Biografien der Autorinnen und Autoren

Biografien der Autorinnen und Autoren

Alle Autorinnen und Autoren der Deutsch-Israelischen Literaturtagen 2016 Urheber/in: Collage Heinrich-Böll-Stiftung. All rights reserved.

Hier finden Sie einen Überblick mit Kurzportraits von allen Autorinnen und Autoren der Deutsch-Israelischen Literaturtage 2016.

 

Anat Einhar. Urheber/in: Liron Almog. All rights reserved.Anat Einhar, geboren 1970 in Petach Tikva, ist Schriftstellerin, Designerin und Comic-Autorin. Ihr Debüt Feinde des Sommers wurde 2010 mit dem Sapir-Preis und dem Vinner-Preis ausgezeichnet. Drei Jahre später erschien ihr Kinderbuch Der Elefant reißt aus. Für Mind Blowing Ecstasy erhielt sie 2016 den Prime Minister’s Prize. Einhar lebt in Tel Aviv.

 

Nir Baram. Urheber/in: Hanser Verlag. All rights reserved.Nir Baram, geboren 1976 in Jerusalem, ist Schriftsteller, Journalist und Lektor und setzt sich aktiv für die Gleichberechtigung der Palästinenser und für Frieden in Israel ein. Er hat mehrere Romane veröffentlicht, unter anderem Der Wiederträumer (2009), Gute Leute (2012) und Weltschatten (2016). In seinen Reportagen Im Land der Verzweiflung (2016) beschreibt er seine Reise in die besetzten Gebiete des Westjordanlands und macht sich für einen Weg jenseits der Zwei-Staaten-Lösung stark.

 

Etgar Keret. Urheber/in: Heike Steinweg. All rights reserved.Etgar Keret, geboren 1967 in Ramat Gan, Israel. Seine Bücher sind in Israel Bestseller und wurden in über 40 Sprachen übersetzt. Er schreibt Kurzgeschichten, Graphic Novels und Drehbücher. Sein erster Film Jellyfish wurde 2007 auf den Filmfestspielen in Cannes als bestes Debüt ausgezeichnet. In Die sieben guten Jahre (2016), seinem bislang persönlichsten Buch, erzählt Keret von seinem Leben als Vater und als Sohn. 2016 wurde Keret in den USA mit dem Charles-Bronfman-Preis ausgezeichnet.

 

Germaw Mengistu. Urheber/in: privat. All rights reserved.Germaw Mengistu, geboren in der Nähe von Gondar, Äthiopien. Im Alter von 14 Jahren wanderte er mit seiner Familie nach Israel aus. Er studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft in Haifa und betreute aus Äthiopien stammende Familien, die wie er nach Israel gekommen sind. Heute arbeitet er als Redakteur einer Zeitschrift, die für die äthiopische Gemeinde auf Hebräisch, Amharisch und Tigrinya erscheint. Mengistu veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten in Magazinen und Portalen. Mit Ein Traum auf Kosten der Ehre gewann er den Kurzgeschichten-Wettbewerb der Tageszeitung Ha'aretz.

 

Yishai Sarid. Urheber/in: Daniel Tchetchik. All rights reserved.Yishai Sarid, geboren 1965 in Tel Aviv. Er war als Nachrichtenoffizier in der israelischen Armee tätig und studierte in Jerusalem und Harvard. Heute arbeitet Sarid als Rechtsanwalt und schreibt für diverse Zeitungen. Sein Politthriller Limassol erschien 2010. Bei den Deutsch-Israelischen Literaturtagen wird er Alles andere als ein Kinderspiel (2014) vorstellen sowie seinen aktuellen Roman The Third (2015), der in Israel mit dem Bernstein-Preis ausgezeichnet wurde.

 

Liat Elkayam. Urheber/in: Gad Schnider. All rights reserved.Liat Elkayam, geboren 1975 in Tel Aviv, studierte in New York und Tel Aviv. Sie arbeitet als Autorin und Redakteurin für die Tageszeitung Ha'aretz und unterrichtet am Sapir College. Elkayam veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten in Magazinen und Anthologien. 2015 erhielt sie ein Stipendium der Akademie der Künste in Berlin. In diesem Jahr erscheint ihr erster Roman The Mammal Machine in Israel. 

