Flüchtlingspolitik in Sachsen-Anhalt – der Steckbrief

Flüchtlingspolitik in Sachsen-Anhalt – der Steckbrief

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Wieviele Flüchtlinge hat Sachsen-Anhalt 2015 aufgenommen? Was lief gut, was schlecht? Wieviele rassistische Angriffe gab es? Der Steckbrief mit den wichtigsten Zahlen und Themen des Jahres.

Regierungskonstellation: schwarz-rote Koalition

Einwohner/innen: 2,3 Millionen

Aufnahmequote: 2,85771%

Flüchtlingsaufnahme 2014: 6.618

Flüchtlingsaufnahme 2015: ca. 30.000

Flüchtlinge leben in: Kasernen, Schulen, ehemaligen Hotels, Wohnheimen (Das Ziel einer dezentralen Unterbringung wird zunehmend weniger umgesetzt)

Größte (geplante) Unterkunft für: Zentrale Aufnahmestelle Halberstadt ca. 1.400 Flüchtlinge

Zahl der Angriffe auf Unterkünfte: 26, davon 8 Brandanschläge und 18 sonstige Angriffe (Stein- oder Böllerwürfe, Schüsse, rechte Schmierereien etc.)

Tätliche Übergriffe auf Flüchtlinge: 8; 11 Körperverletzte

Flüchtlingsfeindliche Kundgebungen/Demonstrationen: 9 (Quelle: MUT)

Das läuft gut: Bürgerschaftliches Engagement vor Ort

Das läuft schlecht: Verwaltungshandeln vor Ort

Themen, die die öffentliche Debatte 2015 bestimmt haben:

  • In Tröglitz tritt erst der Bürgermeister wegen mangelnder politischer Unterstützung beim Flüchtlingsthema zurück, dann wird ein Brandanschlag auf das Asylbewerberheim verübt.
  • Nach einem Streit um die Flüchtlingspolitik tritt Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper aus der SPD aus.
  • Nach einer Reihe von Vergewaltigungen in Magdeburg bildet sich eine Bürgerwehr. Als zwei Asylbewerber wegen dringenden Tatverdachtes verhaftet werden, überfallen Maskierte mehrere Flüchtlinge aus Syrien. Die Täter werden in der Hooliganszene vermutet.

Weitere Beiträge zur Flüchtlingspolitik in Sachsen-Anhalt finden Sie auf der Länderseite unseres Dossiers "Wie schaffen die das? Die Flüchtlingspolitik der Länder" (zur Startseite).   

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