Sicherer Start! Für eine bundesweite Kinderteilhabestrategie

Sicherer Start! Für eine bundesweite Kinderteilhabestrategie

Sicherer Start!
17. Dez. 2018 von Dorothee Schulte-Basta
Heinrich-Böll-Stiftung
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: Dezember 2018
Seitenanzahl: 14
ISBN / DOI: https://doi.org/10.25530/03552.9
Reihe: böll.brief

Kinder und Jugendliche sollen in Wohlergehen aufwachsen und sicher ins Leben starten. Sie sollen die Bildung genießen, die ihren Interessen und Begabungen entspricht und teilhaben am Leben in dieser Gesellschaft. So können aus ihnen selbstbewusste und zufriedene junge Erwachsene werden. Das ist zu schaffen – aber nur, wenn politische Entscheidungen dauerhaften Fortschritt bringen. Nachhaltig heißt, die Bekämpfung von Kinderarmut nicht als Summe von Einzelmaßnahmen, sondern als Ganzes zu begreifen. Und das bedeutet nicht nur eine punktuelle, regionale Verbesserung anzustreben, sondern das Zusammenwirken von Bund, Ländern und Kommunen strukturell zu verändern.

Nötig ist eine Gesamtstrategie, mit deren Hilfe der Bund die Kommunen unterstützen kann. Eine Strategie, die junge Menschen materiell absichert und eine nachhaltige soziale Infrastruktur entwickelt. Der hier vorgestellte Ansatz eines neu zu schaffenden Bundeskinderteilhabegesetzes (BKThG) soll armutsbetroffenen jungen Menschen zum ersten Mal an zentraler Stelle einen ganzheitlichen Rechtsanspruch auf besondere Förderung und Teilhabe garantieren.

Es wird damit auch geregelt, wie die vom Bund finanzierten infrastrukturellen Bildungs- und Teilhabeleistungen auf der kommunalen Ebene gewährleistet und umgesetzt werden müssen. Mit diesem Vorschlag soll sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche die im bisherigen Bildungs- und Teilhabepaket vorgesehenen Leistungen direkt und unbürokratisch über die Institutionen vor Ort zur Verfügung gestellt bekommen und diese sozial barrierefrei in Anspruch nehmen können.

Ein bundesweites Monitoring und Evaluationen auf kommunaler Ebene sollten die Fortschritte begleiten und regelmäßig messen. Mit seinen Regelungen verwirklicht das Bundeskinderteilhabegesetz eine nachhaltige Kinderteilhabestrategie, die Armutsprävention für Kinder und Jugendliche als Ganzes denkt. So können die Lebenslagen armutsbetroffener Kinder tatsächlich und spürbar verbessert werden.

Autorin & Fachkontakt:
Dorothee Schulte-Basta, Referat Sozialpolitik, Heinrich-Böll-Stiftung e.V.
E schulte-basta@boell.de

 

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einleitung
  2. Warum wir eine Kinderteilhabestrategie auf Bundesebene brauchen
  3. Eine Gesamtstrategie auf Bundesebene erfordert eine neue rechtliche Grundlage
  4. Ein Bundeskinderteilhabegesetz soll Kindern und Jugendlichen einen Rechtsanspruch auf Bildung und Teilhabe garantieren
  5. Mehr finanzielle Hilfen des Bundes für die Kommunen
  6. Fazit
  • Literaturverzeichnis
  • Empfehlungen
  • Die Autorin
  • Impressum

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