 

Dorit Rabinyan. Urheber/in: Sharon Deri. All rights reserved.Dorit Rabinyan, geboren 1972 als Tochter einer iranisch-jüdischen Familie in Israel. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Drehbuchautorin und Moderatorin in Tel Aviv. Für ihre beiden Romane Unsere Hochzeiten und Die Mandelbaumgasse erhielt sie zahlreiche Literaturpreise. Mit Wir sehen uns am Meer (2016) ist Rabinyan ein weiterer Bestseller gelungen, der inzwischen in zahlreichen Ländern erscheint und mit dem Bernstein-Preis ausgezeichnet wurde.

 

Yonatan Berg. Urheber/in: Dina Guna. All rights reserved.Yonatan Berg, geboren 1981 in Jerusalem. Er wuchs in der jüdischen Siedlung Psagot in der Westbank auf und studierte Kreatives Schreiben und Bibliotherapie. Für das Webportal Walla schreibt er eine wöchentliche Kolumne. Bergs Debüt Hard Sails (2013) wurde mit dem Yehuda Amichai Poetry Prize ausgezeichnet. Mit Elegy gewann er den Kurzgeschichten-Wettbewerb der Tageszeitung Ha'aretz. Für seinen ersten Roman Five More Minutes erhielt Berg den Ministry of Culture Prize 2015.

 

Roy Arad. Urheber/in: Sarale Gur Lavy. All rights reserved.Roy Arad, geboren 1977 in Beer Sheva, ist Autor, Journalist, Filmemacher und Politaktivist. Als Musiker hat er bereits sechs Alben herausgebracht, unter anderem mit den Bands The Knack/Pop und Ping Pong, daneben auch Soloalben. Er ist Gründer und Redakteur des Ma'ayan Magazine for Poetry und schreibt für die Tageszeitung Ha'aretz. Arad hat mehrere Kurzgeschichten geschrieben und ist Autor von acht Büchern, die er – ähnlich wie seine Musik – folgendermaßen beschreibt: Sie handeln von den „einzig interessanten Dingen: Krieg, Geld und Sex“.

 

Leora Kamenetzky. Urheber/in: privat. All rights reserved.Leora Kamenetzky studierte an der Universität Tel Aviv und an der School of Visual Arts in New York. Heute arbeitet sie als Drehbuchautorin, Script Editor und Regisseurin. Als Autorin und Regisseurin entstanden von ihr unter anderem die in Israel sehr erfolgreichen Drama-Serien The good Guys, Adumot, Dog’s Life und Alex, von denen Adumot mit einem Israel Academy Award ausgezeichnet wurde. Mit Fauda gelang Kamenetzky erneut ein großer Erfolg als Drehbuchautorin und Script Editor. Der Polit-Thriller gewann 2016 sechs Ophir Awards.

 

Daniel Kehlmann. Urheber/in: Heji Shin. All rights reserved.Daniel Kehlmann, geboren 1975 in München, lebt in Berlin und Wien. Sein Werk wurde vielmals ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Preis, dem Thomas-Mann-Preis und dem Prix Cévennes. Sein Roman Ich und Kaminski war ein internationaler Erfolg ebenso wie Die Vermessung der Welt. Das Buch wurde in über 45 Sprachen übersetzt und zählt zu den erfolgreichsten deutschen Romanen der Nachkriegszeit. Kehlmann ist Mitglied der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

 

Pierre Jarawan. Urheber/in: Key Munich. All rights reserved.Pierre Jarawan, geboren 1985 in Jordanien. Er ist Sohn eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter. Im Alter von drei Jahren kam er mit seiner Familie nach Deutschland. Seit 2009 zählt er zu den erfolgreichsten Poetry-Slammern  im deutschsprachigen Raum. 2012 wurde er Internationaler Deutschsprachiger Meister im Poetry Slam. Am Ende bleiben die Zedern ist sein Romandebüt, für das er 2015 das Literaturstipendium der Stadt München und 2016 den Bayerischen Kunstförderpreis erhielt. Jarawan lebt in München.

