vielfältigen Formen des Erinnerns werden im öffentlichen Raum sichtbar? Wie verändert sich die Erinnerungsarbeit? Wie kann das Gebot des Nie-Wieder, des gegenseitigen Zuhörens, aber auch Empathie, Solidarität, Empowerment und Hoffnung durch kollektives Erinnern gelingen?
Gemeinsam mit den Landesstiftungen und zahlreichen Partner*innen in Gedenkstätten, Museen und Initiativen setzen wir uns mit diesen Fragen auseinander, schaffen Dialogräume und Netzwerke.
Podcast
Wir erinnern ...
Was beschäftigt die plurale Gesellschaft Deutschlands? Mit 20 Gäst*innen wollen wir in den Dialog treten, ihre Narrative, Formate und Praktiken der Erinnerung besprechen und in Beziehung setzen. Dafür besuchen uns in jeder Episode 2 Expert*innen zur Erinnerung an bspw. die SED-Diktatur, den Kolonialismus oder rechten Terror. Mit ihnen diskutieren wir die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Erinnerungskultur in Deutschland - und lassen sie auch persönlich werden.
Was Arbeit erzählt...
Erinnern an verflochtene Geschichten einer pluralen Gesellschaft
Wir fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, welche (verflochtenen) Geschichten von Arbeit in unserer Gesellschaft erzählt und wie sie erinnert werden können. Damit möchten wir einen Beitrag zur Debatte über die Pluralisierung der deutschen Erinnerungskultur leisten und über ihr demokratiestärkendes, inklusives Potential diskutieren.
Was Arbeit erzählt … in Hamburg
Mitschnitt der Veranstaltung am 24. Juni 2024 im Museum der Arbeit in Hamburg.
Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg
Was Arbeit erzählt... Einführung Veranstalterin und Moderation (Mitschnitt vom 24.06.26) - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.
Einführung
Was Arbeit erzählt ... Dr. Susann Lewerenz zu Erinnerung an Zwangsarbeit (Mitschnitt 24.06.26) - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.
Erinnerung an Zwangsarbeit
Dr. Susann Lewerenz, KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Was Arbeit erzählt ... Irina Vavitsa zu Erinnerung an Gastarbeit (Mitschnitt vom 24.06.26) - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.
Erinnerung an Gastarbeit
Irina Vavitsa, ehemalige Gastarbeiterin
Was Arbeit erzählt ... Mable Preach über Erinnerung an die Arbeit versklavter Menschen (24.06.26) - Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V.
Erinnerung an die Arbiet versklavter Menschen
Mable Preach, Regisseurin, Choreografin, Kuratorin und Kulturaktivistin
Erinnern in einer Migrationsgesellschaft
Debatten und Formate der Erinnerung heute
Dossiers
Kooperation
