Afghanistan: Rückkehr der Taliban

Mit der dramatischen Machtübernahme der Taliban nach der abrupten Beendigung des 20-jährigen Nato-Einsatzes treibt Afghanistan in eine ungewisse politische Zukunft. Unser Dossier bietet Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Debatten in Afghanistan, der Region und Europa.

Mit der dramatischen Machtübernahme der Taliban nach der abrupten Beendigung des 20-jährigen Nato-Einsatzes treibt Afghanistan in eine ungewisse politische Zukunft.

Es ist mehr als unklar, ob ein friedlicher und inklusiver Übergang verhandelt werden kann, der die komplexen Interessenslagen berücksichtigt, oder ob Gewalt und Chaos die nächsten Jahre bestimmen werden. Noch unabsehbarer sind vor allem mögliche Auswirkungen der Vorherrschaft der Taliban auf die afghanische Zivilgesellschaft, auf Frauen- und Menschenrechte.

Das gegenwärtige Machtvakuum und die daraus resultierende große Verunsicherung der Menschen in Afghanistan wird sich auch auf Fluchtbewegungen in die Nachbarländer der Region und nach Europa auswirken.

Offen bleibt vor allem die Frage, wie die komplexe politische Gemengelage das internationale geopolitische Gefüge langfristig beeinflussen wird. Das internationale Projekt „Nationbuilding Afghanistan“ scheint vorerst gescheitert - der Bedarf an einer Aufarbeitung der Ursachen und möglicher Folgen ist groß.

Neben aktuellen Entwicklungen und Debatten in Afghanistan, der Region und Europa finden sich hier ebenfalls bereits publizierte Beiträge aus der Programmarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung und ihrer Partner/innen in Afghanistan, die auch im Rückblick Schwierigkeiten und Fehlentwicklungen der letzten Jahre verdeutlichen.

Aktuelle Beiträge

Publikationen

Peace Perception Report: People’s Perceptions on the Peace Process Afghanistan

Erwartungen der Bevölkerung an den Friedensprozess

Umfrage-Ergebnisse

Das Salah-Konsortium, ein Zusammenschluss von 6 afghanischen Organisationen der Zivilgesellschaft, führte eine Umfrage durch, um den einfachen Afghanen eine Stimme im Friedensprozess zu geben und ihre Erwartungen kennen zu lernen. Die Antworten auf die Umfrage zeigen, dass die Bevölkerung eine prominentere Rolle für die Zivilgesellschaft wahrnimmt, während der gegenwärtige Prozess weitgehend von Ausländern und der afghanischen politischen Elite vorangetrieben wird.

Dahin, wo der Pfeffer wächst

Die einseitige Ausrichtung auf eine Erhöhung der Zahl von Abschiebungen und „freiwilligen Rückkehrern“ in der deutschen Migrationspolitik, verstellt den Blick auf die Realität und mögliche Alternativen. Die Beiträge in diesem Band beleuchten die zahlreichen Probleme und Schwierigkeiten, mit denen Rückkehrer konfrontiert sind.

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