 

Sherko Fatah. Urheber/in: Jens Oellermann. All rights reserved.Sherko Fatah, geboren 1964 in Ost-Berlin, Sohn eines irakischen Kurden und einer Deutschen. Er wuchs in der DDR auf und siedelte 1975 mit seiner Familie über Wien nach West-Berlin über. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte. Für sein erzählerisches Werk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den Großen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste, den Adelbert-von-Chamisso-Preis 2015 und den Aspekte-Literaturpreis. Für seine Romane Das dunkle Schiff und Ein weißes Land wurde er außerdem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

 

Nora Bossong. Urheber/in: Peter-Andreas Hassiepen. All rights reserved.Nora Bossong, geboren 1982 in Bremen, studierte Philosophie und Komparatistik in Berlin, Leipzig und Rom. Sie verfasst Lyrik und Prosa, die in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden. 2006 debütierte sie mit dem Roman Gegend. Danach erschienen die Romane Gesellschaft mit beschränkter Haftung und 36,9 Grad sowie die Reportage Schnelle Nummer. Für ihren Gedichtband Sommer vor den Mauern wurde ihr 2012 der Peter-Huchel-Preis verliehen. Bossong lebt in Berlin.

 

Shida Bazyar. Urheber/in: Joachim Gern. All rights reserved.Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim, bevor sie nach Berlin zog. Heute arbeitet sie als Bildungsreferentin für junge Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in Brandenburg machen sowie als Autorin. Neben Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in Zeitschriften und Anthologien war sie Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses 2012 und Studienstipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung. Für ihr Romandebüt Nachts ist es leise in Teheran erhält sie 2016 den Ulla-Hahn-Autorenpreis der Stadt Monheim am Rhein.

 

Norbert Gstrein. Urheber/in: Peter-Andreas Hassiepen. All rights reserved.Norbert Gstrein, geboren 1961 in Mils in Tirol, studierte Mathematik in Innsbruck und besuchte sprachphilosophische Seminare in Stanford und Erlangen. 1988 war er Gast des Literarischen Colloquiums Berlin. Er promovierte mit der Arbeit Logik der Fragen und veröffentlichte seine erste Erzählung Einer. Bei den Deutsch-Israelischen Literaturtagen wird er seine beiden letzten Romane Eine Ahnung vom Anfang (2013) und In der freien Welt (2016) vorstellen. Gstrein erhielt unter anderem den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Alfred-Döblin-Preis, den Uwe-Johnson-Preis sowie den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung.

 

Thomas von Steinaecker. Urheber/in: Jürgen Bauer. All rights reserved.Thomas von Steinaecker, geboren 1977 in Traunstein, wohnt in Augsburg. Er schreibt Romane und Hörspiele und dreht Dokumentarfilme, für die er unter anderem den ECHO Klassik erhielt. Von Steinaecker initiierte das Mosaik-Roman-Projekt Zwei Mädchen im Krieg und veröffentlichte mit der Zeichnerin Barbara Yelin den Fortsetzungs-Webcomic Der Sommer ihres Lebens (2015). Sein vierter Roman Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen wurde 2012 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und fand sich auf der SWR-Bestenliste wieder.

 

Marica Bodrožić. Urheber/in: Peter von Felbert. All rights reserved.Marica Bodrožić, geboren 1973 in Dalmatien. 1983 siedelte sie nach Hessen über. Sie studierte Kulturanthropologie, Psychoanalyse und Slawistik in Frankfurt am Main. Bodrožić schreibt Gedichte, Romane, Erzählungen und Essays. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Preise und Stipendien, darunter den Förderpreis für Literatur der Akademie der Künste in Berlin, den Kulturpreis Deutsche Sprache sowie den Literaturpreis der Europäischen Union. Für den Band Mein weißer Frieden wurde sie 2015 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.          

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