Vielfalt statt Macht

Vielfalt statt Macht

Die gefüllten Regale im Supermarkt suggerieren, dass ein riesiger Markt von Lebensmittelherstellern für die Auswahl und Vielfalt unseres Essens sorgt. Doch genau das ist ein Trugschluss. Immer weniger Konzerne teilen sich die Macht über Landwirtschaft und Lebensmittel.

Dabei ist die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer nur die Spitze des Eisberges: die Marktkonzentration auf allen Ebenen der Produktionskette - vom Acker bis zur Ladentheke - nimmt zu. So befindet sich Ackerland zunehmend in den Händen weniger, wird der Markt für Agrartechnik, Saatgut und Pestizide nur noch von einer Hand voll Konzernen dominiert, teilen sich vier riesige internationale Händler wie Cargill und Bunge den globalen Handel auf. Inzwischen bieten nur vier Supermarkt-Ketten in Deutschland bereits mehr als 70 Prozent unseres Essens an.

Dabei ist Besorgnis erregend, dass die größten Player am schnellsten wachsen. Denn mit der Marktmacht gewinnen die Konzerne auch an Gestaltungsmacht und politischem Einfluss. Sie werden noch weitgehender als bisher entscheiden können, was zu welchem Preis auf unsere Teller kommt.

Dabei ist Vielfalt die Grundlage dafür, dass sich unsere Landwirtschaft an den Klimawandel anpassen kann und dass Hunger und Armut erfolgreich bekämpft werden. Ernährung, Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Vielfalt gehen Hand in Hand. Daher setzen wir uns seit Jahren für eine ökologische und gerechte Landwirtschaft ein und fördern Debatten um alternative Wirtschaftssysteme und Commons.

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