Am Sonntag, den 22. Februar 2026 um 17 Uhr wird im Hackesche Höfe Kino Berlin der Friedensfilmpreis verliehen. Zum 41 Mal wird eine Friedensfilmpreis-Jury aus den Beiträgen zur 76. Berlinale einen Film aussuchen, der in besonderem Maße das friedliche Zusammenleben der Menschen fördert.
Jasmina Barckhausen
Jasmina Barckhausen, geboren in Berlin (DDR), ist chilenische Deutsche. Seit 2009 ist sie als Friedensfachkraft für den Weltfriedensdienst e.V. in Guinea-Bissau tätig und in zivil-militärischen Dialogen, friedlicher Konflikttransformation und Friedensjournalismus engagiert. Sie studierte Erziehungswissenschaften und Europäische Ethnologie (MA) und arbeitete als Film- und Videolaborantin (DEFA 1980-82). Ihre medienpädagogische Erfahrung brachte sie in politischer Jugendbildung und beim Aufbau friedenspädagogischer Netzwerke in Lateinamerika und Guinea-Bissau ein.
Therese Berg
Therese Berg kommt aus einer Theaterfamilie. Sie hat in Hamburg Anglistik und Amerikanistik studiert und eine Theatergruppe geleitet. Neben dem Theater interessierte sie sich immer schon für das Schreiben und besonders für das serielle Erzählen. Sie ist seit fast 15 Jahren Drehbuchautorin für Film und Fernsehen und lebt in Berlin. Dass Menschen für sich und für andere Verständnis und Empathie entwickeln - egal wie groß die Hürden sind, liegt ihr besonders am Herzen. Wie wichtig das ist, ist ihr auf vielen Reisen rund um die Welt klar geworden. Und es hat nicht nur ihr Schreiben geprägt, sondern sie auch veranlasst, internationale Ausstellungen zum Thema „Flucht und Vertreibung“ ehrenamtlich zu organisieren. Nicht zuletzt deshalb praktiziert sie in ihrem Zweitberuf als traumatherapeutische Coachin.
Christiane Mudra
Christiane Mudra ist Autorin, Regisseurin und Gründerin von „investigative theater“. Ihre Arbeiten basieren auf journalistischer Langzeitrecherche zu Themen wie Rechtsextremismus, Misogynie und Netzpolitik. Seit 2013 schreibt & inszeniert sie v.a. in München und Berlin spartenübergreifende Formate, oft außerhalb klassischer Theaterräume. Ihre jüngsten Produktionen sind freiheit.exe, Xploit:s (Kaufhof München), BETA (Deutsche Oper Berlin) und Hotel Utopia (Flughafen Tempelhof). Von 2013 bis 2018 war sie Beobachterin im NSU-Prozess. In den USA recherchierte sie zu Incels und Alt Right. The Holy Bitch Project lief beim NYC Indie Film Festival. Sie inszenierte in Brasilien & war Artist in Residence bei der Biennale in Venedig. Ihre Recherchen wurden auch in Sachbüchern und Podcasts (BPB u.a.) veröffentlicht.
Mahdiyeh Agahi
Mahdiyeh Agahi, geboren im Iran und wohnhaft in Berlin, ist Kamerafrau für fiktionale und dokumentarische Projekte und Mitglied des Kamerafrauen-Netzwerks „Cinematographinnen”. Sie hat ihren Bachelor in Teheran und ihren Master in Cinematography an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf abgeschlossen. Während ihres Studiums und bis heute arbeitete sie als Kamerafrau an verschiedenen Filmen in Iran und Deutschland. Ihre Filme liefen unter anderem auf dem Berlin Short Film Festival, Black Bear Film Festival, Filmfest Düsseldorf, Teheran International Film Festival und Fantasia Film Festival. Ihre visuelle Handschrift zeichnet sich durch emotionale Kommunikation sowie durch Licht, Rhythmus, Farbe und poetische Bildgestaltung aus.
Jakobine Motz
Jakobine Motz wuchs in der DDR auf, studierte Kamera an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg und graduierte am American Film Institute in Los Angeles (AFI). Sie arbeitet als Kamerafrau, Editorin, Filmautorin und Dozentin. Zu ihren über dreißig Arbeiten gehören Dokumentar-, Spiel- und Experimentalfilme, sowie Kooperationen in den Bereichen Bildende Kunst und Theater. Mit ihren Filmen war sie weltweit auf renommierten Festivals wie der Berlinale, den Internationalen Filmfestspielen Venedig oder dem Sundance Film Festival vertreten, erhielt Preise und war eingeladen, ihre Arbeit beim German Woman Cinematographers at MoMA in New York zu präsentieren.